Drei Dinge, die beim Sieg des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart auffielen: Kimmich beantwortet die große Klopp-Frage

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Der FC Bayern München ist mit einem eindrucksvollen 5:1-Erfolg gegen den VfB Stuttgart in die Saison gestartet. Joshua Kimmich dirigierte das Spiel seiner Mannschaft aus der Zentrale, war Impulsgeber der ersten drei Treffer und lieferte somit auch eine Botschaft an den Bundestrainer. Der VfB Stuttgart begann stark, brach mit steigender Spieldauer allerdings ein. Drei Dinge, die auffielen.

Joshua Kimmich bereitete beim 5:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart gleich zwei Tore vor

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Der FC Bayern München ist mit einer Machtdemonstration gegen den VfB Stuttgart in die Saison gestartet. "Das Ergebnis haben wir uns gewünscht", sagte Manuel Neuer nach dem 5:1.
Der deutsche Rekordmeister ging in der 1. Halbzeit durch Dayot Upamecano (21.) in Führung. Zu Beginn der 2. Hälfte glich der VfB durch Josha Vagnoman (52.) aus, ehe dem VfB das Spiel aus der Hand glitt.
Erst traf Michael Olise (55.), dann unterlief Vagnoman ein Eigentor (57.). Aleksandar Pavlović (82.) und Luis Díaz (90.+2) sorgten für den Endstand.
"Das war schon beeindruckend”, sagte Bayern-Trainer Vincent Kompany. "Gerade die Reaktion nach dem Gegentor. Wir haben dann das zweite und dritte Tor gemacht - und einfach immer weitergemacht."
Drei Dinge, die beim FC Bayern gegen den VfB Stuttgart auffielen.

1. Kimmich zeigt Klopp, wo er hingehört

Joshua Kimmich unterstreicht seinen Wert. Nachdem er bei der Fußball-Weltmeisterschaft als Rechtsverteidiger kaum Einfluss nahm, dirigiert er beim FC Bayern wieder in der Zentrale das Spiel. Mit Erfolg: Der 31-Jährige war an den ersten drei Treffern beteiligt.
Das 1:0 leitete er mit einem präzise geschossenen Eckball ein. Upamecano musste den Ball nur noch leicht per Kopf ins Tor abfälschen. Beim 2:1 fing er einen Befreiungsschlag von Angelo Stiller ab und bediente Olise im Strafraum. Nur zwei Minuten später der nächste Geniestreich: Per Freistoß aus dem Mittelfeld spielte er in den Lauf von Alphonso Davies, dessen Flanke zum Eigentor durch Vagnoman führte.
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Fußball - Der FC Bayern München gewinnt den Bundesliga-Auftakt gegen VfB Stuttgart

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Kimmich glänzte noch in weiteren Szenen. Seine Standards waren eine Waffe. Ein weiterer Eckball wäre fast direkt im Tor gelandet, hätte VfB-Torwart Fabian Bredlow nicht die Finger an den Ball bekommen.
All das spielte sich vor den Augen des neuen Bundestrainers Jürgen Klopp ab. Der hatte sich bislang nicht festgelegt, auf welcher Position er Kimmich spielen lassen möchte.
Nun hat der Bayern-Star noch einmal gezeigt, wo er hingehört. 

2. Pavlovic behält erneut recht: Irgendwann bricht Stuttgart ein

Der FC Bayern wusste, was ihn gegen den VfB erwartet. "Es ist oft gegen Stuttgart so, dass sie Mitte der zweiten Hälfte einbrechen und nicht mehr so viel Kraft haben", fasste Pavlovic zusammen. Das war nicht einfach so daher gesagt. Nach dem DFB-Pokalfinale im Mai, das der FC Bayern mit 3:0 gewann, hatte der Mittelfeldspieler genau das Gleiche geäußert.
Kimmich sah dies ähnlich. "Es war ein typisches VfB-Spiel. Es ist lange immer sehr, sehr eng, meist bis zur 60. Minute", sagte er bei "Sat.1" und gab zu: "In den ersten 25 Minuten war der VfB etwas präsenter und eher am Drücker."
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Bayern-Profis Pavlovic (l.) und Saibari (r.) im Spiel gegen Stuttgart

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Bayern tat sich mit dem hohen Pressing des VfB zunächst schwer, sodass Stuttgart die Anfangsphase dominierte. Aber: Sie machten kein Tor. Bayern schon. Nach dem 0:1 kippte das Spiel. Bayern hätte zur Halbzeit noch höher führen können, hätte VfB-Ersatztorwart Fabian Bredlow (Dennis Seimen ist verletzt) nicht mehrmals stark pariert. Die Schwachstelle des VfB: Die Verteidigung rückte zu weit auf und war einfach zu überspielen. Je länger das Spiel ging, desto höher war die Fehleranfälligkeit.
Parallelen zum DFB-Pokal drängten sich auf. "Wir haben es ähnlich wie im Pokalfinale nicht geschafft, unsere gute Phase mit einem Tor zu bestärken", bedauerte Trainer Sebastian Hoeneß. Auch VfB-Kapitän Deniz Undav sah in der Effektivität den großen Unterschied: "Die nutzen einfach die Dinger. Hätte Fabi nicht so einen überragenden Tag gehabt, kassierst du acht oder neun Dinger."

3. Vagnoman wird innerhalb von fünf Minuten vom Helden zum Pechvogel

Nur fünf Minuten lagen bei VfB-Außenverteidiger Josha Vagnoman zwischen Euphorie und Frust. Der von ihm erzielte Ausgleich kam aus dem Nichts. Nach einem Fehlpass von Dayot Upamecano schaltete Stuttgart schnell um. Neuer konnte erst noch den Abschluss von Maximilian Mittelstädt klären, war aber chancenlos, als Josha Vagnoman aus dem Rückraum traf.
"Eigentlich kamen wir gar nicht so gut aus der Halbzeit", sagte Hoeneß. "Aber dann machen wir das 1:1. Da hast du das Gefühl: So, jetzt haben wir das geschafft, wozu wir gekämpft haben und sind mittendrin." Doch dieses Gefühl währte nicht lang. "Sechs Minuten später ist das Spiel weg. Das ist hart", gab Hoeneß zu.
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Stuttgarts Josha Vagnoman jubelt über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich gegen den FC Bayern

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War das 1:2 noch auf ein schwaches Abwehrverhalten zurückzuführen, war ausgerechnet Vagnoman beim 1:3 der Unglücksrabe. Der Außenverteidiger wollte eine Flanke von Alphonso Davies klären, rutschte aber mit dem Standbein aus und beförderte den Ball ins eigene Netz.
"Josha hat defensiv seinen Part sehr, sehr gut gemacht und sehr diszipliniert verteidigt", sagte Hoeneß. "Dann macht er das Tor, trifft den Ball überragend - der war nicht einfach zu nehmen."
Umso bitterer sei das Eigentor gewesen: "Er rutscht aus. Was soll man da sagen? Er wollte den Ball sicherlich nicht ins eigene Tor schießen."
Allerdings gab Hoeneß zu, dass der Klärungsversuch unnötig war, "weil er keinen hinter sich hatte. Aber das spürst du vielleicht nicht, gehst ein bisschen schneller an den Ball und rutscht weg. Das ist unglücklich."
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Quelle: Eurosport


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