FC Augsburg - Sandro Wagner zieht Lehren aus Fehlstart als Cheftrainer: "Bei ein, zwei Aussagen vergaloppiert"
Publiziert 24/04/2026 um 16:19 GMT+2 Uhr
Nach dem frühen Ende seiner Zeit bei FC Augsburg hat Sandro Wagner selbstkritisch auf seine erste Station als Bundesliga-Cheftrainer zurückgeblickt. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärte der 38-Jährige, er habe aus den vergangenen Monaten wichtige Erkenntnisse gewonnen. Besonders deutlich äußerte sich Wagner zu seiner öffentlichen Wirkung während der Zeit in Augsburg.
Sandro Wagner lässt seine Zeit beim FC Augsburg Revue passieren
Fotocredit: SID
"Das war nie meine Absicht. Und das wird es so nicht mehr geben", sagte er mit Blick darauf, dass der Klub zwischenzeitlich in Medienberichten als "FC Wagner" bezeichnet worden war.
Der frühere Nationalspieler betonte, dass ihn das schnelle Aus beim FCA nicht aus der Bahn geworfen habe. "Das ist nichts, was mich ins Wanken bringt", stellte Wagner klar.
Vielmehr habe ihn die Erfahrung weitergebracht. "Ich bin auf jeden Fall ein anderer Trainer als vor einem halben Jahr." Er räumte ein, dass er sich bei "ein, zwei Aussagen" in seiner Amtszeit "vergaloppiert" habe.
Gemeint war etwa das Interview nach der Niederlage gegen den FC Bayern (2:3), in dem er betont hatte, dass der FCA nicht "weniger Qualität" als der Rekordmeister besitze. Als "großes Vorbild" in der Kommunikation nach außen bezeichnete Wagner seinen Münchner Kollegen Vincent Kompany. "Sich nicht angreifbar zu machen, beherrscht kaum einer so gut wie er."
Gasperini, De Zerbi, Fàbregas: Wagner nennt Vorbilder
Zugleich kündigte Wagner an, künftig besonnener aufzutreten. Er wisse, dass er polarisiere, sagte der Ex-Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Deshalb sei eine wichtige Lehre aus Augsburg, dieses Image nicht unnötig weiter zu verstärken.
Sportlich verteidigte Wagner seine Arbeit beim FCA dennoch. Sein Auftrag sei gewesen, den Spielstil zu verändern und jungen Spielern Chancen zu geben. "Und ich glaube, das habe ich gemacht", erklärte er.
Für seine weitere Trainerlaufbahn will Wagner nun mehr Pragmatismus mitbringen. Dabei kam er auch auf seine Vorbilder zu sprechen: "Ich schaue gerne Gian Piero Gasperini (AS Rom). Ich schaue auch viel Roberto De Zerbi (Tottenham Hotspur), der in seiner Zeit bei Brighton das Spiel aus der Abwehr heraus ein bisschen revolutioniert hat. Und im Moment interessiert mich auch Cesc Fàbregas (Como 1907)."
Wann er auf die Trainerbank zurückkehrt, ließ Wagner offen. Angebote habe es bereits gegeben. Wenn ein passendes Projekt komme, werde er wieder loslegen.
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(mit SID)
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