FC Bayern: Dayot Upamecano und der Ritt auf der Rasierklinge - Situation beim Abwehrboss erhöht Druck auf Max Eberl

Dayot Upamecano ist beim FC Bayern München zu einer Konstante geworden. Der Rekordmeister kann sich einen Abgang des Abwehrchefs daher nicht erlauben, die Vertragssituation ist für den Verein jedoch heikel. Klar ist: Die Personalie sollte nun höchste Priorität in der Chefetage des Deutschen Meisters haben. Andernfalls droht den Bayern ein Szenario wie einst bei David Alaba.

Stolzer Kompany sieht Luft nach oben: "Könnten technisch besser sein"

Quelle: Perform

Seitdem Vincent Kompany den FC Bayern übernommen hat, ist Dayot Upamecano nicht mehr aus der Viererkette wegzudenken. Bereits in der vergangenen Saison etablierte sich der französische Nationalspieler als Leader in der Defensive und war maßgeblich am Meistertitel beteiligt.
Deutlich wurde seine Bedeutung auch, als er im Champions-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand fehlte - beim Aus der Münchner war seine Abwesenheit wegen einer Knieverletzung nicht zu kompensieren.
Auch in diesem Sommer zeigt Upamecano, wie wichtig er ist. Im Supercup gegen den VfB Stuttgart bearbeitete er Stürmer Nick Woltemade mit aggressivem Pressing, was gar zum 1:0-Führungstreffer durch Harry Kane führte.
Darüber hinaus überzeugt der Rechtsfuß im Spielaufbau mit Ruhe und Übersicht. Es wirkt inzwischen so, als ob die Viererkette von Cheftrainer Vincent Kompany ohne ihn nicht funktionieren würde.

Upamecano als absolute Defensiv-Stütze

Das hohe Pressing, welches der Belgier vorgibt, ist auf den 26-Jährigen zugeschnitten. Denn Upamecano kann Fehlstellungen der Viererkette durch seine Schnelligkeit wettmachen, gleichzeitig seine Zweikampfstärke tief in der gegnerischen Hälfte unter Beweis stellen.
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Nick Woltemade (l.) lieferte sich ein körperliches Duell mit Bayerns Dayot Upamecano

Fotocredit: Getty Images

Und da der deutsche Meister stets daran interessiert ist, das Zepter in die Hand zu nehmen, so stellt der Franzose hier ebenfalls sein Können unter Beweis. In der vergangenen Bundesliga-Saison kam Upamecano auf eine Passquote von 93,9 Prozent - Ligabestwert.
Doch in dieser Abhängigkeit birgt das Problem: Upamecano bringt den Rekordmeister mit seiner vertraglichen Situation in die Zwickmühle. Sein Arbeitspapier in München läuft noch bis 2026 - das bedeutet, dass die Bayern nun in das ungemütliche Szenario geraten, das man eigentlich immer vermeiden will. Der Abwehrchef geht in sein letztes Vertragsjahr, ohne dass eine Verlängerung in Sicht ist.
Die Gespräche verlaufen schleppend. Einem Bericht der französischen "L'Équipe" zufolge, fordert der Innenverteidiger im Falle einer Vertragsverlängerung jedoch eine deutliche Gehaltserhöhung. Schon jetzt verdient der Franzose rund 16 Millionen Euro jährlich - eine Summe, die an der oberen Gehaltsgrenze des Klubs kratzt.

Davies, Kimmich und Alaba als warnende Beispiele

Die Situation ist für den FC Bayern nicht neu - und genau deshalb besonders brisant. Alphonso Davies’ Verlängerung zog sich bis Februar 2025, am Ende musste man dem Kanadier ein Gehalt von rund 15 Millionen Euro plus hohem Handgeld gewähren.
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Eberl beim Test gegen Tottenham

Fotocredit: SID

Auch bei Joshua Kimmich tat man sich schwer, die Gespräche stockten über Monate hinweg. Am Ende unterschrieb er zwar, doch mit 20 Millionen Euro jährlich gehört er ebenfalls zu den Topverdienern.
Noch gefährlicher ist das Beispiel David Alaba. Der Österreicher pochte lange auf eine deutliche Gehaltserhöhung, bekam sie nicht und verließ den Klub ablösefrei Richtung Real Madrid. Auch das Eigengewächs war bis dahin als Innenverteidiger und Leistungsträger bei den Münchnern gesetzt. Ein Szenario also, das sich bei Upamecano nicht wiederholen darf.

Bayern droht der Upamecano-GAU

Wie die "Bild" berichtet, fordert der 26-Jährige neben einer Gehaltserhöhung auch eine Ausstiegsklausel in einem neuen Vertrag. Für die Bayern wäre das ein doppeltes Risiko: Einerseits steigt die finanzielle Belastung, andererseits könnte dies mittelfristig Ungewissheit bedeuten.
Sportvorstand Max Eberl weiß, dass die Personalie höchste Priorität haben muss. Einen Abwehrchef mit einem Marktwert von rund 50 Millionen Euro ablösefrei ziehen zu lassen, wäre enorm bitter. "Es ist auf jeden Fall ein Ziel mit Upa zu verlängern. Nach den Verlängerungen ist vor den Verlängerungen", erklärte Eberl zuletzt.
Doch während die Vereinsführung drängt, zeigt sich Upamecano gelassen. Im Juli betonte er im Rahmen der Klub-WM: "Jetzt ist nicht der Moment, über meinen Vertrag zu reden." Für die Bayern hingegen ist genau jetzt der Moment gekommen. Jeder weitere Aufschub erhöht das Risiko eines ablösefreien Abgangs - und damit eines sportlichen und finanziellen GAUs.
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Quelle: SNTV


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