Hamburger SV bezwingt 1. FC Heidenheim am vierten Spieltag zu Hause und feiert ersten Bundesliga-Sieg seit Mai 2018

Der Hamburger SV hat am vierten Bundesliga-Spieltag den ersten Sieg seit der Rückkehr ins Fußball-Oberhaus gefeiert. Beim 2:1 (1:0)-Heimsieg des HSV gegen den 1. FC Heidenheim brachte Luka Vuskovic (41. Minute) die Gastgeber in Führung und erzielte den ersten Bundesliga-Treffer der Hamburger seit Mai 2018. Rayan Philippe für den HSV (59.) sowie Adam Kölle (90.+3) für die Gäste trafen ebenfalls.

Der Hamburger SV

Fotocredit: Getty Images

Erste Tore, erster Dreier: Der Hamburger SV hat eine lange Bundesliga-Durststrecke beendet und den ersten Dreier seit seiner Erstliga-Rückkehr gefeiert. Sieben Jahre und vier Monate oder 2688 Tage hatten die Hamburger keinen Sieg mehr im Oberhaus errungen und auch keinen Treffer mehr erzielt, ehe Luka Vuskovic die HSV-Fans am Samstagnachmittag mit dem Führungstor erlöste.
Während die Norddeutschen mit nun vier Punkten erst einmal durchpusten können, bleibt Heidenheim als einziger Bundesligist punktlos - und Tabellenletzter.
Vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion lieferten sich beide Teams einen intensiven Fight mit etlichen Chancen. Vor allem Heidenheim dürfte den vielen vergebenen Gelegenheiten nachtrauern, ein ums andere Mal rettete HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes für seine nicht immer sattelfeste Defensive.
"Wenn man am vierten Spieltag ein Endspiel hat, wäre das neu", hatte HSV-Trainer Merlin Polzin vor der Partie gesagt und die kniffelige Tabellensituation nach dem schwachen Saisonstart beider Mannschaften relativiert: "Aber natürlich wollen wir mit aller Macht einen Sieg erreichen."

Heidenheim erwischt besseren Start

Diese Energie übertrug sich allerdings zunächst nicht auf den Rasen. Heidenheim diktierte in der Anfangsphase Spieltempo und -rhythmus - und kam zu guten Torchancen. Gleich dreimal war es Heuer Fernandes, der sein Team vor einem frühen Rückstand bewahrte.
Erst hechtete der HSV-Keeper erfolgreich nach einem Kopfball von Luca Kerber, keine 60 Sekunden später parierte er gegen Jan Schöppner (12.). Und auch beim Flachschuss von Arijon Ibrahimovic tauchte Heuer Fernandes reaktionsschnell ab (18.).
In der Folge stabilisierten sich die Gastgeber und kamen ihrerseits zu ersten Gelegenheiten. Nachdem Fabio Vieira (21.) und Ransford Königsdörffer (27.) das Ziel noch verfehlten, erlöste Vuskovic die HSV-Fans.

Vuskovic bricht sich "wahrscheinlich zwei Finger"

erzielte für den Hamburger SV das erste Tor nach der Rückkehr in die Fußball-Bundesliga - trotz einer Verletzung, die er sich selbst zugefügt hatte. "Nachdem ich die große Chance vergeben hatte, habe ich dummerweise gegen den Pfosten geschlagen", sagte der Verteidiger. Seine erste Diagnose: "Ich habe mir wahrscheinlich zwei Finger gebrochen."
Vuskovic stand nach dem 2:1 (1:0)-Erfolg im Kellerduell gegen den 1. FC Heidenheim mit dick bandagierter rechter Hand in den Katakomben des Volksparkstadions, Zeige- und Mittelfinger waren nach seinem selbst verschuldeten Pfosten-Malheur in der 28. Minute geschient. Und doch strahlte der 18-Jährige übers ganze Gesicht.
"Das Tor bedeutet mir eine Menge", sagte der Kroate nach seinem fulminanten Heimdebüt für den HSV: "Es ist ein verrücktes Stadion mit verrückten Fans und einer verrückten Atmosphäre. Ich bin sehr stolz auf das Team." Vuskovic, jüngerer Bruder des wegen Dopings gesperrten HSV-Verteidigers Mario Vuskovic, war zum Ende des Transferfensters gekommen, er ist für ein Jahr von Tottenham Hotspur ausgeliehen.

HSV zittert sich zum Sieg

Nach einem Freistoß traf der 18-Jährige aus sieben Metern. Doch Heidenheim blieb gefährlich, Ibrahimovic und Mikkel Kaufmann ließen aber auch zwei weitere Hochkaräter vor der Pause aus.
Auch im zweiten Abschnitt blieb Heuer Fernandes im Fokus und verhinderte gegen Kaufmann und Ibrahimovic den möglichen Ausgleich. Erst der Philippe-Treffer nach punktgenauer Vorarbeit von Vieira gab den Gastgebern mehr Sicherheit.
(SID)
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Quelle: Perform


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