Werder Bremen hat Daniel Thioune als neuen Trainer verpflichtet: Erstes Bundesligaspiel gegen den SC Freiburg

Bundesligist Werder Bremen hat Daniel Thioune als Nachfolger für den entlassenen Trainer Horst Steffen geholt. Die Norddeutschen gaben die Verpflichtung des 51-Jährigen am Mittwoch bekannt. Thioune, der bis Oktober den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf trainiert hatte, ist ab sofort Cheftrainer und soll die Bremer vor dem Abstieg bewahren. Zur Vertragslaufzeit machte der Klub keine Angabe.

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Quelle: Perform

Daniel Thioune begann seine knifflige Rettungsmission bei Werder Bremen voller Überzeugung und Tatendrang. In der warmen Kabine richtete der neue Hoffnungsträger die ersten Worte ans Team, dann schwor er den wankenden Traditionsklub auf dem Rasen bei Eiseskälte auf einen heißen Abstiegs-Endspurt ein.
Trotz fehlender Bundesliga-Erfahrung soll Thioune die krisengeschüttelten Bremer als Nachfolger des entlassenen Horst Steffen vor dem Absturz bewahren.
"Wir müssen zusehen, dass Energie freigesetzt wird und zu sehen ist, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht, die sich zerreißt", forderte Thioune bei seiner Vorstellung am Mittwoch.
Er werde "in drei Tagen nicht korrigieren können, was in den drei Monaten nicht optimal lief", es gehe darum zu zeigen, "wie wir deutlich erfolgreicher sein können – auch wenn es nur Nuancen sind."

Thioune soll die Wende bringen

Clemens Fritz, der Steffen im Sommer noch als "Wunschlösung" und Nachfolger des freigestellten Ole Werner präsentiert hatte, zeigte sich "überzeugt", dass Werder mit Thioune "den Turnaround" schaffen werde. "Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung", sagte der Sportchef.
Thioune wollte eigentlich "All-in" gehen und mit Fortuna Düsseldorf in dieser Saison in die Bundesliga aufsteigen, jetzt hat es der Trainer auf andere Art ins Oberhaus geschafft. Als 1a-Lösung galt Thioune allerdings nicht. Laut Medienberichten hatte zuvor Wunschkandidat Bo Svensson den Bremern eine Absage erteilt, auch Bo Henriksen galt als mögliche Option. Zur Vertragslaufzeit des neuen Trainers machten die Norddeutschen keine Angabe.
Am Samstag gibt Thioune im Spiel beim SC Freiburg seine Bundesliga-Premiere. Bis dahin ist er als Psychologe gefragt, um das verunsicherte Team nach zehn Spielen ohne Sieg wieder aufzurichten. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur noch einen Zähler. "Es geht nicht darum, das elfte Spiel in Folge nicht sieglos zu bleiben, sondern das erste von den letzten 14 zu gewinnen", sagte Thioune.

Thioune war bereits beim HSV tätig

Nach dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) hatte der Klub die Reißleine gezogen und sich von Steffen nach nur sieben Monaten getrennt. Sportchef Fritz räumte danach eine Mitschuld ein. "Ganz klar muss man sagen: Es gibt keinen Alleinschuldigen", betonte der Ex-Nationalspieler.
Nun steht Thioune im Fokus. Mit Werder verbindet den gebürtigen Niedersachsen eine besondere Beziehung. "Mein Vater war großer Bremen-Fan, die Zeit mit Otto Rehhagel war schon krass", sagte der neue Coach. Er könne sich "an die bösen Momente" des Klubs erinnern, aber natürlich auch "an die wunderbaren Jahre".
Und im Norden kennt Thioune sich aus. Mit dem Hamburger SV verpasste er aber den Aufstieg. In Düsseldorf stand er in der Saison 2023/24 kurz davor. Im Relegations-Rückspiel scheiterte er aber mit den Rheinländern auf dramatische Art und Weise im Elfmeterschießen gegen den VfL Bochum, nachdem die Fortuna das Hinspiel auswärts noch mit 3:0 gewonnen hatte.
In Düsseldorf besaß Thioune noch einen Vertrag bis Juni 2028, musste dort aber im Oktober gehen. Jetzt erfüllt sich sein Traum von der Bundesliga in Bremen - zumindest bis Mai.
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(SID)
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Quelle: Perform


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