Bundesliga: Gladbach kassiert 0:5-Klatsche gegen starke Freiburger - Kapitän Kleindienst fliegt mit Gelb-Rot vom Platz

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Borussia Mönchengladbach hat seinen Horror-Start in der Bundesliga fortgesetzt. Die Fohlenelf verlor beim noch makellosen Angstgegner SC Freiburg völlig verdient mit 0:5 (0:2) und steht zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach drei Spielen punktlos da. Für Trainer Eugen Polanski dürfte die Luft immer dünner werden, sein Team präsentierte sich über weite Strecken erneut erschreckend harmlos.

Igor Matanovic (SC Freiburg) bejubelt seinen Treffer gegen Gladbach

Fotocredit: Imago

"Die ersten 15, 20 Minuten waren ordentlich, aber mit einem Tor brechen wir wieder ein", sagte Kevin Stöger bei "Sky": "Wir kommen hierhin, spielen ein bisschen gut mit, aber das reicht nicht in der Bundesliga. Du kriegst fünf Dinger - extrem scheiße."
Zu allem Überfluss flog Kapitän Tim Kleindienst mit Gelb-Rot vom Platz (52.) und wird kommende Woche gegen Mainz fehlen, doch auch zuvor präsentierte sich die Fohlenelf erschreckend harmlos und fehlerhaft.
Vor fast genau einem Jahr hatte Polanskis Vorgänger Gerardo Seoane nach drei Partien und nur einem Punkt gehen müssen. Yannik Engelhardt (23./79.) und Igor Matanovic (29./77.) trafen jeweils doppelt für die Breisgauer, die erstmals überhaupt nach drei Spieltagen mit der Maximalausbeute von neun Punkten dastehen.
Den Endstand besorgte Maximilian Eggestein (86.). Gegen den Lieblingsgegner aus Gladbach ist der Sport-Club seit elf Partien ungeschlagen, die letzte Heimniederlage gegen die Fohlenelf in der Bundesliga liegt gar 24 Jahre zurück.

Im Umfeld wächst Ablehnung gegen Polanski

Am Niederrhein hatte es nach der bitteren 3:4-Heimniederlage gegen Aufsteiger Elversberg bereits gewaltig rumort. Kleindienst äußerte deutliche Kritik an seinen Mitspielern ("weniger TikTok gucken"), wurde daraufhin von der sportlichen Führung zu einem klärenden Gespräch gebeten. Dazu wächst im Umfeld die Ablehnung gegenüber Polanski. Der Trainer setzte in der schwierigen Situation auf etwas mehr Erfahrung in der Startelf.
Dennoch war die Verunsicherung spürbar, Freiburg übernahm sogleich das Kommando. Philipp Treu (10.), Engelhardt (12.) und Matthias Ginter (16.) kamen früh zu guten Chancen, die Fohlen konnten sich kaum einmal befreien. Nach einer Ecke segelte dann Moritz Nicolas unter dem Ball durch, der Ex-Gladbacher Engelhardt nickte am zweiten Pfosten ohne Mühe ein. Von der Borussia kam derweil offensiv gar nichts, es passte ganz wenig zusammen.
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Igor Matanovic greift mit dem SC Freiburg nach dem dritten Sieg im dritten Spiel

Fotocredit: Getty Images

Matanovic schnürt Doppelpack

Stattdessen traf Matanovic mit einer Direktabnahme von der Strafraumkante, vom Innenpfosten sprang der Ball ins Tor. Yuiki Suzuki hätte allein vor Nicolas noch erhöhen können (38.), Gladbach war mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient. 
Auch die guten Vorsätze für Durchgang zwei waren dann schnell dahin, Kleindienst flog nach einem zweiten unnötigen Foul vom Feld. In Unterzahl schaffte die Elf vom Niederrhein kaum Entlastung, ließ sich weit hinten reindrücken.
Zumindest stand der tiefe Abwehrblock nun weitgehend stabil, Freiburg kam nicht mehr zu der Fülle an Chancen wie in Halbzeit eins. Das änderte sich erst in der Schlussviertelstunde, als der SCF die Führung weiter ausbaute.
(SID)
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Quelle: Perform


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