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Hoeneß verrät Jackson-Details, belehrt Eberl und lobt Bayern-Transfersommer: "Wir sind der eigentliche Gewinner"
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Update 07/09/2025 um 17:40 GMT+2 Uhr
Uli Hoeneß hat die Kritik am Transfersommer vom FC Bayern München vehement zurückgewiesen. "Wir sind der eigentliche Gewinner des Transfersommers, weil wir eine sehr starke Mannschaft haben", sagte Hoeneß im "Sport1-Doppelpass" und ergänzte mit Blick auf die zahlreichen verpassten Wunschspieler: "Natürlich hätten wir gerne Florian Wirtz gehabt, aber für 150 Millionen hätten wir den nie gekauft."
Uli Hoeneß lobt den Transfersommer des FC Bayern München
Fotocredit: Getty Images
Die Bayern hatten im Sommer mehrere Wunschspieler wie Wirtz, Nick Woltemade oder Nico Williams nicht bekommen. Auch Woltemade, der letztlich für bis zu 90 Millionen Euro zu Newcastle United gewechselt war, sei "ein guter Fußballer, ein super netter Kerl", sagte Hoeneß, "aber er ist keine 90 Millionen wert."
Das Problem sei vor allem die finanzkräftige Konkurrenz im Ausland. "Das ist ja Monopoly", schimpfte Hoeneß: "Rücke vor bis zur Schlossallee, dann kommt irgendein Scheich und dann kannst du kaufen."
Sich nur auf die Petrodollars zu verlassen, sei jedoch keine gute Strategie, denn: "Irgendwann haben die Scheichs auch mal die Schnauze voll."
Dass die Bayern Nicolas Jackson vom FC Chelsea für eine Leihgebühr von 16,5 Millionen Euro holten, sieht Hoeneß indes nicht kritisch. "Wenn ich einen Spieler für fünf Jahre für 80 Millionen kaufe, kostet das im Jahr ja auch 16 Millionen an Abschreibung", rechnete Hoeneß vor.
Hoeneß: "Haben genug Geld"
Die Jackson-Leihe habe man so aber aus der "Portokasse" bezahlen können. Außerdem habe die Spielerseite selbst 3,5 Millionen Euro der Leihgebühr übernommen. Die Kaufpflicht von 65 Millionen Euro greife indes nur, wenn Jackson diese Saison 40 Pflichtspiele von Beginn an absolviere, verriet Hoeneß - "und die macht er nie".
Die Bayern hätten im Kader nun eine gute Mischung aus gestandenen Profis und Nachwuchsspielern, lobte Hoeneß. Zudem bekomme man im November "drei Neuzugänge, die nichts kosten", sagte der 73-Jährige mit Blick auf die noch verletzten Jamal Musiala, Alphonso Davies und Hiroki Ito. Fazit: "Tatsache ist: Wir sind sehr zufrieden mit dem Transfersommer."
Sollte der FC Bayern derweil "feststellen, dass wir international gut drauf sind und vielleicht Chancen haben, ganz weit zu kommen, dann können wir im Januar noch nachlegen", betonte Hoeneß: "Wir haben genug Geld, um das zu tun."
Hoeneß belehrt Eberl
Der Ehrenpräsident wurde im "Doppelpass" auch zum Verhältnis zu Sportvorstand Max Eberl befragt und vermied es, sich hinter den Ex-Gladbacher und -Leipziger zu stellen. Er "halte nichts von Lippenbekenntnissen, entscheidend ist, wie wir zusammenarbeiten, und die Zusammenarbeit ist gut", sagte er.
Trotzdem attestierte er Eberl, zu dünnhäutig zu sein. "Karl-Heinz Rummenigge und ich haben uns oft gestritten wie die Besenbinder, aber wenn die Tür hinter uns zu ging, war das wieder okay. Max ist da ziemlich empfindlich", meinte Hoeneß.
