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Chelsea minimalistisch
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Publiziert 23/04/2008 um 08:48 GMT+2 Uhr
Das Beste an Chelseas schwachem Auftritt beim FC Liverpool war mit Abstand das Ergebnis. Dementsprechend hob Michael Ballack warnend den Zeigefinger: "Es ist nichts entschieden." Obwohl das späte Eigentor in letzter Sekunde zum 1:1 für die "Blues" das Tor
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Wer sich bei einem Halbfinale der Champions League auf ein Feuerwerk mit Hochgeschwindigkeits-Kombinationen und tollen Toren freut, dem muss vor der Partie allein der Blick auf die letzten Ergebnisse zwischen Liverpool und Chelsea in der Vergangenheit der Appetit auf einen vermeintlichen Fußball-Leckerbissen vergangen sein.
0:1, 1:0, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0 lautete der schlichte Ergebniscode, wenn sich die Wege der Reds und Blues in der Champions League bislang gekreuzt hatten. Ohnehin stehen beide Teams eher für nüchternen Ergebnis-Fußball als für Spektakel. "Es war das typische Abtasten dieser beiden Mannschaften", bestätigte Michael Ballack dann auch den dünnen Beginn der Partie an der ausverkauften Anfield Road.
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Trotzdem hatte die Partie ihren Unterhaltungswert, weil Liverpool nach 20-minütigem Rasenschach eine Extra-Schippe Wille und Laufbereitschaft in die Waagschale zu werfen bereit war. Chelsea dagegen verließ sich nur auf sein Prunkstück - die Abwehr. Die Angriffbemühungen der Gäste hatten über weite Strecken die Kreativität eines Einzellers. Lange Bälle auf Didier Drogba, der sich aber nur selten in Szene setzen konnte. Joe Cole verpasste zwei gefährliche Hereingaben - das war's.
Auch Ballack und Frank Lampard brachten zu wenig Impulse für ein durchdachtes Angriffsspiel und waren über weite Strecken in der Defensive gebunden. In der 31. Minute, musste Petr Cech, Bester im Team des umstrittenen Trainers Avram Grant, alles riskieren, um gegen Fernando Torres einen Rückstand zu verhindern.
Eine Verkettung diverser Fehler brachte Liverpool in Führung. Lampard verstolperte einen eigentlich abgefangenen Angriff an der Strafraumgrenze. Mehr zufällig landete der Ball nach einem dilettantischen Abwehrversuch von Claude Makelele im Sechzehner vor den Füßen von Kuyt, der Cech zum 1:0 tunnelte.
"Reds" vergeben höhere Führung
Liverpool versäumte es dann in seiner besten Phase, den 25 Minuten nach der Pause eine höhere Führung herauszuschießen. Die drückende Überlegenheit und gute Möglichkeiten Mascherano (56.), Babel (59.), zum 2:0 blieben ungenutzt. "Es ist schon enttäuschend, wir haben das Spiel kontrolliert und hätten ein weiteres Tor verdient gehabt", ärgerte sich Torschütze Kuyt.
Als sich Chelsea langsam aus dem Würgegriff der Gastgeber befreite, blieben hochkarätige Chancen zum Ausgleich trotzdem Mangelware. Dagegen hätte "Reds"-Kapitän Steven Gerrard (85.) den Sack zumachen müssen, aber wieder Cech war zu Stelle. So bestrafte sich das Team von Coach Rafa Benitez schließlich selbst.
Es musste schon ein Liverpooler sein, der den uninspirierten Gästen die Arbeit abnahm. Der eingewechselte John Arne Riise vollendete per Kopf eine Hereingabe mustergültig (90.+4) und stellte damit die mäßige Partie völlig auf den Kopf.
Ballack warnt: "Nichts entschieden"
Die Londoner haben also trotz einer schwachen Leistung im Rückspiel beste Chancen auf den so heiß ersehnten Einzug ins Finale der Königsklasse, auch wenn Ballack, der bereits 2002 mit Leverkusen im CL-Finale stand, warnte: "Das wird noch einmal ein hartes Stück Arbeit im Rückspiel. Es ist nichts entschieden - Liverpool ist auch auswärts stark und hat mit Gerrard und Torres gute Konterspieler. Fußball ist kein Wunschkonzert, aber mit unseren Fans im Rücken wollen wir das Spiel natürlich mit aller Macht gewinnen."
Kuyt hielt dagegen: "Wir glauben an uns und werden das nächste Woche noch packen."
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