SV Werder Bremen: Sieg nach irrer Aufholjagd gegen den FC Augsburg dank Comebacker Mitchell Weiser - Bremen im Rausch

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Wilder Comeback-Sieg gegen formstarke Augsburger: Werder Bremen hat vor der Länderspielpause ein echtes Ausrufezeichen gesetzt und dem FCA die erste Saisonniederlage zugefügt. Das Team von Trainer Daniel Thioune setzte sich nach Zwei-Tore-Rückstand dank einer Energieleistung und Mitchell Weiser noch 3:2 (0:1) gegen die Elf von Manuel Baum durch und schob sich in die obere Tabellenhälfte vor.

Mitchell Weiser erzielt den Treffer zum 3:2 bei Werders Aufholjagd gegen den FC Augsburg

Fotocredit: Getty Images

Daniel Thioune schnappte sich immer wieder den ungläubig grinsenden Mitchell Weiser und redete lachend auf den ganz besonderen Matchwinner ein. Ausgerechnet der lang verletzte Weiser, der seine 14-monatige Leidenszeit gerade erst beendet hat, setzte der wilden Werder-Aufholjagd zum 3:2 (0:1)-Sieg gegen den FC Augsburg in seinem ersten Heimspiel seit einer gefühlten Ewigkeit die Krone auf. "Oh, wie ist das schön", hallte durch die Arena.
"Es ist schwer die Emotionen in Worte zu fassen", sagte Weiser: "Ich habe schon viele schöne Momente mit Werder erlebt, das war heute auch einer davon." Werders Leiter Profifußball Peter Niemeyer zeigte sich bei "Sky" beeindruckt vom 32-Jährigen, der in der Vorwoche erst mit Freudentränen sein Comeback gefeiert hatte: "Er hatte eine unheimlich lange Leidenszeit, hat immer Gas gegeben und dann so zurückzukommen, ist Wahnsinn."
Lange hatten die Bremer einen empfindlichen Rückschlag vor der Länderspielpause fürchten müssen - doch die Moral des Teams von Trainer Thioune war beeindruckend.
Nach Marco Grülls Anschlusstreffer (66.) erzielte Niclas Füllkrug per wuchtigem Rechtsschuss (86.) bereits seinen dritten Treffer seit seiner Rückkehr im Sommer. Und dann kam der große Moment von Weiser in der Nachspielzeit: Mit viel Finesse überwand er Finn Dahmen im Augsburger Tor (90.+2).

Bremen wird nach Halbzeit mutiger

"Wir haben es geschafft, die Energie nochmal reinzubringen nach der schwierigeren ersten Halbzeit. So zurückzukommen, ist schon beeindruckend", sagte Niemeyer.
Die zuvor ungeschlagenen bayrischen Schwaben, die durch Robin Fellhauer (18.) und Calvin Brackelmann (58.) auf Siegkurs schienen, hatten der Wucht der Hanseaten letztlich nicht genug entgegenzusetzen und wurden von Werder unsanft auf den Boden der Tatsachen befördert.
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Werder Bremen nach irrer Aufholjagd gegen Augsburg oben auf

Fotocredit: Getty Images


Dabei hatten die Gäste zunächst erneut ihre enorme Effizienz bewiesen. Baum, der in Hennes Behrens neben Torhüter Dahmen einen zweiten angehenden Nationalspieler in der Startelf aufbot, klatschte hocherfreut mit seinem Staff nach dem Führungstreffer durch Fellhauer ab.
Doch der Erfolgscoach der Gäste beobachtete schon zu dem Zeitpunkt, dass sich Werder schnell berappelte. Immer wieder suchte das Team von Thioune Sturmspitze Füllkrug für Ablagen oder auch eigene Abschlüsse - in der ersten Hälfte fehlte wie beim Kopfball in der 42. Spielminute aber das finale Quäntchen Durchschlagskraft.

Weserstadion mutiert zum Tollhaus

Trainerikone Thomas Schaaf riet Werder in der Halbzeitpause bei "Sky" dann noch "mutiger zu sein" und mit größerem Nachdruck nach Lücken im Augsburger Defensivverbund zu suchen - kein einfacher Auftrag angesichts der Kompaktheit der Fuggerstädter.
Doch die Thioune-Elf schien Schaaf zugehört zu haben und begann mit wuchtigen Angriffswellen.
Das 0:2 tat den bemühten Bremern dann enorm weh, sie steckten aber weiter nicht auf. Direkt nach dem Anschlusstreffer hatten die Hausherren mehrere Großchancen zum Ausgleich - erst vergab Füllkrug, dann der eingewechselte Weiser (67., 68.).
Doch Werder blieb weiter dran - und das Weserstadion wurde nach dem turbulenten Finale zum Tollhaus.
(SID)
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Quelle: Perform


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