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HSV siegt im wilden Nordderby gegen Werder Bremen - Poulsen vom Pechvogel zum Derbyhelden: "Mehr geht gar nicht"
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Update 08/12/2025 um 11:43 GMT+1 Uhr
Yussuf Poulsen strahlte. "Mein erstes Tor, im Nordderby, vor der Nordkurve - mehr geht gar nicht", sagte der Derbyheld vom Hamburger SV nach seinem emotionalen 3:2-Siegtreffer gegen Werder Bremen und scherzte: "Ich kann jetzt meine Karriere beenden." Das wird Poulsen natürlich nicht tun, der dänische Routinier hat mit dem Aufsteiger aus der Hansestadt in dieser Saison noch viel vor.
Der Hamburger SV und Yussuf Poulsen (M) jubeln nach dem Derbysieg gegen Werder Bremen
Fotocredit: Getty Images
Yussuf Poulsen breitete die Arme weit aus und brüllte seine unbändige Freude heraus. Immer wieder, die Stimme des Dänen überschlug sich.
"Mein erstes Tor, im Nordderby, vor der Nordkurve - mehr geht gar nicht", sagte der Stürmer des Hamburger SV wenig später, binnen Sekunden war er vom Pechvogel zum Derbyhelden mutiert: "Ich kann jetzt meine Karriere beenden."
Poulsen war überglücklich nach dem 3:2 (0:1)-Triumph seiner "Rothosen" in einem emotionalen Duell mit dem Erzrivalen Werder Bremen. Und er war natürlich ganz weit davon entfernt, ernsthaft an ein Ende seiner Laufbahn zu denken.
Vielmehr soll der wild bejubelte Siegtreffer in der 84. erst die Initialzündung sein für eine erfolgreiche Zeit an der Elbe. Trainer Merlin Polzin sieht in dem 31-Jährigen einen Schlüsselspieler für sein Team.
HSV auch dank Poulsen voll im Soll
"Yussi arbeitet extrem hart. Ich habe es schon mehrfach betont, dass sein Wert für die Mannschaft als Führungsspieler und mit seiner Erfahrung extrem groß ist", sagte Polzin: "Er trägt in vielen Momenten in der Kabine in Einzelgesprächen und Gruppengesprächen etwas dazu bei, dass wir jetzt mit 15 Punkten in der Bundesliga da stehen."
Poulsen ist weit mehr als nur ein Torjäger für Polzin und den Aufsteiger, der viele Youngster in seinen Reihen hat. Im Derby hatte es ihn vor seiner Einwechslung in der 82. Minute in langer Daunenjacke auch mal zur Seitenlinie gezogen, wo er Aboubaka Soumahoro coachte.
Doch ohne Frage will der langjährige dänische Nationalspieler, der auch noch auf die WM-Teilnahme seines Landes hofft, seine Akzente auf dem Platz setzen.
Nach zwölf Jahren bei RB Leipzig war er mit der Aussicht auf viel Spielzeit nach Hamburg gewechselt. Blessuren am Oberschenkel und der Hüfte machten aus dem eingeplanten Stammspieler aber erst einmal einen Sorgenfall.
Polzin lobt anfälligen Poulsen
Mit muskulären Verletzungen hat Poulsen schon lange zu kämpfen. Insofern gilt es für das Trainerteam des HSV, weiter die Belastung des Derbyhelden mit viel Fingerspitzengefühl zu dosieren.
"Wir wissen um seine Situation", sagte Polzin: "Umso schöner ist es, dass er uns mit seinem Treffer den Sieg holen konnte."
Poulsen, der sich nun eine leidensfreie Zeit ersehnt, kostete den besonderen Moment voll aus - weitere sollen folgen.
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(SID)
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