FC Bayern im VAR-Glück: Für Manuel Gräfe hätte Frankfurt-Ausgleich zählen müssen: "VAR hätte nicht eingreifen dürfen"
Publiziert 05/10/2025 um 13:57 GMT+2 Uhr
Hätte der vermeintliche Ausgleichstreffer von Eintracht Frankfurt im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern zählen müssen? Manuel Gräfe zumindest sagt ja. Der frühere Weltklasse-Schiedsrichter analysierte die Szene bei "Bild" und kam zu dem Schluss: "Dieser Ausgleichstreffer von Frankfurt hätte zählen müssen." Referee Daniel Siebert hatte mithilfe des VAR auf Handspiel entschieden.
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Quelle: Perform
Jean-Mattéo Bahoya hatte die Blitz-Führung der Münchner Gäste in der 14. Minute ausgeglichen, das Tor wurde nach VAR-Einsatz aufgrund eines vermeintlichen vorangegangenen Handspiels von Ritsu Doan allerdings zurückgenommen.
Laut Gräfe geschah der Einsatz des Video-Schiedsrichters zu Unrecht. "Dieser Ausgleichstreffer von Frankfurt hätte zählen müssen und der VAR hätte auch gar nicht eingreifen dürfen", so der Berliner bei "Bild".
"Und selbst nach Ansicht der Bilder hätte der Schiedsrichter bei seiner Bewertung auf dem Feld bleiben müssen, selbst wenn er das Handspiel vielleicht gar nicht wahrgenommen hat", führte Gräfe weiter aus und erklärte:
"Denn nur wenn der Schütze unabsichtlich Hand spielt, ist der Treffer abzuerkennen. Wenn etwas davor - zwei, drei Spielzüge davor - passiert, oder mit Abstand, dann kann nur noch ein wirklich absichtliches Handspiel geahndet werden."
Gräfe deutlich: "Wäre niemand auf die Idee gekommen ..."
Dieses habe im Falle von Frankfurts Doan nicht vorgelegen: "Der Stürmer legt sich den Ball nach links, will eigentlich rechts am Verteidiger vorbei, kommt eher aus Versehen dagegen, sogar gegen die Laufrichtung, wo er eigentlich hin will ... insofern war das niemals ein absichtliches, sondern ein unabsichtliches Handspiel."
"Wäre das umgekehrt im Strafraum passiert, wäre auch niemand auf die Idee gekommen, für so ein Handspiel Strafstoß zu geben", erklärte Gräfe seine Position weiter.
Es sei "keine Vergrößerung gewesen, es war keine Absicht und aus kurzer Entfernung, insofern hätte der Treffer zählen müssen. Pech für die Eintracht", beendete der ehemalige FIFA-Schiedsrichter sein Statement.
Gräfe stellt klar: "unfair"
Bei "X" führte Gräfe seine Erklärung nochmal weiter aus: "Für sowas sollte es auch kein Elfer geben, wenn es einem Verteidiger im Strafraum passiert! Unfair ist die Regel nur, dass es beim Torschützen selbst anders ist. Regeltechnisch unabsichtlich bedeutet hier weiter&Tor!"
Statt des Ausgleichstreffers musste die SGE am Samstagabend noch zwei weitere Gegentore hinnehmen. Ob die Partie einen gänzlich anderen Verlauf genommen hätte, wenn der VAR nicht eingegriffen hätte, bleibt Spekulation.
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Quelle: Eurosport
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