Drei Dinge, die bei BVB - Hamburger SV auffielen: Griechen-Party um Karetsas und Konstantelias mit Wermutstropfen

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Borussia Dortmund ist mit einem 2:0 gegen den Hamburger SV erfolgreich in die Bundesliga-Saison gestartet. Vor allem das griechische Duo aus Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias begeisterte, doch eine mutmaßlich schwere Verletzung trübte die Euphorie. Dazu erlebte Samuele Inácio einen bitteren Abend, während der HSV nach der Pause Mut schöpfte. Drei Dinge, die beim BVB-Sieg auffielen.

Kovac emotional nach Konstantelias-Verletzung: "Familie heute angereist"

Quelle: Perform

Borussia Dortmund ist mit einem Erfolgserlebnis in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Im Topspiel gegen den Hamburger SV zeigten die Schwarz-Gelben dabei vor allem in der ersten Halbzeit, welches Potenzial in ihnen steckt.
Angeführt von den beiden auffälligen Griechen Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias spielte der BVB den HSV zunächst phasenweise an die Wand.
Serhou Guirassy brachte die Gastgeber nach Vorarbeit von Karetsas früh in Führung (9.), Konstantelias erhöhte nach einem starken Dribbling kurz vor der Pause auf 2:0 (45.+1).
In Halbzeit zwei änderten sich die Spielanteile und der BVB musste sogar noch eine Rote Karte verkraften.
Drei Dinge, die beim Heimsieg von Borussia Dortmund gegen den HSV auffielen:

1. Griechische Party endet mit Wermutstropfen

Es dauerte keine zehn Minuten, ehe Konstantinos Karetsas erstmals zeigte, warum Borussia Dortmund so große Hoffnungen in den 18-Jährigen setzt. Nach neun Minuten war der Linksfuß bereits entscheidend an der Dortmunder Führung beteiligt.
Nach einer sehenswerten Kombination mit Serhou Guirassy bereitete Karetsas das 1:0 vor und hatte schnell das Kommando in der BVB-Offensive übernommen. Nur wenige Sekunden nach dem Führungstreffer zog der Neuzugang von rechts nach innen und prüfte Daniel Heuer Fernandes mit seinem nächsten Abschluss (10.).
Es war sinnbildlich für eine erste Hälfte, in der Karetsas kaum zu greifen war. Der Youngster suchte immer wieder das Dribbling, bewegte sich geschickt in den Halbräumen und tauchte nahezu überall auf dem Platz auf. Kurz vor der Pause zwang er Fernandes aus rund 16 Metern erneut zu einer Parade (41.).
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Karetsas und Konstantelias zeigten für den BVB eine starke erste Hälfte gegen den HSV

Fotocredit: Getty Images

Und Karetsas war nicht der einzige Grieche, der dem Dortmunder Spiel seinen Stempel aufdrückte. Auch Giannis Konstantelias bewegte sich stets zwischen den Linien und sorgte gemeinsam mit seinem Landsmann für jene spielerischen Momente, die dem unter Niko Kovac häufig sehr ergebnisorientiert auftretenden BVB in der Vergangenheit mitunter gefehlt hatten.
In der Nachspielzeit belohnte sich Konstantelias schließlich für seinen starken Auftritt. Der 23-Jährige setzte am Sechzehner zum Dribbling an und vollendete zum 2:0 (45.+1). Die Zahlen unterstrichen die Dortmunder Dominanz eindrucksvoll: 14:0 Torschüsse, 69 Prozent Ballbesitz und 365 gespielte Pässe bei einer Passquote von 91 Prozent standen zur Pause zu Buche.
Dann allerdings der Schock: Nur wenige Minuten später musste Konstantelias mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Und die ersten Aussagen nach dem Abpfiff ließen wenig Gutes erahnen.
"Wir haben durchaus die Sorge vor einer schweren Diagnose", erklärte Sportdirektor Ole Book bei "Sky". Ein Kreuzbandriss stehe demnach im Raum. Auch Kovac fürchtete eine längere Pause. "Wir müssen von etwas mehr reden. Das hört sich nicht gut an, was der Arzt mir gesagt hat", sagte der BVB-Trainer.
Umso bitterer für Dortmund, weil gerade das Zusammenspiel seiner beiden Neuzugänge Lust auf mehr gemacht hatte. "Das sind zwei Jungs, die uns hier eine andere Dimension bringen können und auch bringen werden. Das haben sie heute gezeigt", schwärmte Kovac von Karetsas und Konstantelias und ergänzte: "Schade, dass Dilias dann verletzt raus ist."