Der 51-Jährige habe seine Schwierigkeiten damit, Entscheidungen als Team zu treffen. "Das wäre auch für Max gut, wenn er endlich begreift, dass man das auf mehrere Schultern verteilt. Ich glaube schon, dass er damit so seine Probleme hat", mutmaßte Hoeneß.
Hoeneß: "Werde immer mein Maul aufreißen"
Außerdem meinte er: "Wenn ich Max einen Rat geben darf - und das habe ich ihm auch schon persönlich gesagt: Er muss schauen, dass er im Juni, Juli die Transfers für die kommende Saison macht, wenn die großen Vereine noch nicht aktiv sind. Wenn du dann in den letzten zwei, drei Tagen mittendrin bist, dann wird es schwer."
Insgesamt habe er selbst kein Problem damit, sich als Ehrenpräsident und Aufsichtsratmitglied auf sein Anwesen am Tegernsee und damit aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. So gäbe es durchaus Tage, an denen er "keine Sekunde über den FC Bayern nachdenke".
Jedoch stellte er klar: "Wenn Dinge nicht so gut laufen, werde ich immer mein Maul aufreißen." Deswegen hätten er und Rummenigge sich auch noch nicht vollends zurückgezogen. "Was wir suchen, ist ein Team, das sehr gut zusammenpasst. Das haben wir bisher nicht gefunden", so Hoeneß vielsagend.
Es wäre sogar "viel schöner, wenn wir gar nicht eingreifen müssten. Aber wir können nicht nicht eingreifen, wenn wir das Gefühl haben, gewisse Dinge laufen nicht richtig. In dem Moment, in dem wir die richtigen Leute am richtigen Posten haben, werden sich Karl-Heinz und ich mich zurückziehen."
Hoeneß kritisiert Nagelsmanns Weltmeister-Ziel
Das öffentlich formulierte Weltmeister-Ziel von Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht Hoeneß indes kritisch. "Ich finde es nicht besonders gut, schon jetzt vom Titel zu sprechen. Deutschland kann das schaffen, aber da muss wirklich alles passen. Und im Moment passt eben nicht alles", sagte er.
Nach dem Debakel in der Slowakei (0:2) war Nagelsmann nicht von seinen Ambitionen für das Mammutturnier im kommenden Jahr in den USA, Kanada und Mexiko abgerückt.
"Das Ziel ist nach wie vor das gleiche. Es zu ändern, wäre unglaubwürdig. Aber natürlich stehe ich heute nicht überragend gut da, das weiß ich", sagte der Bundestrainer am Donnerstagabend in Bratislava: "Aber es wäre ein fatales Zeichen zu sagen, wir wollen nicht mehr Weltmeister werden."
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Nagelsmann: "Mannschaft hat untereinander ein paar Dinge geklärt"
Quelle: Perform
Nagelsmann weiter der richtige DFB-Trainer?
Hoeneß fordert jedenfalls eine "klare Leistungssteigerung" für das zweite WM-Qualifikationsspiel am Sonntag (20:45 Uhr im Liveticker) in Köln gegen Nordirland. "Sonst wird es schwierig", sagte der 73-Jährige, der auch die Spieler in der Pflicht sieht.
Für die Emotionalität, die Nagelsmann in der Slowakei vermisst hatte, seien die Profis "selbst verantwortlich".
Hoeneß kritisierte dennoch, dass es ihm überhaupt nicht gefalle, "dass viele Trainer ständig etwas verändern. Wir spielen nie mit derselben Mannschaft", monierte er.
Eingespielt zu sein, sei aber "so wichtig". Trotz der jüngsten Kritik sei Nagelsmann aber "natürlich" weiter der richtige Trainer. "Man kann nicht nach einem Spiel den Stab über ihn brechen", betonte Hoeneß.
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(mit SID)
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Baumann über Slowakei-Debakel: "Hat jeden getroffen"
Quelle: Perform
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