VfB Stuttgart mit Kapitän Deniz Undav will FC Bayern München bei Bundesliga-Auftakt zum Kentern bringen

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Mit Deniz Undav als neuem Kapitän und voller Zuversicht geht der VfB Stuttgart in den Start-Kracher zum Saisonauftakt der Bundesliga beim FC Bayern München. Gegen den Doublesieger der Vorsaison sind die Stuttgarter auf Revanche für das verlorene Finale im DFB-Pokal aus. Undav, der als einer der wenigen Gewinner aus der WM 2026 hervorging, soll dabei als Anführer und Goalgetter vorweggehen.

Der VfB Stuttgart trifft zum Saisonauftakt auf den FC Bayern

Fotocredit: Getty Images

Als Kapitän führte Deniz Undav seine "ruffy pirates" zum Sieg beim teaminternen Bootsrennen auf dem Chiemsee, als Spielführer soll er den VfB Stuttgart durch stürmische Bundesliga-Gewässer steuern. Mit dem Publikumsliebling als neuem Chef stellen sich die Pokalfinalisten bei der Endspiel-Revanche zum Bundesliga-Start gleich der größtmöglichen Herausforderung FC Bayern - und zwar als wild entschlossene Freibeuter.
"Vielleicht", sinnierte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth, "ist der Zeitpunkt des Aufeinandertreffens gar nicht schlecht." Noch sind nicht alle Bayern-Superstars voll auf der Höhe, und der mit Spielern wie Dzenan Pejcinovic oder Grischa Prömel gut verstärkte VfB wähnt sich nach vier Niederlagen gegen die Münchner im Vorjahr (3:14 Tore) bestens gewappnet. "Wir werden nicht chancenlos sein", versprach Wohlgemuth.
Trainer Sebastian Hoeneß, der Undavs Beförderung zum Nachfolger von Atakan Karazor vor dem Auftakt am Freitag (20:30 Uhr im Liveticker) bestätigte, will den FC Übermacht zumindest "ärgern". Allerdings hätten die Münchner im Franz-Beckenbauer-Supercup in Dortmund (2:1) "gezeigt, dass sie wieder da sind". Um etwas mitzunehmen, müsse "alles passen", sagte Hoeneß.
Eine Schlüsselrolle kommt Undav zu, der seine Durststrecke gegen die Bayern unbedingt beenden will: In sieben Pflichtspielen hat er noch keinen einzigen Treffer erzielt gegen den Rekordmeister. Er selbst nimmt sich in die Pflicht, will "Leistung bringen, damit die Fans weiter hinter mir sind" und der nicht zuletzt bei der WM entfachte "Hype" um ihn anhalte.

Hoeneß: "Man muss die Kirche im Dorf lassen"

Unterstützung erfährt der Spielmacher durch Neuner Pejcinovic, der im Gegensatz zu Undav sogar schon in München (seiner Geburtsstadt) getroffen hat. Der Neuzugang aus Wolfsburg schlug mit seinem Dreierpack im Pokal in Rostock (4:0) sofort voll ein und gilt schon als kommender Nationalspieler.
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Deniz Undav (VfB Stuttgart)

Fotocredit: Imago

"Wir trauen ihm viel zu", sagte Hoeneß, der 21-Jährige verfüge "über eines der interessantesten Mittelstürmer-Profile in Deutschland, vielleicht sogar in Europa". Dennoch seien "wir alle gut beraten, auf dem Boden zu bleiben".
Das gelte trotz der jüngsten Erfolge mit dem Pokalsieg 2025, dem Cup-Finale im Mai und drei Europacup-Teilnahmen in Serie für den gesamten VfB. Stuttgart sei kein natürlicher Anwärter auf die internationalen Plätze, sagte Hoeneß, andere Vereine hätten "nach wie vor bessere wirtschaftliche Voraussetzungen".
Dass einer seiner Kollegen seine Mannschaft schon als möglichen Meister nannte, sieht Hoeneß kritisch. "Man muss da die Kirche im Dorf lassen", er "warne" ausdrücklich vor zu hohen Erwartungen. Seine Elf ermahnte er, sie müsse weiterhin die altbewährten VfB-Tugenden verkörpern. "Mut, Intensität, Entschlossenheit". So wie Deniz Undav, der Chef-Pirat.
(SID)
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Quelle: Perform


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