Jadon Sancho vor erneuter Rückkehr zum BVB - was er Borussia Dortmund wirklich kosten würde und warum Schwarz-Gelb noch pokert
Update 06/08/2025 um 13:17 GMT+2 Uhr
Geht die Zusammenarbeit von Jadon Sancho und Borussia Dortmund in die dritte Runde? Der BVB soll weiterhin am Engländer interessiert sein. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Zuletzt soll laut "Sky" das Interesse am einstigen Publikumsliebling allerdings gesunken sein. Das hängt vor allem mit dem Preis von Sancho zusammen. Die Borussia bekommt allerdings auch Konkurrenz aus Italien.
Jadon Sancho spielte bereits zweimal für den BVB
Fotocredit: Getty Images
Juventus Turin buhlt schon länger um den ehemaligen englischen Nationalspieler. Es soll dort auch schon zu einer Vereinbarung gekommen sein, dass Sancho auf Gehalt verzichtet. Berichten zufolge wäre der Engländer bereit, auf gut 50 Prozent seines Salärs zu verzichten.
Das wäre für Borussia Dortmund auch notwendig. Bei seinem aktuellen Verein Manchester United liegt das Gehalt wohl irgendwo zwischen 16 und 20 Millionen Euro. Für den BVB ist das nicht stemmbar.
Aber: Selbst bei einem Verzicht um die Hälfte wäre der 25-Jährige sofort einer der Topverdiener bei den Schwarz-Gelben. Rechnet man eine Ablösesumme von rund 20 Millionen und einen langfristigen Vertrag über fünf Jahre hinzu, so läge das Gesamtpaket schnell bei rund 70 Millionen Euro.
Auch deshalb seien die BVB-Bosse um Sportdirektor Sebastian Kehl und Geschäftsführer Sport Lars Ricken nicht vollends überzeugt von einer erneuten Rückholaktion. Außerdem zweifele die Führungsetage an der zu erwartenden sportlichen Entwicklung, die zuletzt mehr und mehr "stagnierte".
BVB-Fokus auf Chukwuemeka und Silva?
Dennoch beobachtet Dortmund die Situation um Sancho genau und wartet womöglich noch weiter ab, was sich zum Ende der Transferphase durchaus lohnen könnte. Denn: Sollte Sancho kurz vor Ende des Transferfensters immer noch keinen neuen Klub gefunden haben, dürfte der Preis noch einmal fallen.
Anders sieht die Situation bei einem anderen Engländer aus. Mit Carney Chukwuemeka ist sich der BVB grundsätzlich einig, man buhlt noch mit Chelsea um ein mögliches Leihgeschäft. Der 21-jährige Offensivspieler spielte bereits letztes Jahr auf Leihbasis bei der Borussia. Chelsea wollte den Spieler bislang nur verkaufen, soll nun aber bereit sein, über eine weitere Leihe mit Kaufpflicht, die an eine gewisse Anzahl von Pflichtspielen geknüpft ist, nachzudenken.
Auch ein Stürmer-Backup für Serhou Guirassy ist hoch im Kurs. Fábio Silva soll auf dem Wunschzettel des BVB stehen. Gespräche mit dem Spieler gab es schon, die Wolverhampton Wanderes wollen wohl mindestens 20 Millionen Euro.
Eurosport-Einschätzung: Jadon Sancho kennt den BVB und die Bundesliga, die Dortmunder brauchen dringend einen Außenspieler. Die Ablöse für den Engländer ist bezahlbar, aber das Gehalt wird der Knackpunkt. An Sanchos aktuellem Verein wird es nicht scheitern. Sie wollen den 25-Jährigen unbedingt loswerden. Dortmund pokert, spielt auf Zeit. Sollte der Preis kurz vor dem Deadline-Day weiter fallen, dürfte der BVB zuschlagen.
Transferwahrscheinlichkeit: 40 Prozent
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Quelle: Perform
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