FC Bayern: Doch keine Hospitanz für Jérôme Boateng: Fans mit Protesten gegen Weltmeister von 2014 im Spiel gegen BVB

Nach Protesten der Anhänger des FC Bayern wird Jerome Boateng keine Hospitanz beim deutschen Rekordmeister absolvieren. Das teilten die Münchner nach dem 3:0-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach am Samstagabend mit. "In einem konstruktiven Austausch, den der FC Bayern und Jerome Boateng in dieser Woche hatten, wurde entschieden, dass Jerome Boateng nicht beim FC Bayern hospitieren wird", hieß es.

Kompany wiegelt Boateng-Frage ab: "Guter Versuch..."

Quelle: Perform

Boateng fühle sich mit dem FC Bayern "sehr verbunden und möchte nicht, dass der FC Bayern aufgrund der aktuellen kontroversen Diskussion um seine Person Schaden nimmt".
Er selbst hatte via Instagram ebenfalls ein Statement abgegeben: "Lieber FC Bayern, lieber Vincent, nach den jüngsten Diskussionen um meine Person bin ich zu dem Entschluss gekommen, mich auf meine Themen – die A-Lizenz, RYZR und Arena2 zu konzentrieren. Da ist gerade mein Fokus drauf und Euer voller Fokus sollte einzig und allein dem Platz gehören – und dem Ziel, diese beeindruckende Serie von 13 Siegen in Folge fortzuführen."
Boateng, Weltmeister von 2014, hatte im Sommer seine Karriere als Spieler beendet und will künftig als Trainer arbeiten. Die Bayern hatten ihm in Person von Trainer Vincent Kompany eine Hospitanz angeboten. Geplant war angeblich ein Praktikum über zehn Tage. Die Verantwortlichen der Münchner hatten dies auch nach den ersten Protesten der Fans gebilligt.
Die Anhänger in der Südkurve hatten zunächst beim Spiel gegen Borussia Dortmund (2:1) am vergangenen Samstag mit Transparenten gegen Boateng protestiert. Am Mittwoch beim Champions-League-Spiel gegen den FC Brügge (4:0) präsentierten sie ein weiteres Banner, auf dem zu lesen stand: "Gegen Machtmissbrauch und physische & psychische Gewalt in Beziehungen."
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FC-Bayern-Fans protestieren erneut mit einem Banner gegen die Hospitanz von Jerome Boateng

Fotocredit: Getty Images

Boateng bestreitet Vorwürfe

Grund für die Proteste ist ein Urteil des Landgerichts München I vom Juli 2024. Boateng war dabei wegen vorsätzlicher Körperverletzung an einer ehemaligen Partnerin schuldig gesprochen und verwarnt worden. Als vorbestraft gilt er nicht.
Boateng bestreitet, jemals eine Frau geschlagen zu haben. Die Vorsitzende Richterin erklärte bei der Verkündung des Urteils, der Vorwurf des notorischen Frauenschlägers sei nicht zu halten gewesen sei.
Für die erwiesenen Anklagepunkte erhielt Boateng eine Geldstrafe von 200.000 Euro sowie eine Verwarnung mit Strafvorbehalt.
(SID)
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