FC Augsburg fast mit Last-Minute-Sieg gegen Werder Bremen nach Lattentreffer - Magerkost zum Jahresabschluss

Zum Abschluss des Intermezzos von Manuel Baum hat der FC Augsburg einen zweiten Sieg unter dem Interimstrainer verpasst. Gegen Werder Bremen reichte es für die Schwaben nur zu einem 0:0, in den drei Spielen nach der Trennung von Sandro Wagner kamen sie damit zu vier Punkten. Nach der Winterpause soll Baum von einem neuen Cheftrainer abgelöst werden.

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Quelle: Eurosport

Lebhaft wurde es erst, als die letzten Spielminuten des Jahres verrannen. Der sehnlichst erhoffte und so dringend benötigte Befreiungsschlag aber wollte einfach nicht mehr gelingen - nicht dem FC Augsburg, der zweimal nur Aluminium traf, nicht Werder Bremen.
Das 0:0 zwischen beiden Mannschaften stand daher fast symbolhaft für die bisherige Saison: Das war zu wenig bis nichts, der SVW etwa holte aus den vergangenen fünf Spielen nur zwei Punkte.
Der FC Augsburg hat nicht nur weniger Punkte als erwartet (14), er hat auch das Projekt mit Trainer Sandro Wagner nach dem zwölften Spieltag abbrechen müssen. Manuel Baum hat die Mannschaft bei seinem auf drei Spiele begrenzten Intermezzo mit vier Punkten ein wenig stabilisiert, mehr aber noch nicht. Nach der Winterpause soll ein neuer Mann an der Seitenlinie stehen. Im Gespräch ist wohl auch Ralph Hasenhüttl.
Obwohl: Auch Baum ist allem Anschein nach noch ein Kandidat, er wolle "nichts ausschließen", erklärte Sportdirektor Benjamin Weber bei "Sky2. Schon vor dem Spiel machte er zudem deutlich, dass die Suche nach neuem Personal nicht auf den Posten des Trainers beschränkt ist. "Wir werden versuchen, was zu machen", sagte Weber mit Blick auf Transfers, "wir müssen uns verbessern, das ist auch in der Winterpause möglich."

Drama zum Schluss: Zwei Topchancen kurz vor Abpfiff

Die Bremer haben drei Punkte mehr als der FC Augsburg - zu wenig, wie sie durchblicken ließen. "17 Punkte sind schon in Ordnung", sagte Romano Schmid bei "Sky", "aber dafür, dass wir eine sehr gute Mannschaft haben, müssen wir mehr Punkte haben."
Auch Sportdirektor Peter Niemeyer behauptete, 17 Punkte seien "absolut okay", nur um anzufügen: "Wir wollen uns trotzdem weiter steigern."
Vor allem haben beide Mannschaft große Probleme mit dem Toreschießen, gut zu beobachten im direkten Duell. Die besten der wenigen guten Chancen auf beiden Seiten besaßen dabei noch die Gastgeber: Elvis Rexhbecaj (76.) und Phillip Tietz (90.+7) aber trafen nur den Pfosten und die Latte. Zudem wurde ein Treffer von Alexis Claude-Maurice (79.) nach der Begutachtung durch den VAR aberkannt.

Augsburg protestiert wegen aberkanntem Treffer

Die Aberkennung sorgte erwartungsgemäß für Unmut bei den Augsburgern. "Das ist maximal bitter", betonte Kapitän Keven Schlotterbeck, er verstehe nicht, was da entschieden worden sei.
Torhüter Finn Dahmen bezeichnete die Entscheidung als "Witz". Selbst Bremens Kapitän Marco Friedl gab zu: "Wir können uns nicht beschweren, wenn das Tor gegeben wird."
Die Bremer ihrerseits haben in 15 Spielen nur 18 Treffer erzielt, "zu wenig", wie Schmid einräumte. Er fasste sich dabei an die eigene Nase. "Das muss ein Tor sein", sagte er zu seiner großen Chance in der Nachspielzeit (90.+7).
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(SID)
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Quelle: Perform


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