Mexès gegen Messi? Selbstmord!

Der FC Barcelona trifft im Achtelfinale auf den AC Mailand und gilt in den Augen sämtlicher Eurosport-Redaktionen als klarer Favorit. Doch die internationalen Kollegen geben sich Mühe, den rettenden Strohhalm zu finden, an den sich die hoffnungsvollen Tifosi klammern können. Die Ansätze dabei sind teilweise höchst unterschiedlich: Einige würden mauern, andere voll auf Ballbesitz setzen.

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Luca Stacul (Italien): Im vergangenen Jahr hat Barcelona im Viertelfinale völlig verdient gewonnen. Und in dieser Saison sind die Katalanen sogar noch stärker als damals - zumindest, wenn man sich die Statistiken anschaut. Milan hingegen ist längst nicht mehr so erfahren und durch die Abgänge von Thiago Silva sowie Nesta in der Defensive verletzbarer. Es stellt sich also eine ganz einfache Frage: Wie soll der AC Lionel Messi und Andres Iniesta stoppen?
Was die Einzelspieler angeht ist es eigentlich klar, dass das Spiel für Barcelona keine große Herausforderung sein sollte. Aber Mailand ist in einer tollen Verfassung - und Selbstvertrauen ist der Schlüssel, wenn man auf ein so starkes Team wie Barcelona trifft. Milan hat nichts zu verlieren und verfügt mit Stephen El Shaarawy über genug frische Qualität im Angriff, um die Barca-Abwehr in Probleme zu bringen. Und die ist bekanntermaßen alles andere als unbesiegbar. Trotzdem ist es schwer vorstellbar, dass Milan über Hin- und Rückspiel hinweg den Sieg davonträgt - zumal die Unberechenbarkeit von Mario Balotelli schwer fehlen wird.
Iván Castelló (Spanien): Barcelona ist der klare Favorit und es wäre normal, wenn die Katalanen sogar in beiden Spielen als Sieger vom Platz gingen. Momentan ist Barca wohl jedem Team überlegen und viel stärker als Milan.
Trotzdem: Letzte Saison ist Barca gegen den FC Chelsea etwas Verrücktes passiert. Das ist das Schöne am Fußball - man kann nichts vorhersehen. Die Italiener könnten eine Chance haben, wenn sie zu Hause so verteidigen, als ob sie auswärts spielen und zum Beispiel ein 0:0 halten. Dann könnte ein einziges Auswärtstor in Barcelona Gold wert sein...
Christopher Hemscheidt (Deutschland): Eines ist offensichtlich: Barcelona ist in Europa das "Nonplusultra". Obwohl sich das Team der Mailänder seit der letztjährigen Viertelfinal-Niederlage stark verändert hat, ist nicht davon auszugehen, dass sie die Katalanen ärgern können. Natürlich haben die "Rossoneri" die Fähigkeiten, echten Druck auf die Spanier auszuüben, aber das wird nicht reichen, um ins Viertelfinale zu kommen.
Mario Balotelli darf nicht spielen, weil er schon für Manchester City in der Champions League im Einsatz war - und Stephen El Shaarawys Einsatz ist noch immer fraglich. Und auch wenn Kevin-Prince Boateng in herausragender Form ist, wird er Lionel Messi nicht allein stoppen können. Und wer soll das tun?
Tom Adams (England): Es ist sehr schwer, an Barcelona vorbeizukommen. Die Mannschaft hat sich im Vergleich zur letzten Saison nochmal verbessert, während Milan nachgelassen hat. Und weil die Katalanen schon vergangene Saison insgesamt mit 3:1 gewonnen haben, ist für dieses Mal mit einem ähnlichen Ergebnis zu rechnen.
Barca ist in allen Mannschaftsbereichen einfach zu stark - selbst für ein Team, dass auf europäischer Ebene so eine Geschichte hat, wie die Mailänder. Die "Rossoneri" haben mit Stephen El Shaarawy zwar das Potential, Barcelonas Defensive in Probleme zu bringen - auch wenn Balotelli gesperrt ist - aber im Mittelfeld ist Barcelona überlegen und bisher hat auch niemand herausgefunden, wie man Messi stoppen könnte.
Igor Zelenitsyn (Russland): Barcelona steht insgesamt zwar besser da, als in der Vorsaison, kassiert aber auch mehr Tore. Das könnte der einzige Schlüssel für Milan sein, auch wenn die Italiener auf ihren wichtigsten Spieler der vergangenen Liga-Partien in der Champions League verzichten müssen: Mario Balotelli.
Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass es selbst mit ihm wohl kaum möglich gewesen wäre, Barca zu schlagen. Eine Mannschaft, die die Katalanen in Hin- und Rückspiel besiegen möchte, braucht ein sehr starkes Mittelfeld und eine tolle zentrale Defensive. Mit Mario Yepes und Philippe Mexès gegen Lionel Messi und Cesc Fabregas anzutreten, das ist Selbstmord. Die beiden Teams spielen momentan auf völlig unterschiedlichen Levels.
Hussam Barakat (Vereinigte Arabische Emirate): Natürlich ist Barcelona der klare Favorit. Doch das Team muss sich konzentrieren, um seine zuletzt klar erkennbaren Abwehr-Schwächen nicht zum Problem werden zu lassen. Messi und Co. sind sehr gefährlich und Milan muss ihn sowie seine Nebenmänner eng decken, wenn es eine Chance haben will. Die Italiener sollten voll auf Konter spielen.
Onur Yunus Akmeric (Türkei): Milan ist seit dem Ende der letzten Saison in einer Art "Rezession". Der Klub hat seine Schlüsselspieler verkauft und verfügt nun über eine sehr junge Mannschaft. Barcelona hingegen ist momentan das beste Team der Welt und daher für jeden schwer zu schlagen. Dazu kommt, dass Mario Balotelli nicht mitspielen darf. Ich denke, dass die einzige Chance der Italiener sein wird, möglichst viel Ballbesitz zu haben. Andernfalls gibt es keine Chance das Messi-Xavi-Iniesta-Trio zu stoppen. Die Barca-Deckung hat in dieser Saison Probleme und die "Rossoneri" werden hoffen, dass Stephen El Sharaawy das ausnutzt. Aber ich denke, dass Barcelona sich durchsetzt.
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