Bayer Leverkusen: Kompletter Umbruch in Saison eins nach Xabi Alonso und Florian Wirtz - das kommt auf Erik ten Hag zu

Der Sommer 2025 ist eine Zäsur in der Geschichte von Bayer Leverkusen. Die Ära Xabi Alonso ist zu Ende - die wohl erfolgreichste für Bayer, die mit dem Double-Gewinn 2024 und einer ungeschlagenen Saison gekrönt wurde. Nun ist der Erfolgscoach bei Real Madrid und Nachfolger Erik ten Hag startet mit einem völlig neuen Kader in ein neues Kapitel der Werkself. Der Kader im Check.

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Quelle: Eurosport

Alleine am Mittwoch gab es drei offizielle Transfernews aus Leverkusen. Zwei Neuzugänge und ein Abgang wurden vermeldet. Mit Amine Adli verließ schon der achte Leistungsträger der Vorsaison den Verein. Er wechselt in die Premier League zum AFC Bournemouth.
Dafür kamen mit Loïc Badé und Claudio Echeverri zwei neue Spieler dazu - ersterer für 25 Millionen Euro festverpflichtet vom FC Sevilla, letzterer per Leihe von Manchester City. Bei der Verpflichtung des Argentiniers stach man dem Vernehmen nach auch Borussia Dortmund aus.
Der Start in die neue Ära verlief schleppend. In der Vorbereitung kassierte die Mannschaft - zu einer frühen Phase - ein 1:5 gegen die U20 von Flamengo, auch in den anschließenden Testspielen waren Licht und Schatten zu erkennen. Im ersten Pflichtspiel gab es zwar einen standesgemäßen 4:0-Erfolg gegen den Regionalligisten Sonnenhof Großaspach, deutlich wurde dieser Sieg aber erst nach einer doppelten Überzahl für den Meister von 2024.
Der Verein habe einen Umbruch "gebraucht", sagte ten Hag, "jetzt müssen wir eine neue Ära aufbauen." Im ersten Bundesligaspiel gegen TSG Hoffenheim (Samstag, 15:30 Uhr im Liveticker) werden wohl mindestens sieben neue Namen in der Startformation stehen.

Bayer Leverkusen: Das ist neu

Fast alles. Die komplette Achse der Alonso-Mannschaft hat den Verein verlassen: Torwart Lukas Hradecky ging zur AS Monaco, Abwehrchef Jonathan Tah zum FC Bayern, Leader Granit Xhaka zum AFC Sunderland, Jeremie Frimpong und natürlich der offensive Dreh- und Angelpunkt, der Superstar Florian Wirtz, gingen zum FC Liverpool.
Mit Leihspielern stehen zwölf Spieler auf Seite der Abgänge. Demgegenüber stehen elf Zugänge. Das Erbe von Wirtz soll dabei durch ein Kollektiv an jungen, hochveranlagten Spielern angetreten werden: Malik Tillman kam für 35 Millionen Euro von PSV Eindhoven, Ibrahim Maza für 12 Millionen von Hertha BSC.
Auch Echeverri könnte in eine ähnliche Rolle schlüpfen. Die Innenverteidigung stellt sich mit Badé und Jarell Quansah von Liverpool neu auf. Statt dem Duo Lukas Hradecky/Matej Kovar steht nun Mark Flekken zwischen den Pfosten, auch Ersatzkeeper Janis Blaswich stieß neu zum Team.
Mit Ernest Poku kam auch ein junger Flügelspieler von AZ Alkmaar aus der Eredivisie. Die Mannschaft ist komplett runderneuert.
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Jarell Quansah ist der teuerste Neuzugang von Bayer Leverkusen

Fotocredit: Getty Images

Bayer Leverkusen: Die neue Hoffnung

Dadurch gibt es auch eine Reihe an Spielern, die zu neuen Hoffnungsträgern werden können - sogar müssen, wenn man die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre weiterschreiben möchte.
Die Wahl fällt an dieser Stelle auf Ibrahim Maza. Der 19-Jährige kann am ehesten in Sachen Jugend, Talent und Spielanlage das Label "Wirtz-Nachfolger" für sich beanspruchen. In der zweiten Liga kam er im vergangenen Jahr in 33 Spielen bei der Hertha auf zehn Scorer-Punkte.
Wenn der Deutsch-Algerier in Leverkusen den nächsten Schritt macht, kann das komplizierte Jahr eins nach Alonso zu einem Erfolg werden.

Bayer Leverkusen: Das Fragezeichen

Die große Frage bei Bayer hängt weniger an einer einzelnen Personalie, sondern daran, was auf Zu- und Abgangsseite noch alles passiert bis zum Ende des Transferfensters am 1. September. Victor Boniface soll vor dem Abgang stehen, Patrik Schick könnte dann als einziger echter Mittelstürmer im Kader stehen.
Die größte Baustelle befindet sich aber nach dem Abgang von Granit Xhaka im zentralen Mittelfeld. Routinier Robert Andrich rückt nach, neben ihm könnte Aleix Garcia stehen, Exequiel Palacios ist als spielstärkster Akteur noch verletzt und auch um ihn ranken sich Abgangsgerüchte.
Xhaka ist die einzige Planstelle, die nicht eins zu eins nachbesetzt wurde. Qualitativ und von seinem Führungsanspruch her ist der Schweizer - ebenso wie Wirtz - kaum ersetzbar. An dieser Stelle steht - trotz oder gerade wegen fehlender Neuzugänge - ein größeres Fragezeichen.
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Ten Hag erklärt: Darum ist Andrich neuer Bayer-Kapitän

Quelle: Perform

Bayer Leverkusen: Hier ist noch Bedarf

Viel Bedarf wurde geschaffen, viele Lücken wieder geschlossen. Es war bereits ein sehr anstrengender Sommer für den Sportvorstand Simon Rolfes.
Wenn Boniface und Palacios noch gehen sollten, wären diese Positionen noch neu zu besetzen. Generell sind diese Positionen wohl die am wenigsten tief besetzten im Bayer-Kader.

Bayer Leverkusen: Das kommt auf Erik ten Hag zu

Trotz der zahlreichen Transferbewegungen kurz vor dem Ligastart sieht der Trainer einen gefestigten Teamgeist bei Bayer. "Das sieht man. Die Mannschaft, die Kabine - die wachsen zusammen. Das ist gut". Die neuen Spieler hätten "die Kultur von Bayer schon verinnerlicht", betonte der Niederländer.
Genau daran wird sich der neue Coach messen lassen müssen. Eine Meistersaison a la Alonso erwartet niemand von dem Ex-Manchester-United-Coach. Einen Platz unter den ersten Vier der Tabelle wäre allerdings schon ein Muss für die Werkself.
Dazu muss Ten Hag einen völlig neuen Kader schnell auf Linie bringen. Es gehe nun darum, "schnell die Abläufe reinzubekommen", so der Niederländer: "Wir haben alles getan, um optimal vorbereitet zu sein. Das erste Spiel läuft bei keinem Team richtig rund."
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Quelle: Perform


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