2. Drei Minuten bis Rot: Inácios folgenreicher Horrorabend

Es sollte für Samuele Inácio der nächste Schritt auf der großen Bühne werden. Stattdessen dauerte sein Auftritt gerade einmal drei Minuten.
In der 74. Minute brachte Kovac den 18-Jährigen in die Partie, in der 77. Minute war sein Arbeitstag bereits wieder beendet. Inácio kam gegen Albert Grönbaek zu spät. Schiedsrichter Felix Zwayer zückte sofort die Rote Karte, der VAR bestätigte die Entscheidung.
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Ein bitterer Abend für BVB-Jungstar Samuele Inácio

Fotocredit: Getty Images

Ein bitterer Abend für den Jungstar. "Ich kam nach dem Schlusspfiff in die Kabine. Der Junge saß da weinend", berichtete Kovac. "Man kann sich vorstellen, wie er sich gefühlt hat. Erste Rote Karte hier als Bundesliga-Profi in diesem Stadion - er hat der Mannschaft sicherlich keinen Gefallen getan."
Sportlich könnte die Szene für die Westfalen zur Unzeit kommen. Sollte Konstantelias tatsächlich länger ausfallen, fehlt Kovac mit Inácio aufgrund der anstehenden Sperre zumindest vorübergehend eine weitere Option für die Offensive.
Für Sportdirektor Book könnten damit ausgerechnet auf den letzten Metern des Transfersommers noch einmal arbeitsreiche Tage anbrechen.

3. Nach 55 Minuten findet der HSV in die neue Bundesliga-Saison

31 Prozent Ballbesitz, kein Torschuss und zur Pause ein 0:2 auf der Anzeigetafel: Die erste Halbzeit des Hamburger SV in Dortmund war eine zum Vergessen.
Die Rothosen agierten viel zu passiv, ließen sich vom Gastgeber tief in die eigene Hälfte drücken und bekamen kaum Zugriff auf das Dortmunder Kombinationsspiel. Nach der Pause zeigte sich jedoch ein völlig anderes Bild. Ab etwa der 55. Minute schob der HSV deutlich höher, ging mutiger in die Zweikämpfe und zwang die Dortmunder zunehmend zu Fehlern. Plötzlich bekam auch die BVB-Defensive Arbeit.
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Polzin knallhart: "Waren 45 Minuten nicht der HSV"

Quelle: Perform

In der 67. Minute fehlten nur Zentimeter zum Anschlusstreffer, als Patson Daka am Außenpfosten scheiterte. Zwölf Minuten später zwang ein Grönbaek-Fernschuss Kobel zu einer starken Parade.
Wie deutlich sich die Kräfteverhältnisse verschoben, zeigen auch die Zahlen. Nach 14:0 Dortmunder Abschlüssen zur Pause stand es am Ende 20:8. Von den zwischenzeitlich 69 Prozent BVB-Ballbesitz blieben nach 90 Minuten noch 56 Prozent übrig. Bei der Laufleistung lagen beide Mannschaften mit jeweils rund 118 Kilometern sogar gleichauf.
Polzin unterstrich die Reaktion nach dem Seitenwechsel: "In der zweiten Halbzeit sah es deutlich anders aus." Die Erkenntnis des Trainers: "Du kannst hier schon eine gute Halbzeit spielen und einen sehr strukturierten Auftritt hinlegen, aber nur, wenn du im Anschlag bist."
Ähnlich bewertete Kapitän Nicolai Remberg die Partie. "Ich fand, dass wir uns gerade in der ersten Halbzeit ein bisschen zu tief hinten reindrücken lassen haben", sagte er. "Trotzdem großen Respekt an die Jungs, wie wir aus der Halbzeit rausgekommen sind."
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Kompany zum Auftaktsieg: "Beeindruckend"

Quelle: Perform


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