Wahnsinn in der Nachspielzeit! Ricky-Jade Jones rettet St. Pauli einen späten Punkt - El-Mala-Treffer reicht Köln nicht

Horror-Serie beendet: Kellerkind FC St. Pauli hat in der Fußball-Bundesliga das erste Mal seit Mitte September gepunktet. Nach neun Liganiederlagen in Folge erkämpfte sich das Team von Trainer Alexander Blessin am Nikolaus-Tag beim Aufsteiger 1. FC Köln ein glückliches 1:1 (0:0)-Unentschieden. Ricky-Jade Jones traf für den Kiezklub in der vierten Minute der Nachspielzeit zu Ausgleich.

Ricky-Jade Jones trifft in der Nachspielzeit für den FC St. Pauli

Fotocredit: Getty Images

Kölns Trainer Lukas Kwasniok wischte sich nach den verrückten Schlusssekunden gegen den FC St. Pauli die Tränen der Enttäuschung aus dem Gesicht, als vor ihm alle Dämme brachen: Die Hamburger hüpften nach dem 1:1 (0:0) ungläubig über den Rasen und feierten das spektakuläre Ende ihrer Horror-Serie dank Super-Joker Ricky-Jade Jones.
"Natürlich nehmen wir das wie einen Sieg. Wir haben den Trend gebrochen", jubelte St. Paulis Verteidiger Eric Smith über das erlösende Remis nach zuvor neun Liganiederlagen in Folge. Bundesliga-Debütant Jones wusste gar nicht, wie ihm geschah: "Wir müssen die Mentalität haben, immer weiterzumachen, um am Ende etwas zu bekommen. Das haben wir heute getan."
Mit seinem Kopfball in der vierten Minute der Nachspielzeit traf der Engländer die Kölner ins Mark und sorgte für den ersten Punktgewinn des Kiezklubs seit Mitte September. Verrückt: Für Jones war es seit seinem Wechsel aus der englischen dritten Liga im Sommer das erste Pflichtspiel für St. Pauli. Zudem war es der einzige Torschuss der Hamburger in der gesamten Partie.
Kölns Torschütze Said El Mala, der mit einem sehenswerten Solo für die Führung der Hausherren gesorgt hatte (51.), ärgerte sich. "Wir können das 2:0 und 3:0 machen. Das müssen wir uns selbst auf die Kappe schreiben, Pauli hatte nix", sagte El Mala bei "Sky": "Das tut extrem weh." Und auch Marvin Schwäbe, der vor dem Ausgleich wegrutschte, meinte: "Das fühlt sich wie eine Niederlage an. Es ist extrem bitter für die Mannschaft."

Waldschmidt trifft den Pfosten

Während der FC im Mittelfeld der Tabelle bleibt, schöpft St. Pauli neuen Mut. Vier Tage nach dem Pokalcoup bei Borussia Mönchengladbach (2:1) sendete die Mannschaft von Trainer Alexander Blessin das nächste Lebenszeichen. Der Sololauf von El Mala wähnte Köln bis in die Schlusssekunden auf der Siegerstraße, doch Jones und der überragende Torhüter Nikola Vasilj sorgten doch noch für den achten Punkt der Hamburger.
Aufseiten Kölns kam El Mala erstmal als Stoßstürmer zum Einsatz - und sorgte in einer ereignisarmen ersten Hälfte noch für die meiste Gefahr. Nach einem Steckpass lief er zunächst frei auf Torwart Nikola Vasilj zu, doch verstolperte (8.).
Danach folgte eine Dreifachchance. El Mala scheiterte aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Vasilj, Luca Waldschmidt setzte einen Nachschuss an den Pfosten und auch Verteidiger Sebastian Sebulonsen konnte das Chaos im Strafraum aus zehn Metern nicht nutzen (21.).
Die Gäste wiederum hatten kaum Ideen nach vorne, verzeichneten im gesamten ersten Abschnitt keinen einzigen Torschuss.

El Mala läuft allen davon

Nach dem Seitenwechsel war es wieder El Mala, der für Gefahr sorgte - und diesmal auch traf. Nach einer Ecke für St. Pauli schnappte er sich einen Befreiungsschlag von Waldschmidt, schüttelte seinen Gegenspieler ab und sprintete aus der eigenen Hälfte in Richtung Vasilj. Vor dem Kasten blieb El Mala cool und verwandelte sicher unter die Latte.
Köln kontrollierte die Partie in der Folge weiter. St. Pauli fand keine Ansätze um für Gefahr zu sorgen. Stattdessen verpasste Waldschmidt die Vorentscheidung zum 2:0 (79.). Stattdessen traf St. Pauli spät.
(SID)
picture

SotipptderBoss: Hoffenheim verschärft BVB-Krise

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung