FC Bayern gelingt Aufholjagd in Mainz nach 0:3-Rückstand: Die Mentalitätsmonster aus München machen sich heiß auf PSG

Auch ein 0:3-Rückstand kann dem FC Bayern nichts anhaben. Der 4:3-Sieg beim FSV Mainz 05 mag sportlich überschaubaren Wert haben, ist im Hinblick auf den anstehenden Champions-League-Kracher gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain aber emotional von hoher Bedeutung. Der permanente Glaube an die eigene Widerstandsfähigkeit nötigt Trainer Vincent Kompany gehörigen Respekt ab.

Kompany ordnet Bayern-Comeback ein: "Ich liebe die Mentalität"

Quelle: Perform

0:2 hinten in Freiburg - na und? 0:3 hinten in Mainz - is was? Egal, wie tief die Grube ist, in die sich die Bayern in dieser Saison während eines Spiels eingraben - am Ende kackt die Ente eben immer von hinten.
Zum achten Mal drehten die Münchner 2025/26 in der Bundesliga einen Rückstand in einen Sieg. Erst zum dritten Mal in der Liga-Geschichte gelang es einer Mannschaft, einen 0:3-Pausenrückstand noch umzuwandeln.
Nach einer indiskutablen ersten Halbzeit, in der lauf Trainer Vincent Kompany "alles falsch gelaufen ist", zündeten die Bayern den Turbo und gewannen dank der Joker Michael Olise, Jamal Musiala und Harry Kane noch 4:3.
"Wir haben in der ersten Halbzeit vieles vermissen lassen und in der Pause ordentlich den Kopf gewaschen bekommen", verriet Leon Goretzka, der in Mainz erstmals als Kapitän des FC Bayern auflief, bei "Sky".

Kompany schwärmt von der Mentalität seiner Spieler: "Ich liebe das"

Kompany soll mächtig gepoltert haben, fand aber offensichtlich einmal mehr die richtigen Worte. "Es war viel Lob dabei", meinte der Belgier augenzwinkernd und ging danach in medias res: "Ich weiß aus meiner Spielerkarriere, wie es ist, wenn es 3:0 für den Gegner steht. Du musst die Reaktion haben, dass du das nicht akzeptierst. Die Reaktion bekommst du nicht mit Taktik, da ist viel Emotion dabei."
Man könne solche "Wunder" nur schaffen, wenn man neben der vorhandenen Qualität die richtige Mentalität mitbringe. "Wie die Mannschaft die Angst weggeschoben hat, dass sich vielleicht jemand verletzt und wie sie am Ende gejubelt hat - als hätten wir uns in der Relegation gerettet. Ich liebe das", sagte Kompany.
Als bereits feststehender deutscher Meister und drei Tage vor dem ersten Halbfinale in der Champions League bei Titelverteidiger Paris Saint-Germain (Di., 21:00 Uhr im Liveticker) hätte man es den Bayern nicht verdenken können, wenn sie gegen in der ersten Halbzeit überragende Mainzer nach dem Wechsel nicht Vollgas gegeben hätten.
Im Hinblick auf den Kracher gegen PSG kann eine derartige Aufholjagd aber zusätzliche Kräfte freisetzen.

Musiala kommt immer besser in Fahrt

"Jeder von uns ist sehr happy jetzt. Das tut uns schon gut, mit diesem Gefühl reinzugehen", sagte Jamal Musiala, der Fitness und Spielfreude sukzessive zurückerlangt. "Mein Gefühl ist viel besser, ich habe langsam wieder viel Spaß auf dem Platz. Ich kriege immer mehr Vertrauen", so der Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:3.
Kompany wollte keine Brücke schlagen zum Spiel in Paris, betonte aber, wie wichtig der Glaube ist, ungewöhnliche Dinge schaffen zu können: "Du musst erst den Glauben haben, das ist die Basis. Den Glauben daran, dass immer alles möglich ist. Wir haben es in dieser Saison schon öfter geschafft, Rückstände aufzuholen. Du brauchst in einer Saison diese Schlüsselmomente und heute war vielleicht so einer."
Dass die Superstars nach der Pause spielen würden, sei so geplant gewesen - unabhängig vom Spielverlauf. "Wir wollten natürlich kein unnötiges Risiko nehmen. Aber es ist auch nicht so, dass die hier nur auf der Bank in der Sonne sitzen können und es ist Urlaub. Ich denke, es ist wichtig, dass die Spieler im Rhythmus bleiben. Und hätten wir kein Spiel gehabt, hätten wir hart trainiert", betonte Kompany.
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Kompany über Musialas Leistung gegen Mainz: "Jamal spürt die Freiheit"

Quelle: Perform

Dieser FC Bayern ist kaum zu brechen

Generell können die Bayern darauf verzichten, ständig Spiele drehen zu müssen. Aber "am Ende war es ein bisschen geiler, als wenn wir das Spiel 3:0 gewonnen hätten", verriet Goretzka seine Gefühlswelt.
Der Sieg in Mainz war mehr als nur ein weiterer spektakulärer Kraftakt. Er zeigte, warum dieser FC Bayern selbst in schwierigen Momenten kaum zu brechen ist: Qualität, Glaube und eine Mentalität, die Kompany immer wieder hervorhebt.
Mit diesem Gefühl, dass auch ein 0:3 kein Ende bedeutet, fahren die Münchner nun nach Paris - nicht als Mannschaft, die wankt, sondern als eine, die weiß, dass sie jederzeit zurückschlagen kann.
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Kompany schwärmt von "attraktivem" Bundesligafußball

Quelle: Perform







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