VfB Stuttgart und Nick Woltemade legen Fehlstart bei Union Berlin hin - Ilyas Ansah und Frederik Rönnow als Matchwinner

Der VfB Stuttgart hat einen Fehlstart in die neue Bundesligasaison hingelegt. Das Team um Nick Woltemade verlor beim 1. FC Union Berlin mit 2:1 (2:0). Ilyas Ansah schoss bei seinem ersten Spiel in der ersten deutschen Spielklasse die Köpenicker mit einem Doppelpack (18./45.+4) zum Sieg. Joker Tiago Tomás traf zum Anschluss (86.). Der überragende Mann auf dem Platz war Union-Keeper Frederik Rönnow.

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Quelle: Eurosport

Nick Woltemade sank beim Abpfiff enttäuscht zu Boden, dann stapfte der Stürmerstar des VfB Stuttgart in Richtung Bank und schob Frust. Statt beim Bundesliga-Start bei Union Berlin zumindest zum Retter eines mageren Pünktchens zu werden, erwischten der Vizemeister und sein umworbener Angreifer einen kompletten Fehlstart in die neue Spielzeit. Woltemades vermeintlicher Ausgleich tief in der Nachspielzeit zählte wegen einer Abseitsstellung nicht.
"Das tut natürlich weh", sagte VfB-Kapitän Atakan Karazor nach dem 1:2 (0:2) am "Sky"-Mikrofon. 91 Tage nach dem Gewinn des DFB-Pokals scheiterte der VfB bei seiner Rückkehr in die Hauptstadt zweimal am Aluminium, der Anschlusstreffer von Tiago Tomas (86.) kam zu spät.
Die Berliner bejubelten einen Überraschungscoup zum Start in die Spielzeit 2025/26 - und den Aufstieg eines potenziell neuen Fanlieblings. Der vom Zweitligisten SC Paderborn verpflichtete Ilyas Ansah (18., 45.+4) feierte mit seinem Doppelpack ein perfektes Bundesligadebüt.
"Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Das sind Momente, von denen man immer geträumt hat", sagte Ansah ungläubig. Bei seinen Treffern habe er "gar nicht nachgedacht, es ist einfach passiert".

Konfetti-Unterbrechung in Berlin

Im stimmungsvollen Stadion An der Alten Försterei ging kurz nach dem Anpfiff zunächst nichts: Eine bunte Konfetti-Choreografie der Heimfans sorgte für eine ungeplante Unterbrechung, vor dem Tor von Union-Torhüter Frederik Rönnow regnete es kleine Papierfetzen in den Vereinsfarben Rot, Weiß und Gelb.
Schiedsrichter Robert Hartmann unterbrach das Spiel für rund sechs Minuten. Abhilfe schafften erst herbeigeeilte Ordnungskräfte mit Laubbläsern.

Union schlägt eiskalt zu

Rönnow, vor dem Anpfiff als Unions bester Spieler der Vorsaison gekürt, ließ sich von der Pause nicht ablenken und war sofort hellwach: Nach einer Flanke von Nationalspieler Maximilian Mittelstädt köpfte Julian Chabot aus kurzer Distanz wuchtig aufs Tor und zwang Rönnow zu einer Glanztat (12).
Die Chance war die Folge der spielerischen Stuttgarter Überlegenheit, aus der der VfB aber zu wenig machte. Die Unioner, die in der Vorbereitung Defizite in der Chancenverwertung hatten, bewiesen dagegen Effizienz. Ansah traf aus rund 25 Metern sehenswert zur überraschenden Führung.

Rönnow lässt Stuttgart verzweifeln

Stuttgart tat sich nach dem Rückschlag schwer. Die vorderste Reihe um Woltemade war zu wenig ins Spiel eingebunden, auch Flanken fanden selten Abnehmer. Wirklich nah kam Stuttgart dem Ausgleich erst kurz vor der Pause.
Nach feiner Vorarbeit von Woltemade scheiterte VfB-Kapitän Atakan Karazor an Rönnow und dem Pfosten (44.). Erneut bestrafte Ansah den VfB: Der 20-Jährige schloss einen von ihm miteingeleiteten Konter mustergültig ab. "Gerade das zweite Gegentor müssen wir besser verteidigen", sagte Deniz Undav bedient.
Nach der Pause blieb Stuttgart offensiv im Pech. Undav köpfte den Ball an die Latte, Mittelstädts wuchtigen, aber zu zentralen Nachschuss parierte Rönnow (49.). Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß drängte auch danach auf den Anschluss, Karazor scheiterte knapp per Kopf (57.). Das versöhnliche Ende nach Tomas' Anschluss blieb aus: Woltemade (90.+6) jubelte vergebens.
(SID)
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Quelle: Perform


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