Fábio Silva verschwieg Borussia Dortmund seine Operation bis zum Medizincheck - Sportvorstand Lars Ricken empört

Die Transfer-Saga um Fábio Silva hat Borussia Dortmund in diesem Sommer einige Zeit begleitet. Fast hätte ein lange verschwiegenes, aber wichtiges Detail den Deal auf der Zielgeraden noch platzen lassen. Silva hatte sich vor kurzem einer Operation unterzogen - die BVB-Bosse wussten davon bis zum Medizincheck jedoch nichts und reagierten augenscheinlich wenig amüsiert.

Silva freut sich auf Dortmund: "BVB war meine erste Option"

Quelle: Perform

Fábio Silva hatte wegen einer Adduktorenverletzung seit April kein Pflichtspiel mehr für die Wolverhampton Wanderers absolviert. Soweit der Kenntnisstand der Verantwortlichen bei Borussia Dortmund, die mit einer konservativen Behandlung und einem baldigen Comeback des Angreifers rechneten.
Die Gespräche mit dem Portugiesen und seiner Berateragentur, die ausschließlich digital stattfanden, gaben auch keinen Anlass, etwas anderes zu vermuten.
Nach Informationen der "Sport Bild" folgte dann allerdings beim obligatorischen Medizincheck der Schock: Bei der Anamnese gab Silva an, kürzlich operiert worden zu sein.
Sport-Vorstand Lars Ricken sei daraufhin empört gewesen. Zusammen mit Sportdirektor Sebastian Kehl entschied sich Ricken aber dennoch dafür, den Transfer zu finalisieren: Silva kam für 22,5 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers, fällt aber erstmal für (mindestens) vier Wochen aus.

Drei Gründe für die Silva-Verpflichtung

Den frisch operierten Stürmer trotz offensichtlicher Fehlkommunikation zu verpflichten, hatte laut der Sportzeitschrift zwei konkrete Gründe.
Der BVB hatte zum einen voll auf die Karte Silva gesetzt, ein gleichwertiger Ersatz stand - so kurz vor Ende der Transferperiode - nicht mehr parat.
Darüber hinaus hat der BVB erst im vergangenen Jahr positive Erfahrungen mit einem ähnlichen Fall gemacht: Bei Stürmer Serhou Guirassy war während des Medizinchecks eine alte Knieverletzung festgestellt worden.

Guirassy liefert konstant ab

Nach intensiven Nachuntersuchungen entschied sich die Dortmunder Führungsriege damals für einen Kauf von Guirassy. Der 29-Jährige dankte es mit 34 Toren in 45 Pflichtspielen.
Guirassy ist es nun auch, der in Silvas verletzungsbedingter Abwesenheit erstmal alternativlos im BVB-Angriff ist.
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Kovac schwärmt von Guirassy: "Schon eine Lebensversicherung"

Quelle: Perform

Auch in dieser Spielzeit ist der Nationalspieler Guineas schon wieder heißgelaufen, steht in der Bundesliga nach zwei Spieltagen bereits bei drei Treffern.
Für einige Wochen muss Guirassy beim BVB nun noch den Alleinunterhalter im Sturmzentrum spielen. Nach Informationen der "Sport Bild" könnte sich das Debüt von Neuzugang Silva noch bis Oktober verschieben.
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