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Marie-Louise Eta leitet erstes Training beim 1. FC Union Berlin - 34-Jährige als erste Cheftrainerin der Bundesliga
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Update 15/04/2026 um 12:04 GMT+2 Uhr
Marie-Louise Eta bleibt weiterhin das Gesprächsthema Nummer eins in der Fußball-Bundesliga. Die 34-Jährige, die seit Samstag die erste Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte ist, leitete am Dienstag ihr erstes Training beim 1. FC Union Berlin - und zeigte sich im Anschluss sehr positiv gestimmt. Geschäftsführer Horst Heldt hat indes alle Hände voll zu tun, das Sportliche in den Fokus zu rücken.
Eta leitet Training bei Union Berlin als Cheftrainerin
Quelle: SNTV
Als Marie-Louise Eta um 10:56 Uhr überpünktlich den Rasen betrat, war der Andrang groß. Rund 40 Journalisten beobachteten am Dienstagvormittag, wie die neue Trainerin von Union Berlin ihre historische Mission begann.
Bei ihrer ersten Einheit wirkte der erste weibliche Chefcoach der Bundesliga-Geschichte jedoch unbeeindruckt vom jüngsten Hype – Eta war sofort voll in ihrem Element.
Immer wieder lachte sie gemeinsam mit ihrem Trainerteam, ehe sie die Mannschaft mit den Worten "Okay Jungs, kommt zusammen!" in einen Kreis beorderte und bei Nieselregen eine Ansprache hielt.
Die ersten Übungen, die noch vom Athletiktrainer geleitet wurden, begutachtete Eta zunächst vom Rand. Nach dem Aufwärmen übernahm die neue Chefin; mit lauten und klaren Ansagen trieb sie die Profis an. "Vollgas", hallte es über den Trainingsplatz.
Eta nach Training: "Guter Auftakt"
"Immer wenn man auf dem Fußballplatz ist, fühlt man sich wohl - da findet viel Fußball statt. Deswegen geht es mir sehr gut", sagte Eta nach dem Training. Es habe eine "sehr gute Energie, positive Stimmung und viel Intensität" geherrscht, sie sei "sehr einverstanden mit der ersten Einheit", so Eta: "Das war ein guter Auftakt."
Nach ihrem ersten Auftritt in neuer Rolle wird der Trubel um Eta auch in den kommenden Tagen kaum abnehmen. Am Donnerstag gibt sie ihre erste Pressekonferenz als Chefin, am Samstag (15:30 Uhr im Liveticker) folgt das Debüt gegen den VfL Wolfsburg vor 22.000 Zuschauern in der Alten Försterei.
Und Eta brennt darauf. "Sie war sofort bereit, die Aufgabe zu übernehmen, und hat sich sehr über das Vertrauen gefreut, das wir ihr signalisiert haben", sagte Horst Heldt, Unions Geschäftsführer Profifußball.
Bei Eta überstrahlt die Personalie das Sportliche
Während es für Eta vor allem um Fußball geht und darum, mit einem Sieg gegen Wolfsburg den Klassenerhalt so gut wie perfekt zu machen, überstrahlt die geschichtsträchtige Personalie zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung weiterhin das Sportliche.
Natürlich gibt es unheimlich viel Zuspruch – und doch schlug Eta zuletzt in sozialen Medien auch Hass entgegen. Union stärkte der Trainerin klar den Rücken, Heldt reagierte erzürnt.
Auch Inka Grings, 2019 beim SV Straelen erste Trainerin eines Männervereins der obersten vier Ligen, verurteilte die Posts.
"Die Schwachköpfe, die diese Äußerungen tätigen, interessieren mich wenig. Dumme Sprüche aus der Ferne sind immer einfach. Es ist aber schockierend und zeigt ein Bild unserer Gesellschaft - zum Glück nur eines kleinen Teils", sagte sie dem SID.
Eta schon erste Co-Trainerin der Bundesliga
Für Eta, die in der Saison 2023/2024 bereits als erste Co-Trainerin in der Bundesliga für Aufsehen gesorgt hatte, dürften derweil nur die finalen fünf Bundesliga-Spieltage zählen.
Mit sieben Punkten Vorsprung auf Relegationsrang 16 ist die Ausgangslage für die Interimstrainerin gut, aber mit nur zwei Siegen aus den vergangenen 14 Spielen erlebte Union unter ihrem entlassenen Vorgänger Steffen Baumgart eine zweite Saisonhälfte zum Vergessen.
Daher versucht Heldt aktuell auch, alle Fragen nach Etas Zukunft abzuwiegeln, wobei er eine feste Anstellung als Trainerin der ersten Männer-Mannschaft explizit nicht ausschloss. Eigentlich ist vorgesehen, dass die bisherige U19-Trainerin ab der kommenden Saison das Frauenteam in der Bundesliga übernimmt.
"Jetzt ist es erst mal wichtig", so Heldt, "sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und sich gut vorzubereiten auf das Spiel gegen Wolfsburg. Das wird keine leichte Partie werden." Marie-Louise Eta, das war am Dienstag zu sehen, wird bereit sein.
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(SID)
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Quelle: SID
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