FC Bayern München - Max Eberl reagiert auf Transfer-Vorgabe von Uli Hoeneß: "Kaufen ist einfacher als leihen"

Max Eberl hat auf der Pressekonferenz des FC Bayern München vor der Partie am 1. Spieltag der Bundesliga gegen RB Leipzig auf die Transfervorgaben von Ehrenpräsident Uli Hoeneß reagiert. "Das, was Uli in der Öffentlichkeit sagt, ist intern auch angesprochen. Ich erfahre nicht durch die Öffentlichkeit, was los ist", stellte der Sportvorstand mit Blick auf das Interview von Hoeneß mit der "SZ".

Eberl scherzt wegen Woltemade: "Vielleicht leiht Stuttgart ihn noch"

Quelle: Perform

"Wir haben die Voraussetzung, dass der Klub für sich gesagt hat, dass wir sparen wollen", erklärte Eberl seinen Handlungsspielraum im Verein.
"Wir haben Kingsley Coman zusätzlich verkauft, was jetzt nicht unbedingt der Plan war", gab der 51-Jährige einen überraschenden Einblick und schob in Anspielung auf die Vorgaben von Hoeneß hinterher: "Jetzt ist die Aufgabe, eine Leihe zu machen."
Der Kader des deutschen Rekordmeisters ist in der Offensiv extrem dünn besetzt. Für die drei Positionen im offensiven Mittelfeld stehen durch den langfristigen Ausfall von Jamal Musiala, den bevorstehenden Wechsel von Paul Wanner und die weiteren Abgänge von Coman, Leroy Sané, Thomas Müller sowie Mathys Tel nur noch vier arrivierte Kräfte zur Verfügung.
Zu den Flügelspielern Michael Olise, Luis Díaz und Serge Gnabry kommt der verletzungsanfällige Raphael Guerreiro. Daneben soll Cheftrainer Vincent Kompany mit Lennart Karl, Jonah Kusi-Asare und Wisdom Mike drei Talente heranführen.

Kompany: "Neuer wird nicht im Sturm spielen"

Für die hochgesteckten Ziele an der Isar ist das zu wenig, was auch Eberl bewusst ist. "Wir müssen jetzt kreativ werden. Es ist keine einfache Aufgabe auf dem Markt - ehrlicherweise - bei dem, was andere Ligen und Vereine ausgeben", betonte der Funktionär.
Auf die von Eberl geforderte Kreativität angesprochen, reagierte Coach Kompany mit einem Augenzwinkern: "Manuel Neuer wird nicht im Sturm spielen", witzelte der Belgier, der sich aber nicht in die Opferrolle drängen lassen wollte.
picture

Eberl mit Spitze gegen Wanner: "Gehört auch Mut dazu"

Quelle: Perform

Auch Eberl war um Optimismus bemüht. "Wir werden den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte der gebürtige Niederbayer, bevor er noch einmal auf die besondere Herausforderung durch das Leihgebot von Hoeneß einging.
"Wenn ich jetzt zu anderen Vereinen gehe und nach großen Spielern frage, die unsere Qualität wirklich erhöhen würden, dann wird das wahrscheinlich eher eine Absage erfahren", so Eberl.

Eberl ironisch: Vielleicht leiht der vfb ja woltemade aus

Dennoch dürfe man nicht kopflos sein und müsse versuchen, mit einem klaren Plan jene Spieler zu identifizieren, die dem Verein aktuell weiterhelfen könnten. Allerdings musste auch Eberl eingestehen, dass es keine leichte Aufgabe sei.
"Kaufen ist einfacher als Leihen", gab der Sportvorstand der Münchner zu. Bei Leihgeschäften würde "eine Kausalkette entstehen, die eben nicht einfach ist. Gerade am Ende einer Transferperiode kommen natürlich dann ganz, ganz kuriose Geschichten auch schon mal zum Tragen", ergänzte der 51-Jährige.
Jüngst war der Wechsel von Wunschspieler Nick Woltemade vom VfB Stuttgart für über 60 Millionen Euro geplatzt.
Ob sich vielleicht bei Woltemade doch noch was tun könnte, wurde Eberl am Donnerstag gefragt. "Ich glaube, dass so viel darüber gesprochen worden ist. Der Stand ist, glaube ich, dass es vom Tisch ist. Keine Ahnung, was bis zum 1. September passiert. Vielleicht leiht Stuttgart ihn nochmal an uns. Wir können ja leihen", antwortete der Bayern-Vorstand mit viel Ironie.
picture

Kompany freut sich über Angriffslust im Team: "Haben Bock drauf"

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung