FC Bayern spielt RB Leipzig zum Saisonstart an die Wand: Drei Dinge, die beim Tor-Festival in München auffielen
Update 23/08/2025 um 14:35 GMT+2 Uhr
Perfekter Saisonstart für den FC Bayern München, Albtraum-Debüt für Leipzigs Trainer Ole Werner: Der Rekordmeister präsentierte sich mit dem 6:0 (3:0) gegen die Sachsen bereits am 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison in Meisterform. Neuzugang Luis Díaz fügte sich in das funktionierende Gebilde nahtlos ein, auf Harry Kane und Michael Olise war sowieso Verlass. Drei Dinge, die uns auffielen.
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Quelle: Perform
Einen besseren Auftakt hätte sich der FC Bayern München nicht wünschen können.
"Ein 6:0 zu Hause gegen RB Leipzig ist absolut ein Statement", sagte ein zufriedener Joshua Kimmich bei "Sky."
Für die Tore sorgten Michael Olise (27., 42.), Luis Díaz (32.) und Harry Kane (64., 74., 78.), dem in der zweiten Halbzeit ein Hattrick gelang.
Die Kraftverhältnisse waren so eindeutig, dass Leon Goretzka sogar Mitgefühl mit den unterlegenen Gästen hatte: "Ich würde auf keinen Fall sagen, dass der Gegner zu schlecht war. Ich glaube, wir haben alles versucht. Es ist ein undankbares Los, gleich im ersten Spiel hier in der Allianz Arena antreten zu müssen."
Drei Dinge, die bei Bayern gegen Leipzig auffielen:
1. Olise, Díaz und Kane: Bayern nicht zu stoppen
Der FC Bayern strahlte drei Dinge aus: Dominanz, Spielfreude und Offensivpower! Der Treffer zum 2:0 durch Díaz war ein Paradebeispiel dafür. Unfassbare 34 Ballkontakte hatte der FC Bayern, ehe die Kugel beim Kolumbianer ankam und dieser eiskalt traf. Überhaupt ist der Sommer-Neuzugang voll in das Spielsystem des FC Bayern integriert.
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Bayern-Neuzugang Luis Diáz im Duell mit Leipzigs Ridle Baku
Fotocredit: Imago
Seine beiden Vorlagen zum 4:0 und 5:0 auf Kane zeugten von hohem Spielverständnis. Als der FC Bayern einen Konter über das ganze Spielfeld vollendete, legte Díaz genau im richtigen Augenblick für Kane vor. Noch bemerkenswerter war, wie er zehn Minuten später lässig mit der Hacke auf den Engländer weiterleitete.
Das Zusammenspiel auf der linken Seite zwischen Josip Stanisic und Díaz mag ausbaufähig sein. Dafür aber scheint er sich mit seinen Offensiv-Kollegen Olise, Kane und Serge Gnabry beinahe blind zu verstehen. "Luis ist erst ein paar Wochen hier, aber wir haben bereits eine gute Verbindung", sagte Kane.
- Das Match-Protokoll: So lief Bayern gegen Leipzig
Effektiv waren sie alle: Kane verbuchte einen Hattrick, Olise einen Doppelpack, Gnabry zwei Torvorlagen. Der Hunger nach Toren ist groß. "Man hat schon gespürt, dass das 3:0 für uns nicht genug war", sagte Kimmich in Bezug auf den Halbzeitstand. Genug ist offensichtlich nicht genug - also packte der Rekordmeister noch drei Tore oben drauf.
Was das Erfolgsgeheimnis des FC Bayern ist? "Man hat das Gefühl, dass wir mit einer gewissen Basis in die Saison starten", führte Kimmich aus. "In den Saisons davor war es immer unruhig, wir hatten viele Trainerwechsel und sind wieder von null gestartet. In dieser Saison hatten wir keine lange Vorbereitung, aber man merkt, dass wir Automatismen und Prinzipien haben." Dazu passt, dass der FC Bayern saisonübergreifend seit zehn Bundesligaspielen ungeschlagen ist.
