Drei Dinge, die bei Werder Bremen - FC Bayern auffielen: Juwel Lennart Karl strahlt nach schwierigen Wochen wieder
Update 14/02/2026 um 23:50 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München hält mit dem 3:0 gegen den SV Werder Bremen den Verfolger Borussia Dortmund wieder auf Distanz. Harry Kane traf doppelt und hat mittlerweile vier Treffer mehr als die gesamte Werder-Mannschaft. Besonders bemerkenswert waren allerdings die Leistungen von Leon Goretzka und Lennart Karl, die nach schwierigen Wochen wieder in Top-Form agierten. Drei Dinge, die auffielen.
Kompany voll des Lobes für Goretzka: "Immer eine gute Präsenz"
Quelle: Perform
Der FC Bayern München blickt auf eine erfolgreiche Woche zurück. Drei Tage nach dem erfolgreichen Pokalspiel gegen RB Leipzig folgte in der Bundesliga ein souveränes 3:0 beim SV Werder Bremen.
Harry Kane traf innerhalb von drei Minuten (22. FE, 25.) doppelt. Später legte Leon Goretzka (70.) mit dem 3:0 nach. Der Vorsprung auf den Verfolger Borussia Dortmund beträgt dadurch wieder sechs Punkte.
Schwieriger wird die Situation für die Bremer, die seit zwölf Spielen sieglos sind und weiterhin auf dem Relegationsplatz stehen.
Drei Dinge fielen bei dem Auswärtssieg des FC Bayern auf…
1.) Juwel Karl strahlt wieder
In den vergangenen Wochen schien es so, als wäre Lennart Karl die Spielfreude etwas abhandengekommen. Der Hype um seine Person war in der Hinrunde groß. Ähnlich wie der Shitstorm, den er mit seiner Aussage zu seinem Traumverein Real Madrid ausgelöst hatte. Ein weiterer Tiefpunkt: Nach seinem verunglückten Trick gegen die TSG Hoffenheim erntete er viel Hohn.
In Bremen allerdings war Karl wieder in Bestform. Stark, wie er den Elfmeter herausholte, an vier Gegenspielern im Strafraum vorbeizog, ehe er von Gegenspieler Senne Lynen zu Fall gebracht wurde. Immer wieder setzte Karl, der kommende Woche Sonntag volljährig wird, zu Dribblings an. Auch defensiv agierte er engagiert und clever zugleich.
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Lennart Karl holte in Bremen einen Elfmeter raus
Fotocredit: Getty Images
Laut Bayern-Trainer Vincent Kompany habe Karl sogar ein Gegentor verhindert. "Bremen war immer gefährlich mit ihren Flanken. Und in der 1. Halbzeit gab es eine Flanke zum zweiten Pfosten. Wenn er die Lücke von Stanisic nicht abgedeckt hätte, wäre das ein Tor für Bremen gewesen", lobte Kompany.
"Und das nur, weil ein junger 17-jähriger Spieler im Kopf umschaltet und erkennt, dass er der Mannschaft helfen muss. Das ist für mich das Wichtigste. Sein Talent und seine Qualität haben wir ohnehin schon im Training und in den Spielen gesehen. Als junger Spieler hat er nicht den Druck, eine Mannschaft zum Erfolg zu bringen. Aber heute hat er offensiv und defensiv gut gearbeitet."
2.) Werder zwischen Mut und Harmlosigkeit
Es ist nicht einfach für einen neuen Trainer, das Heim-Debüt ausgerechnet gegen die Über-Mannschaft des FC Bayern München zu bestreiten.
Eine Woche zuvor erntete Daniel Thioune noch viel Unverständnis, da er gegenüber dem letzten Spiel von Vorgänger Horst Steffen nur eine Startelf-Veränderung vornahm. Diesmal gab es vier Veränderungen in der Anfangsformation. Noch wichtiger aber war ihm, dass die Einstellung stimmt. Er forderte: "Die Jungs müssen jeden Zweikampf persönlich nehmen, um die Duelle auf Augenhöhe zu heben."
Immerhin: Den Willen ließ sich dieser Mannschaft nicht absprechen. Sie attackierten den FC Bayern hoch und schalteten schnell um – ähnlich hatte der FC Augsburg (2:1) und der Hamburger SV (2:2) dem Rekordmeister kürzlich Punkte weggenommen. Das Problem ist allerdings: Vorne war Werder erneut zu harmlos.
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Werder Bremen kämpft gegen den Abstieg
Fotocredit: Getty Images
Dabei ist es nicht so, dass Bremen keine Chancen hatte. In der 40. Minute verfehlte Felix Agu das Tor nur knapp. Direkt nach der Halbzeit setzte Marco Grüll den Ball per Kopf an das Aluminium. "Wir waren nahe dran, ein Tor zu schießen", sagte Thioune. Doch sie taten es nicht – wieder einmal. Um das einmal ins Verhältnis zu setzen: Harry Kane, der gegen Werder zwei Tore erzielte, hat mit 26 Saisontreffern vier Tore mehr als die gesamte Werder-Mannschaft.
"Wir haben erwartet, dass es sehr schwer für uns werden könnte – und das wurde es auch", fasste Thioune zusammen. Und dennoch habe seine Mannschaft "in vielen Phasen eine richtig gute Haltung gezeigt." Problem ist nur: In der schwierigen Situation von Werder genügt das nicht!
3.) Goretzka zeigt, was Bayern an ihm vermissen wird
Leon Goretzka blickt seinen letzten Monaten beim FC Bayern entgegen. Er hätte bereits im Winter den Verein verlassen können – die Bayern hätten ihm keine Steine in den Weg gelegt. Goretzka blieb allerdings in München, um weitere Titel gewinnen zu können. In Bremen zeigte der Mittelfeldspieler, wie motiviert er ist. Der 31-Jährige war neben Doppel-Torschütze Kane der beste Mann auf dem Platz.
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Leon Goretzka wusste in Bremen zu gefallen
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Vor dem 2:0 setzte er Werder-Defensivmann Lynen unter Druck, blockte den Ball ab und leitete dadurch den Treffer ein.
Schließlich belohnte er sich selber und traf zum 3:0. Auch ansonsten war Goretzka sehr präsent, leitete Umschaltbewegungen nach vorne ein, war aber auch defensiv wichtig und vereitelte zum Beispiel in der 80. Minute einen Konter.
"Er ist einer, der den FC Bayern München im Herzen trägt. Das hat er heute wieder gezeigt", lobte Sportvorstand Max Eberl gegenüber Eurosport. "Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist, dass er dieses halbe Jahr noch mitmacht. Ich glaube, er macht das auch, weil er seine großartige Zeit hier krönen möchte."
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Bayern-Boss Freund über Neuers Zukunft: "Haben keinen Stress"
Quelle: Perform
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