VfL Wolfsburg trennt sich von Sportdirektor Sebastian Schindzielorz - Nächstes Aus nach Trainer Paul Simonis

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat weitere Konsequenzen aus der sportlichen Krise gezogen und sich von Sportdirektor Sebastian Schindzielorz getrennt. Das gab der Verein nur vier Tage nach der Freistellung von Trainer Paul Simonis bekannt. Der 46-Jährige sei am Donnerstag von seinen Aufgaben entbunden worden, hieß es in der Vereinsmitteilung der Wölfe aus der Autostadt.

Auch Sebastian Schindzielorz muss beim VfL Wolfsburg gehen

Fotocredit: Getty Images

Das Trainerbeben hallte noch nach, da bekam der nächste die Konsequenzen des sportlichen Absturzes zu spüren: Nur vier Tage nach der Entlassung von Paul Simonis hat sich der kriselnde VfL Wolfsburg von Sportdirektor Sebastian Schindzielorz getrennt. Der taumelnde Klub steht vor einem Umbruch.
"Sebastian hat für den VfL Wolfsburg immer vollen Einsatz gezeigt – loyal, engagiert und mit hoher fachlicher Kompetenz. In der aktuellen sportlichen Situation haben wir jedoch entschieden, dass wir auf dieser Position neue Impulse benötigen", sagte Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen, der die Aufgaben von Schindzielorz vorübergehend mit übernehmen wird, am Donnerstag.
Damit muss der VfL, der eigentlich mit dem Ziel Europapokal in die Saison gestartet war, inmitten der sportlichen Talfahrt nicht nur einen Trainer, sondern auch einen neuen Sportdirektor finden.
Ein Name, der sich in den Medien hartnäckig hält, ist der von Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth. Laut "kicker" soll sich der VfL auch mit Tim Steidten, zuletzt bei West Ham United tätig, beschäftigen.

Unruhige Zeiten in Wolfsburg

So oder so stehen den Wolfsburgern unruhige Zeiten bevor. Bereits am Sonntag hatte sich der Klub von Trainer Simonis nach nur vier Monaten getrennt. Im Vorfeld war spekuliert worden, ob es aufgrund der anhaltenden Erfolgslosigkeit zum personellen Kahlschlag kommen würde. Der "kicker" und die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" (WAZ) hatten berichtet, dass Christiansen und Schindzielorz auf dem Prüfstand stünden.
Nun traf es zunächst Schindzielorz, der seit Februar 2023 als Sportdirektor für die Wölfe tätig gewesen war und in seiner Spielerkarriere von 2008 bis 2013 das VfL-Trikot getragen hatte. Ziel sei es nun, die sportliche Leitung mit Christiansen und einem neuen Sportdirektor "schnellstmöglich zu komplettieren", teilte Wolfsburg mit.
Die Zeit drängt, die Lage ist ernst. Nur zwei Siege aus zehn Spielen, Kampf im Keller auf Platz 14 statt Angriff auf die europäischen Ränge - die Wende auf dem Platz soll interimsweise U19-Coach Daniel Bauer einleiten. Dieser hatte bereits im Frühjahr nach der Trennung von Ralph Hasenhüttl die Mannschaft für die letzten beiden Spieltage übernommen.
Sportlich steckte Wolfsburg damals bereits im Niemandsland der Tabelle fest. Dieses Mal geht es um mehr - und gleich zwei Posten müssen besetzt werden.
(SID)
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Quelle: Perform


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