2. Tah hält sein Versprechen
Jonathan Tah wurde verpflichtet, um die Verteidigung des FC Bayern anzuführen. Der deutsche Nationalspieler erklärte kürzlich in einem Interview, wie er seine Führungsrolle interpretiert. Er sei kein Lautsprecher, wolle dafür aber mit Leistung vorangehen. Nach dem ersten Bundesligaspiel lässt sich festhalten: Tah hält, was er verspricht.
Um das einmal in Zahlen auszudrücken: Tah hatte eine Passquote von 96,2 Prozent, gewann 83,3 Prozent der Zweikämpfe und hatte 65 Ballaktionen.
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Bayern-Abwehrspieler Jonathan Tah
Fotocredit: Getty Images
Der Innenverteidiger nahm seinen Gegenspieler Loïs Openda in den ersten 45 Minuten komplett aus dem Spiel. Wann auch immer der Belgier in die gefährlichen Räume gelangte: Tah war längst zur Stelle und klärte die Situation.
Kamen die Leipziger doch einmal zum Abschluss, blockte Tah den Schuss eben mit seinem Körper ab. Kurz vor der Halbzeit vereitelte er auf diese Weise gleich zwei Torschüsse.
Und doch ist Tah nicht unbezwingbar. Romulo, der in der Halbzeit für den überforderten Openda eingewechselt wurde, stellte den Bayern-Abwehrboss vor größere Schwierigkeiten. Gleich bei einem der ersten Zweikämpfe verschätzte sich Tah, konnte die Situation nur mit einem Foul klären und sah die Gelbe Karte.
Beim vermeintlichen Gegentreffer durch Antonio Nusa, der wegen eines nicht korrekt ausgeführten Freistoßes zurückgenommen wurde, wirkte Tah unglücklich. Doch das Positive überwiegt - auch für ihn persönlich: "Ich fühle mich im gesamten Umfeld sehr, sehr wohl, im Verein und mit den Jungs. Es macht Spaß."
3. Werner erlebt Albtraum-Debüt
Ole Werner ist ein Mensch, der sich die Emotionen nicht anmerken lässt. Er schaute relativ neutral, als er nach dem Abpfiff über das Spielfeld marschierte. Und doch dürfte es in ihm rumoren. Ein 0:6 beim Bundesliga-Debüt mit dem neuen Klub gleicht einem Albtraum.
Es war die höchste Bundesliga-Niederlage der Vereinsgeschichte. Oder um es mit den Worten von Werner zusammenzufassen: "Eine desaströse Leistung."
Seine Analyse: Man habe es "nicht geschafft, im Spielverlauf als Mannschaft auf dem Platz zu stehen." Die Gegentore "fielen zu einfach", nach dem aberkannten Treffer zum 1:4 "brechen wir wirklich auseinander. Das darf uns nicht passieren."
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Ole Werner (Mitte) beim Leipzig-Debüt in München
Fotocredit: Getty Images
Kapitän David Raum wählte drastischere Worte, sprach vom "Worst-Case-Fall" und fasste zusammen: "Wir haben direkt aufs Maul bekommen."
In den ersten 45 Minuten war RB Leipzig vor allem eines: hoffnungslos unterlegen! Entlastung durch Ballbesitz? Fehlanzeige. Leipzig lief in einer defensiven 5-4-1-Formation lediglich dem Ball hinterher.
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Werner nach Debakel ernüchtert: "Das muss man erst mal verdauen"
Quelle: Perform
Immerhin: Mit den Einwechslungen von Antonio Nusa und Romulo lag Werner richtig. Beide sorgten zu Beginn der zweiten Halbzeit für mehr Spielkontrolle. Umso bitterer, dass ausgerechnet in der besten Phase von RB das 0:4 per Konter zustande kam.
Überhaupt macht die Verteidigung von Leipzig einen löchrigen Eindruck. Zur Erinnerung: In der 1. Runde des DFB-Pokals kassierte der Bundesligist gegen den Regionalligisten SV Sandhausen zwei Gegentreffer innerhalb der ersten 18 Minuten (Endstand: 4:2).
Die Konsequenz lautet für Werner: "Wir haben eine Menge Arbeit vor uns."
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SotipptderBoss: HSV punktet zum Liga-Start
Quelle: Eurosport
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