FC Bayern feiert Meisterschaft bei Sieg gegen VfB Stuttgart - Vincent Kompany wird emotional und Rückkehr des Kakadu
Update 20/04/2026 um 11:16 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern hat sich mit dem 4:2 gegen den VfB Stuttgart vorzeitig die Meisterschaft gesichert. Vincent Kompany feierte den Titel besonders emotional, Joshua Kimmich erklärte die Besonderheit dieses Erfolgs und richtete den Blick trotzdem nach vorne. Denn bei dem einen Titel wollen es die Münchener in dieser Saison nicht belassen. Weitere Chancen gibt es im DFB-Pokal und in der Champions League.
Kompany erklärt Emotionen: "Als ob es der erste Titel wäre ..."
Quelle: Perform
Als der Abpfiff ertönte, wandte sich Vincent Kompany seiner Bank zu, riss die Arme nach oben und umarmte seine Trainerassistenten, ehe er Sportdirektor Christoph Freund besonders lange drückte. Stadionsprecher Stephan Lehmann verkündete, dass der FC Bayern "nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen" ist.
Das bedeutet: Der FC Bayern München ist zum 35. Mal Deutscher Meister. Auf der Tribüne gab es beim 4:2 gegen den VfB eine Umarmung zwischen Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß, der sich kurz darauf ein Bier genehmigte.
Auf eine Bierdusche auf dem Feld wurde hingegen verzichtet. Die Spieler gingen eher sachlich mit diesem Erfolg um. Harry Kane klatschte mit den Mannschaftskameraden ab, Manuel Neuer lächelte nur verschmitzt über seine 13. Deutsche Meisterschaft.
Dennoch kam der Humor nicht zu kurz: Auf dem Meisterschafts-Shirt der Bayern-Spieler befand sich der Kakadu, der als Glücksbringer der Mannschaft gilt, nachdem dieser bei einem Restaurantbesuch entwendet wurde.
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Bayern erneut Meister: Das sagte Kompany seinen Spielern in der Kabine
Quelle: Perform
Trainer Kompany zeigt Emotionen
Laut Kimmich ist diese Meisterschaft "extrem speziell". Er lobte "die Art und Weise, wie wir dahingekommen sind. Es war keine Saison mit Ups and Downs, sondern wir waren sehr, sehr konstant. Das ist uns in der Form nicht oft gelungen in den letzten elf Jahren. Auch wenn wir da zehnmal die Meisterschaft geholt haben."
Trainer und Spieler begaben sich vor die Südkurve, hüpften gemeinsam und sangen: "Super Bayern, super Bayern, hey, hey." Auch der ansonsten so sachliche Kompany mischte ordentlich mit. "Ich habe ja schon Emotionen, das ist für mich kein Problem", sagte der Trainer lachend.
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Vincent Kompany feiert seinen zweiten Meistertitel als Trainer des FC Bayern
Fotocredit: Getty Images
Wie sich seine zweite Deutsche Meisterschaft als Trainer des FC Bayern anfühlt? "Wunderschön", antwortete er. "Jeder Titel ist wie der erste. Ansonsten müssten wir in diesem Geschäft nicht sein. Diese Momente kosten viel Arbeit. Man muss es auch genießen, wenn es kommt."
Meisterschaft gegen VfB nur kurz in Gefahr
Kurzzeitig geriet die vorzeitige Meisterschaft in Gefahr: Der FC Bayern hatte in den ersten 20 Minuten die gewohnte Spielkontrolle, 63 Prozent Ballbesitz und eine Passquote von 90 Prozent – und kassierte dennoch den Gegentreffer. Chris Führich traf in der 21. Minute zum 1:0. Der VfB hätte der große Partycrasher sein können.
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Vincent Kompany - das Mastermind des FC Bayern
Quelle: Perform
Doch mit einem Doppelpack innerhalb von nur zwei Minuten durch Raphael Guerreiro (31.) und Nicolas Jackson (33.) wurde das Spiel gedreht – und die Meisterschaft eingeleitet. "Deutscher Meister wird nur der FCB, nur der FCB, nur der FCB", sangen die Fans in der Allianz Arena begeistert.
Die Fans hatten dies kaum zu Ende gesungen, da legte Alphonso Davies mit dem 3:1 (37.) nach. Nur fünfeinhalb Minuten lagen zwischen dem ersten und dritten Treffer. "Es zeichnet eine Spitzenmannschaft aus, dass sie aus wenig viel macht und jederzeit einen Schalter hochlegen kann", lobte "DAZN"-Experte Michael Ballack.
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Tormaschine rollt: Bayerns irre Rekordsaison mit schon 109 Treffern
Quelle: Perform
Freund erlaubt: Bayern darf "ein bisschen feiern"
Bereits zur Halbzeit war gefühlt sicher, dass der FC Bayern nach Spielende die Meisterschaft in der Tasche haben würde. "Ja natürlich, wir wissen, wenn wir heute einen Punkt holen - wir wollen natürlich gewinnen - ist uns das nicht mehr zu nehmen", sagte Sportdirektor Christoph Freund in der Pause.
"Von daher ist das ein besonderes Spiel. Es macht Spaß, den Jungs zuzusehen. Sie wissen das auch. Noch so eine Halbzeit und wir können ein bisschen feiern."
Bayern schaltete nicht zurück, sondern brachte mit Harry Kane und Michael Olise die beiden Top-Scorer der Mannschaft ins Spiel. Kane (52.) baute den Vorsprung per Abstauber auf 4:1 aus, ehe die Gastgeber den Sieg im Verwaltungsmodus über die Zeit brachten. Der späte Gegentreffer zum 2:4 durch VfB-Spieler Chema war lediglich eine Randnotiz.
Kurios: Als Bayern-Stadionsprecher Stephan Lehmann den Gegentreffer ansagte, bezeichnete er den Treffer als ein "schönes Tor". Das zeigt: Selbst Gegentore konnten die gute Laune nicht trüben. Auch bei Kompany nicht: Er wollte an diesem Sonntagabend einfach "die Momente voll genießen. Alles andere ist für mich jetzt nicht wichtig. Aber ab morgen fängt der Tag wieder an wie jeder Tag."
Fokus ab sofort auf Leverkusen und Paris
Der Fokus richtet sich auf die entscheidenden Halbfinalspiele – erst im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen (Mittwoch, 20:35 Uhr im Liveticker), dann in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (28. April & 6. Mai).
Auch wenn jetzt niemand daran denken mag: Misserfolge könnten die Stimmungslage sofort verändern. "Wir wissen doch auch, wie das Gerede ist, wenn wir jetzt - in Anführungsstrichen - vielleicht nur Deutscher Meister werden", sagte Sportvorstand Max Eberl bereits vor dem Spiel.
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Hoeneß gratuliert Bayern zur Meisterschaft: "Das ist beeindruckend"
Quelle: Perform
Doch mit diesem Szenario wollte er sich nicht tiefer beschäftigen. "Wir haben noch schöne Halbfinals, die wir gestalten wollen", so Eberl. "Wir können kein Ergebnis garantieren. Aber wir wollen diese Bereitschaft und Energie garantieren. Und das haben wir bislang getan."
Allzu ausgiebig würde daher auch am Abend nicht gefeiert werden, wie Kimmich ankündigte: "Ich glaube, wir werden oben in unserer Players Lounge ein bisschen zusammensitzen. Wir haben ja noch ein paar Ziele in dieser Saison."
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Leipzig-Sieg gegen Frankfurt begeistert Werner: "Macht mich stolz"
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