FC Bayern - Joshua Kimmich, Manuel Neuer, Jamal Musiala und Co. nach WM-Aus gefordert: Wie stark sind die Nachwehen?

Was kann man nun von den DFB-Stars des FC Bayern München in der kommenden Saison erwarten? Fallen die enttäuschten und so enttäuschenden Spieler um Nationalelf-Kapitän Joshua Kimmich nach dem frühen Aus bei der Weltmeisterschaft nun in ein Loch beziehungsweise was ist Ihre Motivation? Wie wird Trainer Vincent Kompany sie (mit Ausnahme von Neuzugang Brown) aufrichten - und wen wo aufstellen?

Eberl verrät: Das hat uns an Brown beeindruckt

Quelle: Perform

Einfach mal wieder Kind sein. Schwimmen, planschen, kicken. Die Bayern-Profis genossen den freien Nachmittag im Kurz-Trainingslager am Tegernsee. Von einem Bootshaus aus, direkt am See in Rottach-Egern gelegen, kühlten sich die Spieler und Teile des Trainerstabs bei großer Hitze ein wenig ab, einige kickten sich Bälle von einem Standup-Paddle-Board zum nächsten zu.
Großer Badespaß, bevor der Ernst des Fußballs zurückkehrte. Zunächst mit einem lockeren Testspiel im örtlichen Stadion am Birkenmoos gegen den Kreisklasse-Klub FC Rottach-Egern, das man standesgemäß mit 15:0 für sich entschied. Trainer Vincent Kompany gab seinen 16 Profis und 13 Talenten vor Ort ganz bewusst mal frei. Noch fehlen die WM-Teilnehmer Harry Kane, Michael Olise, Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Josip Stanisic und Luis Díaz, die ihren Urlaub genießen sowie die Reha-Patienten Jamal Musiala, Lennart Karl, Serge Gnabry sowie Neuzugang Ismael Saibari, der eine bei der WM erlittene Verletzung auskuriert.
Mittendrin unter den Plansch-Kickern: die DFB-Nationalspieler des FC Bayern, die am vergangenen Montag nach knapp vierwöchigem Urlaub ihre Leistungstests zur Evaluierung des Fitness- und Gesundheitszustands absolvierten. Ob der knappe Monat seit dem peinlichen Ausscheiden im WM-Sechzehntelfinale durch Elfmeterschießen gegen Paraguay gereicht hat, um das Turnier aus den Gliedern zu schütteln? Physisch wie mental?
Angesichts drohender WM-Nachwehen stehen die DFB-Nationalspieler vor einer schweren Saison. Was kann man von den Enttäuschten bzw. den bei der Endrunde in den USA so enttäuschenden Spielern nun erwarten? Fallen Torhüter Manuel Neuer, DFB-Kapitän Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Jonathan Tah, Jamal Musiala und Neuzugang Nathaniel Brown nun in ein Loch oder ziehen sie aus dem Frust die Jetzt-erst-recht-Motivation?
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Wie schnell schütteln Manuel Neuer und Co. das WM-Aus ab?

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Manuel Neuer: Job-Sharing auf der Abschiedstour

Der 40-Jährige geht in seine wohl endgültig letzte Saison, sagte am Tegernsee: "Es sieht schon stark danach aus, dass ich aufhöre." Also im Sommer 2027. Türen endgültig zuzuschlagen ist nicht die Art des Torhüters, sonst hätte er bei der WM nicht sein Comeback gegeben - knapp zwei Jahre nach dem Rücktritt als Nationaltorhüter.
Seine fünfte WM hätte er sich - im Rückblick - sparen, die Zeit in den USA ohne die Familie ersparen können. Kein Zu-Null-spiel, fünf Gegentore, ein verlorenes Elfmeterschießen trotz eines parierten Versuchs. All die Diskussionen und Spekulationen um sein Comeback und die damit einhergegangene Degradierung von Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), der bei der WM-Qualifikation im DFB-Tor gestanden hatte, sind mittlerweile Vergangenheit. Nur wenn er all das abhaken kann, geht Neuer unbelastet in seine 21. Bundesliga-Saison (nach fünf mit dem FC Schalke ab 2011 bisher 15 mit Bayern).
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Manuel Neuer wird sich den Platz im Tor der Bayern mit Jonas Urbig teilen

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"Ich glaube, irgendwie ist man auch froh, dass es dann wieder losgeht", sagte Neuer und erklärte: "Dass man neue Ziele hat und viel erreichen kann - auch mit dem Verein, und das ist jetzt unser Ziel." Und sein Ziel, seine Motivation? "Es macht einfach Spaß. Ich hätte vielleicht in 85 Prozent der Fälle aufgehört, aber in dieser Mannschaft, mit dem Staff und Trainerteam macht es einfach Spaß. Wir haben immer die Möglichkeit, um alle Titel zu spielen."
Er selbst glaubt, dass er auch im hohen Torhüter-Alter in der Lage sei, "der Mannschaft immer zu helfen". Künftig wird Neuer mit seinem Kumpel und Ziehsohn Jonas Urbig (22), der designierten Nummer eins der Bayern, vermehrt Jobsharing betreiben. Urbig soll als Backup rund 33 Prozent der Spiele bestreiten. ”Ich denke, dass es ähnlich laufen wird wie in der letzten Saison”, meinte Neuer, ohne konkret zu werden. Vergangene Saison hatte Kronprinz Urbig 20 der 55 FCB-Pflichtspiele bestritten.

Joshua Kimmich: Bitte für Klopp empfehlen!

