TSG 1899 Hoffenheim hält Champions-League-Chance durch Sieg gegen Bremen am Leben - Werder schafft Klassenerhalt

Um 20.25 Uhr durfte Daniel Thioune endlich durchatmen. Der Trainer von Werder Bremen hatte nach dem 0:1 (0:1) bei der TSG Hoffenheim mit seinem Team längst das Stadion verlassen, als der Klassenerhalt dank Bayern Münchens Sieg beim VfL Wolfsburg mit Verspätung doch noch perfekt war. Ein drohendes Nervenspiel gegen Borussia Dortmund bleibt den Grün-Weißen am letzten Spieltag somit erspart.

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Quelle: Eurosport

Der eigene Anteil am Erreichen des Saisonziels war am Samstag allerdings verschwindend gering. Werder agierte nach der frühen Roten Karte für Yukinari Sugawara (5.) in Unterzahl, Hoffenheims Bazoumana Touré (26.) schoss das einzige Tor der Begegnung.
"Wie wir nach der Roten Karte das Spiel bestritten haben, davor muss ich den Hut ziehen", sagte Bremens Kapitän Marco Friedl bei "Sky". Die Entstehung des Gegentores mache ihn jedoch "unfassbar wütend. Das ist Kindergarten."
Die TSG hat nach dem Heimsieg weiterhin die Möglichkeit, sich für die Champions League zu qualifizieren. Weil zeitgleich aber Stuttgart gegen Leverkusen gewann, ist Hoffenheim bei diesem Vorhaben in Mönchengladbach auch vom Ergebnis des punktgleichen VfB abhängig, der das deutlich bessere Torverhältnis hat.
Daniel Thioune hatte vor dem Spiel betont, den Klassenerhalt gerne aus eigener Kraft sichern zu wollen. "Das ist mir sehr wichtig", sagte der 51-Jährige, der im Februar das Traineramt in Bremen übernommen hatte: "Das ist der Auftrag, der an mich gerichtet war."

Sugawara sieht frühe Rote Karte

Doch schon kurz nach Anpfiff stand das Vorhaben auf wackligen Füßen: Sugawara trat Touré rücksichtslos in die Wade und sah nach Videobeweis von Schiedsrichter Sören Storks zurecht die Rote Karte (5.).
In Unterzahl zog sich Werder bei gegnerischem Ballbesitz tief in die eigene Hälfte zurück, die TSG tat sich so zunächst schwer, Chancen herauszuspielen. Zur Mitte der ersten Hälfte hatten die Hausherren mehr als 60 Prozent Ballbesitz, wirkten in ihren Offensivaktionen aber nervös. So waren es schläfrige Bremer, die Hoffenheims Führung ermöglichten: Bei einer schnell ausgeführten TSG-Ecke war Werders Abwehr überhaupt nicht auf der Höhe, Touré bedankte sich.
Vor 28.128 Zuschauern versuchten die Norddeutschen dennoch, Nadelstiche zu setzen, Justin Njinmahs Versuch aus der Distanz geriet aber deutlich zu hoch (30.). Werder hielt mit neun Feldspielern insgesamt gut mit, Hoffenheim erspielte sich vor dem Pausenpfiff keine hochkarätigen Möglichkeiten mehr.
Die Gäste blieben auch zu Beginn des zweiten Abschnitts agil und verbuchten mehrere Torannäherungen, die beste Gelegenheit vergab Njinmah (50.). Bei der Flanke von Wouter Burger, die an den Pfosten klatschte, hatte der SVW jedoch Glück (61.). Die Partie lebte nun vor allem von der Spannung, beide Teams lauerten auf ihre Chance.
(SID)
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Quelle: Perform


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