Im Champions-League-Finale der Frauen greift Maroszan LIVE bei Eurosport nach dem Triple

Dzsenifer Marozsan galt schon lange als Ausnahmefußballerin. Bei Olympique Lyon hat die 25-Jährige nun den nächsten Schritt gemacht - und greift im Champions-League-Finale nach dem Triple. Bundestrainerin Steffi Jones ist indes von der Entwicklung ihrer Spielführerin sehr beeindruckt.

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Fotocredit: Eurosport

Auf den Schnappschüssen vor dem Abflug nach Cardiff reihte sich Dzsenifer Marozsan in der letzten Reihe ein, fußballerisch aber steht die Olympiasiegerin bei Olympique Lyon voll im Mittelpunkt. Auf dem Platz dirigiert die Spielführerin der deutschen Nationalmannschaft das internationale Starensemble - und greift im Champions-League-Finale gegen den Ligarivalen Paris St. Germain am Donnerstag (20:45 Uhr/live im TV bei Eurosport 1) nach dem Triple.
Französischer Meister, Pokalsieger, dazu die Auszeichnung als beste Spielerin Frankreichs - Marozsans erste Saison in Lyon verlief bislang wie im Bilderbuch. "Ich fühle mich unendlich wohl. Es macht riesig viel Spaß. Ich habe eine tolle Mannschaft und es ist einfach eine Freude, jeden Tag ins Training zu gehen und auf höchstem Niveau zu trainieren. Das war immer mein Traum", sagte die 25-Jährige.
Die Edeltechnikerin galt schon lange als absolutes Ausnahmetalent, entschied auch im DFB-Team Spiele fast im Alleingang. Doch die allerhöchsten Ansprüche konnte die Tochter des viermaligen ungarischen Nationalspielers János Marozsan nie konstant erfüllen. Der Abschied vom 1. FFC Frankfurt nach dem Gold-Triumph in Rio im vergangenen Sommer, der Neuanfang in einer neuen Kultur, mit einer fremden Sprache, könnte für den eingefleischten Fan von Cristiano Ronaldo der entscheidende Schritt zur Weltklasse sein.

Bundestrainerin Jones voll des Lobes

Die neue Bundestrainerin Steffi Jones schwärmt von ihrer Nummer 10 in den allerhöchsten Tönen:
Zu Beginn ihrer Amtszeit im vergangenen Herbst überraschte Jones, als sie die zurückhaltende "Dzseni" zur Nachfolgerin der zurückgetretenen Kapitänin Saskia Bartusiak beförderte. Auch dieses neue Maß an Vertrauen scheint der Instinktfußballerin, die laut französischen Medien bei Olympique ein Monatsgehalt von 12.000 Euro erhält, Auftrieb zu geben. "Auf dem Platz ist sie mit ihrer Spielweise sehr dominant. Sie übernimmt Verantwortung und marschiert vorne weg", lobte Jones.
Die Bundestrainerin wird das Endspiel, in dem erstmals zwei französische Klubs um den Henkelpott kämpfen, live im Cardiff City Stadium verfolgen. Neben Marozsan stehen auch Pauline Bremer und Josephine Henning in Diensten des dreimaligen Champion-League-Siegers aus Lyon, den Jones als Favoriten sieht.
Das Finale in der walisischen Hauptstadt bildet indes das Ende einer deutschen Erfolgsserie. Letztmals ging 2007 ein Europacup-Endspiel ohne Bundesligist über die Bühne. Der VfL Wolfsburg und Bayern München scheiterten im März bereits in der Runde der letzten Acht: Double-Gewinner Wolfsburg musste sich Lyon beugen, für München war PSG eine Nummer zu groß.
Doch neben dem Trio um Marozsan steht an diesem Abend noch eine weitere Deutsche auf dem Platz: Vor ihren ersten Auftritten in der Männer-Bundesliga pfeift Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus die Begegnung.
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