Endlich wieder im Mittelfeld-Zentrum, endlich wieder als Sechser auf dem Platz. Der 31-Jährige, der unter dem nach der WM zurückgetretenen Bundestrainer Julian Nagelsmann als Rechtsverteidiger aufgelaufen war, dürfte sich auf seine alte Rolle unter Bayerns Chefcoach Vincent Kompany freuen.
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Joshua Kimmich muss sich nach der enttäuschenden WM auf für Jürgen Klopp neu empfehlen

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Der Belgier setzt weiter auf Kimmichs Künste als Ballverteiler und Organisator, tauscht sich sehr oft mit dem gebürtigen Stuttgarter aus. Kimmichs Perspektive (welche Position? Behält er im DFB-Team die Kapitänsbinde?) unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp ist dagegen noch unklar.
Auch er muss sich nun über Leistung empfehlen, sein Standing zurückerkämpfen. Drei Weltmeisterschaften, drei Mal kam das vorzeitige, blamable Aus - das nagt an Kimmich und seiner Reputation.

Aleksandar Pavlovic: Nun macht ihm Bischof Beine

Der 22-Jährige spielte sein allererstes Turnier, seine erste WM. Womöglich auch aufgrund der Wucht dieses Ereignisses und Erlebnisses konnte er in keiner Partie seine Bestform auf den Platz bringen. Unter Julian Nagelsmann noch Stammspieler, könnte sein Standing bei Klopp auf dem Prüfstand stehen.
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Macht ausgerechnet Kumpel Tom Bischof Aleksandar Pavlovic den Stammplatz streitig?

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Kompany muss den Mittelfeldspieler, an besten Tagen eine zuverlässige Ballmaschine, wieder aufrichten. Nach dem Abschied von Leon Goretzka (Vertrag lief aus) ist Tom Bischof der Konkurrent von Pavlovic im Kampf um die zweite Sechser-Position neben Kimmich. Von Pavlovic erwarten die Bayern-Bosse nun den nächsten Schritt in seiner Entwicklung.

Jonathan Tah: Steigerung im zweiten Jahr?

Bei den Bayern ist das Innenverteidiger-Duo Tah und Dayot Upamecano gesetzt - unumstritten und unangefochten. Doch hat der 30-jährige Tah seinen entscheidenden Fehlschuss im Elfmeterduell mit Paraguay schon verdaut?
In seinem zweiten Jahr in München nach dem Wechsel im Sommer 2025 von Bayer Leverkusen erhofft man sich eine weitere Stabilisierung von Tahs Leistungen, die in der Double-Saison bereits sehr ansprechend waren. Für Tah & Co. gilt, was Neuer sagte: "Ich denke, dass die Motivation gerade auch bei den Spielern da ist, noch mehr zu erreichen als in der letzten Saison."

Jamal Musiala: Befreit er sich vom neuen Druck?

Für den begnadeten Techniker beginnt nach Ende der erneuten Reha (OP samt Entfernung der Metallplatte im linken Fuß) eine schwere Saison, der 23-Jährige steht unter Druck wie nie zuvor. Ein Grund: Seine enttäuschenden Leistungen bei der WM.
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Jamal Musiala steht beim FC Bayern vor einer richtungsweisenden Saison

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"Es gibt jetzt keine Ausreden mehr", meinte bereits DFB-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. Packt es Musiala nicht, die Verletzung aus dem Kopf zu bekommen und befreit wie zuvor aufzuspielen, werde er ”aufgrund der großen Konkurrenz sehr viele Spiele von der Bank machen”, prophezeit Matthäus. Neuzugang Isamel Saibari, der wie Musiala erst nach der Asien-Reise des FCB (1. bis 8. August) zur Mannschaft stößt, gilt ab sofort als Herausforderer auf der Zehner-Position. Dort galt Top-Verdiener Musiala, der einen Vertrag bis 2030 erhielt, bei voller Fitness als gesetzt.
Sportvorstand Max Eberl mahnte bereits: "Jamal hat so ein bisschen seine Leichtigkeit verloren, obwohl seine Statistiken nicht schlecht sind. Es fehlen so ein bisschen seine magischen Momente, aber wir sind sehr sicher, dass das zurückkommen wird. Wir werden ihn auffangen und ihn wieder aufbauen. Wir müssen ihn wieder auf sein Niveau bekommen."

Nathaniel Brown: Hoffentlich unbekümmert 

Der Neuzugang hat eine Sonderrolle. Erstens, weil er eben neu ist, für rund 50 Millionen Euro Ablöse (plus Boni) von Eintracht Frankfurt verpflichtet. Daher genießt der 23-Jährige in seiner Premierensaison beim FC Bayern eine Art Welpenschutz und kann im Grunde nur überzeugen.
Der flexible Linksfuß, der als Linksverteidiger oder im zentralen Mittelfeld agieren kann, spielte eine weitestgehend überzeugende WM. "Jeder hat spätestens bei der WM gesehen, was für Qualitäten Nene hat", lobte Eberl und erklärte, dessen Spielintelligenz, die "unglaubliche Flexibilität" und "Qualität" hätten für den Rekordmeister den Ausschlag gegeben, den gebürtigen Amberger zu verpflichten.
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Nathaniel Brown soll beim FC Bayern umgehend eine ernsthafte Rolle spielen

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Obwohl die Bayern Linksfuß Alphonso Davies im Kader haben. Wie beim Kanadier lauten die Vorzüge von Brown: Sein Tempo, sein Gespür für Räume und das Offensivspiel. Das wird ein hübscher Konkurrenzkampf.
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"Das widert mich an" - Eberl schießt gegen FIFA-Vorhaben

Quelle: SNTV


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