Eurosport
Tatjana Haenni wird neue CEO bei RB Leipzig - Schweizerin erste Frau im deutschen Profifußball als Geschäftsführerin
Von
Update 10/12/2025 um 11:55 GMT+1 Uhr
Die Schweizerin Tatjana Haenni wird neue CEO beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig. Wie der Klub am Mittwoch mitteilte, wird die 59-Jährige ab dem 1. Januar die Geschäftsführung leiten. Damit besetzen die Roten Bullen die Stelle, die nach dem Abgang von Oliver Mintzlaff im November 2022 vakant war. Haenni ist die erste Frau, die einen Verein im deutschen Profifußball führt.
Tatjana Haenni übernimmt als neue CEO bei RB Leipzig
Fotocredit: Getty Images
Eine Frau als Ober-Boss im Männer-Fußball: Die Schweizerin Tatjana Haenni wird zum Jahreswechsel neue CEO beim Bundesligisten RB Leipzig – und schreibt damit Geschichte. Die legitime Nachfolgerin des vor drei Jahren abgetretenen RB-Machers Oliver Mintzlaff ist damit die erste Klubchefin im deutschen Oberhaus.
Sie sei überzeugt, sagte Haenni, "dass wir mit einem starken Teamwork und dem Fokus auf die Stärken von RB Leipzig noch viel Potenzial ausschöpfen können". Und fügte an: "Ich kann es kaum erwarten, im Januar zu starten und den Klub noch besser und intensiver kennenzulernen. Gemeinsam wollen wir den erfolgreich eingeschlagenen Weg weitergehen und unsere ambitionierten Ziele verwirklichen."
Als Spielerin absolvierte Haenni 23 Länderspiele für die Nationalmannschaft der Schweiz. Nach ihrer aktiven Karriere arbeitete sie unter anderem für die UEFA, die FIFA und den Schweizerischen Fußballverband.
Bis zuletzt war sie als Chief Sporting Director für die US-amerikanische Frauen-Profiliga NWSL tätig. Bei RB wird sie der Geschäftsführung mit Johann Plenge (Business), Florian Hopp (Administration) und Marcel Schäfer (Sport) vorstehen.
Mintzlaff erhofft sich "frische Impulse"
"Sie hat uns und die Gremien in den Gesprächen mit ihrer Expertise überzeugt sowie mit der Kombination aus Fachkenntnis, Führungsstärke und strategischem Denken", sagte Mintzlaff, der das Amt an der RB-Spitze im November 2022 verlassen hatte, in die Geschäftsführung von Red Bull aufgestiegen war und mittlerweile als Aufsichtsratsvorsitzender der Leipziger fungiert.
Von Haennis Verpflichtung verspreche er sich "neuen Input und frische Impulse, damit wir für die Zukunft gerüstet sind und den steigenden Anforderungen weiterhin gewachsen bleiben."
RB nach schwacher Saison zurück in Erfolgsspur
Nach der enttäuschenden Vorsaison, in der Leipzig als Tabellensiebter das internationale Geschäft verpasst hatte, ist der Verein unter dem neuen Trainer Ole Werner zurück in der Erfolgsspur. Derzeit sind die Sachsen als Zweiter der erste Jäger von Bayern München – und damit auf bestem Wege, wie angepeilt in die Champions League zurückzukehren.
Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass RB acht Punkte hinter dem deutschen Rekordmeister liegt und eigentlich den Anspruch hegt, mittelfristig die Meisterschaft anzugreifen. Auf dieses Ziel soll sicherlich auch die Personalie Haenni einzahlen.
Derweil hatten es schon vor der 59-Jährigen andere Frauen in die Chefetagen deutscher Klubs geschafft. Anne-Kathrin Laufmann (Geschäftsführerin Sport und Nachhaltigkeit bei Werder Bremen), Christina Rühl-Hamers (Finanzvorstand bei Schalke 04) oder einst Katja Kraus (von 2003 bis 2011 Vorstand Kommunikation und Marketing beim Hamburger SV) sind bekannte Beispiele. Nur allein an der Spitze stand eine Frau noch nie.
Das könnte Dich auch interessieren: Salah-Theater überschattet Liverpool-Sieg: "Gibt einiges zu klären"
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/12/10/image-4bff426f-1e29-4c23-aae5-e4459dc3134e-85-2560-1440.jpeg)
Szoboszlai und van Dijk äußern sich zu Salah-Saga
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung