Drei Dinge, die beim Bayern-Sieg gegen Werder Bremen auffielen: Goalgetter Harry Kane ist nicht das einzige Plus
Update 27/09/2025 um 09:11 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern marschiert durch die Bundesliga. Das 4:0 in der Allianz Arena am 5. Spieltag gegen den SV Werder Bremen war nicht nur auf die Klasse von Harry Kane zurückzuführen, sondern auch auf die Breite des Kaders. Dabei galt dies eigentlich als (einzige) Schwachstelle der Mannschaft von Trainer Vincent Kompany. Drei Dinge, die uns beim Heimsieg des Rekordmeisters gegen Bremen auffielen.
100 Tore! Bayern-Star Kane sprengt (fast) alle Grenzen
Quelle: Perform
Der FC Bayern lässt in der Bundesliga einen Kantersieg auf den nächsten folgen - ganz besonders zu Hause in der Allianz Arena.
Nach dem 6:0 gegen RB Leipzig und dem 5:0 gegen den Hamburger SV gab es nun im dritten Heimspiel der Bundesliga-Saison ein 4:0 gegen Werder Bremen.
"Es war eine weitere dominante Performance. Wir müssen diesen Weg beibehalten", sagte Harry Kane bei "Sky".
Der Goalgetter hatte zuvor zwei Treffer (45., Elfmeter, 65.) erzielt, die übrigen Tore gingen auf das Konto von Luis Díaz (22.) und Konrad Laimer (87.).
Drei Dinge, die bei Bayern gegen Bremen auffielen:
1.) Bischof, Boey & Co.: Bayerns Kaderbreite beeindruckt
Als Schwachstelle des FC Bayern gilt gerne die mangelnde Kaderbreite. Die Partie gegen Werder führte diesen Kritikpunkt ad absurdum. Joshua Kimmich saß aufgrund eines Infekts zunächst auf der Bank, Aleksandar Pavlovic wurde geschont. Jamal Musiala, Alphonso Davies und Josip Stanisic fehlten verletzt. Und dennoch spielte Bayern unverändert dominant - und glänzte in der Breite.
Tom Bischof gab sein Startelf-Debüt für den Rekordmeister. Als Ballverteiler strahlte der 20-Jährige viel Sicherheit aus, hatte mit 95 Ballaktionen den zweithöchsten Wert hinter Dayot Upamecano, war mit 13,2 Kilometern der laufstärkste Spieler und bereitete den Treffer zum 4:0 für Laimer vor. Dies war seine erste Torbeteiligung beim FC Bayern.
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Bayern-Profi Tom Bischof (li.) im Spiel gegen Werder Bremen
Fotocredit: Getty Images
"Das Spiel war anstrengend, aber es war einfach geil, zu spielen. Ich freue mich extrem über das erste Pflichtspiel in der Startelf", sagte Bischof und deutete an, wie wohl er sich in der Mannschaft fühlt: "Die Jungs geben mir ein gutes Feedback. Die wissen, dass ich kicken kann. Dadurch machen sie es mir extrem einfach, sie coachen mich - und dann spiele ich einfach mein Spiel."
Auch Sacha Boey - aufgrund seiner Fehleranfälligkeit oft zum Sündenbock abgestempelt - überzeugte diesmal als Rechtsverteidiger. Stark in den Zweikämpfen, aufmerksam bei Gegenangriffen: In der 26. Minute leitete Bremen nach einem misslungenen Eckball des FC Bayern einen Gegenangriff ein, doch Boey lief den Ball ab und passte zurück zu Torwart Manuel Neuer.
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Gute Kadergröße bei Bayern? Kompany ordnet die Situation ein
Quelle: Perform
"Wir haben viel gesprochen über den Kader", weiß Trainer Vincent Kompany. Doch Auftritte wie gegen Bremen stimmen ihn zuversichtlich, "dass dieser Kader sehr gut ausgerüstet sein wird, auch für die letzte Phase der Saison".
