FC St. Pauli dreht Spiel gegen FC Augsburg am Millerntor - Kiezkicker noch ungeschlagen und mit Startrekord

Der FC St. Pauli rockt weiter die Bundesliga. Die Hamburger besiegten den FC Augsburg am Millerntor mit 2:1 (1:1) und stellten einen Startrekord auf: Sieben Punkte hatte der Kiez-Klub nach drei Spieltagen in der ersten Liga noch nie auf dem Konto. Lange sah es nicht nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel aus, doch Daniel Sinani ließ den Kiez mit seinem direkt verwandelten Freistoß (77.) beben.

Danel Sinani schoss St. Pauli zum 2:1-Heimsieg

Fotocredit: Getty Images

Das Millerntorstadion kochte, als der Startrekord und der Sprung auf einen Königsklassen-Platz perfekt waren. "Die Nummer eins der Stadt sind wir", sangen die Fans des FC St. Pauli auch weit nach Abpfiff noch immer. 
Kein Wunder, durch das hart erkämpfte 2:1 (1:1) gegen den FC Augsburg unterstrichen die Kiezkicker in gewisser Weise nochmals ihre Vormachtstellung in Hamburg: Während der große HSV im Tabellenkeller steckt, eroberte St. Pauli Rang vier. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung auf den Rängen.
"Es war eine brutale Mentalitätsleistung", schwärmte Trainer Alexander Blessin am "DAZN"-Mikrofon, während seine Spieler das Bad in der Menge genossen. "Das war auf beiden Seiten eine hochintensive Angelegenheit." Lange hatte es nicht nach dem zweiten Sieg im dritten Spiel ausgesehen, doch Daniel Sinani ließ den Kiez mit seinem direkt verwandelten Freistoß (77.) beben. "Das macht riesigen Spaß, hier spielen zu dürfen mit den Fans", sagte der Siegtorschütze.
Augsburgs Neuzugang Fabian Rieder hatte die Gäste zuvor in Führung (16.) gebracht. Zum Ausgleich traf Andréas Hountondji, der kurz vor dem Pausenpfiff einen Handelfmeter im Nachschuss verwandelte (45.). Sieben Punkte hatte der Kiez-Klub nach drei Spieltagen in der ersten Liga noch nie auf dem Konto. Augsburg kassierte im dritten Spiel unter Trainer Sandro Wagner seine zweite Niederlage. Die ganz große Euphorie ist erst einmal verflogen.
St. Pauli, das mit der selben Elf startete wie beim Derby-Sieg gegen den Hamburger SV (2:0), tat sich im ausverkauften Millerntorstadion zunächst enorm schwer, Augsburg stand defensiv ausgesprochen stabil und setzte vorne immer mal wieder Nadelstiche.

Rieder bringt FCA per Kopf in Führung

So auch nach einer guten Viertelstunde, als Han-Noah Massengo von links punktgenau auf den zweiten Pfosten flankte, wo Rieder aus kurzer Distanz per Kopf wenig Mühe hatte.
Imponierend: Augsburgs neuer Offensivspieler traf direkt mit seinem ersten Torschuss im FCA-Trikot. Zudem setzte sich eine Serie fort: Auch der sechste Augsburger Treffer in dieser Bundesliga-Saison wurde von einem unterschiedlichen Spieler erzielt.

Pauli gleicht mit Elfer-Nachschuss aus

Und St.Pauli? Hatte weiterhin Probleme, eine Lücke in der gut organisierten Gäste-Abwehr zu finden. Im letzten Drittel fehlte es an Präzision. Turbulent wurde es erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs. Die Gastgeber erhöhten nun den Druck - und profitierten vor dem Ausgleich von einer VAR-Überprüfung. Nach einem abgeblockten Hountondji-Schuss entschied Schiedsrichter Harm Osmers nach Ansicht der Videobilder auf Handelfmeter. In der hitzigen Nachspielzeit sah Wagner noch die Gelbe Karte.
Im zweiten Durchgang übernahmen die Braun-Weißen das Kommando. Mathias Pereira Lage (47.) und Sinani (57.) fanden in Augsburg-Keeper Finn Dahmen ihren Meister, ein Flachschuss von Pauli-Neuzugang Martijn Kaars rauschte um Zentimeter vorbei (65.). Doch auch die Gäste blieben bei ihren Kontern gefährlich, in der 69. Minute bewahrte Nikola Vasilj sein Team mit einer spektakulären Doppel-Parade vor dem erneuten Rückstand. Wenig später traf Sinani sehenswert vom rechten Strafraumrand.
(SID)
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Quelle: Perform


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