2.) Bremen wird mutiger - und wird deshalb gnadenlos bestraft
Die Werderaner brauchten lange, ehe sie ansatzweise ins Spiel fanden. Erst nach 58 Minuten musste FCB-Schlussmann Neuer einen Schuss auf das Tor parieren. Immerhin: Bremen hatte in der zweiten Halbzeit längere Ballbesitzphasen, agierte mutiger, ließ den Ball in den eigenen Reihen laufen und lauerte auf Torgelegenheiten.
Das Problem war nur: Rückten die Bremer zu weit auf, fehlte die Absicherung. Der FC Bayern ließ so etwas nicht ungestraft. Dazu war nicht einmal ein Konter notwendig. Nachdem Boey einen Pass der Bremer abfing und zurück zu Neuer spielte, gab es im Aufbauspiel sieben Stationen, ehe der ballführende Laimer die Mittellinie überquerte. Trotzdem befanden sich nur vier Werderaner hinter dem Ball.
Dann wurde Tempo aufgenommen: Schneller Pass zu Díaz, Überzahlsituation gekonnt ausgespielt, der Ball landet bei Kane im Strafraum - Tor! "Wir kannten die Abläufe vom FC Bayern. Aber sie machen das so gut, dass das nicht immer zu verteidigen ist", gab Werder-Trainer Horst Steffen zu. "Das war ein verdienter Sieg für die Bayern."
3.) Kane auch gefährlich, wenn er Chancen versiebt
Es ist längst Normalität, dass Kane pro Spiel mehrfach trifft. In sechs von bisher acht Pflichtspielen gelang dem Engländer mehr als ein Tor. In zwei Partien traf er gar dreifach. Insgesamt hat Kane bereits 15 Treffer auf dem Konto. In der Bundesliga sind es zehn Tore in fünf Spielen - der höchste Wert der Liga-Historie.
Und: Kane trifft selbst dann mehrfach, wenn er hundertprozentige Torchancen liegen lässt. Alleine in den ersten fünf Minuten hatte der Goalgetter zwei Topchancen aus kurzer Distanz. Einmal verfehlte er das Tor, einmal scheiterte er an Torwart Karl Hein (bester Bremer!). Kurios: In der 39. Minute bekam Kane den Ball von Leon Goretzka vor das leere Tor serviert, doch Werder-Verteidiger Marco Friedl verhinderte den Abschluss.
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Harry Kane erzielt für den FC Bayern München sein 100. Bundesliga-Tor
Fotocredit: Getty Images
Viele Stürmer hätten spätestens zu diesem Zeitpunkt angefangen, zu hadern. Kane machte einfach weiter - und traf. Erst per Elfmeter, später aus dem Strafraum heraus. Beeindruckend: Die Marke von 100 Pflichtspiel-Toren erreichte Kane in nur 104 Spielen. "Das ist auch für mich verrückt, um ehrlich zu sein. Es ist eine Ehre, 100 Tore für diesen großen Klub zu erreichen", so Kane. Er bedankte sich für die Unterstützung der Mitspieler, sagte allerdings auch: "Ich bin stolz darauf, das so schnell geschafft zu haben."
Zum Vergleich: Cristiano Ronaldo und Erling Haaland benötigten ein Spiel mehr, um bei Real Madrid beziehungsweise Manchester City 100 Treffer zu erzielen. Zudem hat Kane in der Bundesliga 18 Elfmeter in Serie verwandelt - natürlich ein Rekord.
"Es gibt keine Worte dafür", sagte "Sky"-Experte und Ex-Stürmer Patrick Helmes. "Beeindruckend ist, dass er sich immer wieder neu beweisen will und in jedem Spiel Tore schießt. Es waren vielleicht nicht die schwersten Tore. Aber er steht genau dort, wo er stehen muss. Er macht sehr viel richtig. Diese Gier auf das Toreschießen ist brutal." Und für die Gegner beängstigend.
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Derby-Action in Madrid: Atlético und Real im Stadtduell
Quelle: Perform
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