5 Typen: Ronaldo trifft wieder, Ibrahimovic kehrt heim, Stindl ist jetzt Rekordmann
Cristiano Ronaldo verhindert einen torlosen Monat, Zlatan Ibrahimovic trifft nicht so oft wie angekündigt, Lars Stindl schießt sich zum Rekordmann für Borussia Mönchengladbach. Mario Mandzukic macht das, was er am besten kann - und nur das. Igor Akinfejew kann einem dagegen leid tun. Fünf Geschichten vom Champions-League-Mittwoch.
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Cristiano Ronaldo: November-Reigen
Formkrise? Ein ganzer Monat ohne Tor? Nicht mit Ronaldo! Der im November noch torlose Superstar von Real Madrid ließ es gegen Schachtjor Donezk einfach mal laufen: Cristiano Ronaldo erzielte das 1:0 (18.), bereitete Luka Modrics 2:0 stark vor (50.), legte Daniel Carvajals dessen erstes Champions-League-Tor auf (52.) und besorgte das 4:0 wieder höchstpersönlich per Abstauber (70.).
Mit seinem 23. Doppelpack zu seinen Königsklassentoren 83 und 84 schaffte er so wieder ein kleines Polster auf Lionel Messi (79).
Dumm nur, dass mit Ronaldo dann auch ganz Real Madrid das Fußballspielen einstellte und nicht nur das erste Gegentor im Wettbewerb fing, sondern Donezk sogar bis auf 3:4 herankommen ließ - keine gute Premiere für Torwart Francisco Casilla, der den Vorzug vor Keylor Navas erhalten hatte.
Zlatan Ibrahimovic: Zwei Tore zu wenig
Der schwedische Superstar stammt aus dem Problemviertel Malmö-Rosengård und startete von Malmö FF aus seine Weltkarriere. Zur Rückkehr mit Paris Saint-Germain zu seinen Wurzeln hatte er extra ein Public Viewing am Rathausmarkt organisiert und drei Tore versprochen.
Beim 5:0-Sieg von PSG traf Ibra aber nur einmal, wenn auch sehenswert: Sein Schlenzer aus spitzem Winkel bedeutete das zwischenzeitliche 3:0 (50.). Mit nun 16 Champions-League-Toren für Paris schloss er zum Vereinsrekordhalter George Weah auf. Paris war übrigens mit "Je Suis Paris" statt Trikotsponsor aufgelaufen.
Lars Stindl: Gladbachs Rekordmann
Der ehemalige Hannoveraner Lars Stindl darf sich seit Mittwochabend mit Fug und Recht Champions-League-Rekordtorschütze für Borussia Mönchengladbach und Wegbereiter des allerersten Sieges nennen.
Beim starken 4:2 gegen den FC Sevilla traf Stindl zum 1:0 (29.) und 4:1 (83.) und steigerte seine Ausbeute damit gleich mal um 200 Prozent auf drei Treffer. Seine gute Leistung rundete ein Assist zu Raffaels 3:0 (78.) ab.
"Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir auch in der Champions League gewinnen können", sagte er bei "Sky". " Jetzt werden wir alles dafür tun, diesen dritten Tabellenplatz im Spiel gegen Manchester City zu verteidigen."
Mario Mandzukic: Der Purist
Ein Stürmer wird an Toren gemessen. Punkt. Da machte es auch wenig, dass Mario Mandzukic für Juventus Turin gegen Manchester City nur ganze sieben Pässe spielte (und davon nur vier zum eigenen Mann).
Wichtig war, dass Mandzukic in der 18. Minute seinen Gegenspieler noch innerhalb der legalen Grenzen umrempelte, um Alex Sandros Flanke zum 1:0-Siegtreffer gegen Manchester City fachgerecht einnetzen zu können. Sein 13. Champions-League-Treffer brachte Juventus ins Achtelfinale.
In der 55. Minute musste der Kroate allerdings verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Mit einem dicken Eisbeutel am Oberschenkel humpelte er in Richtung Kabine.
Igor Akinfejew: Der Gegentormagnet
Ist der wohl bemitleidenswerteste Torhüter der Champions League. Weil er seit sage und schreibe über neun (!) Jahren nicht mehr zu Null gespielt hat, 32-mal seither.
Gegen Wolfsburg durfte er 66 Minuten lang davon träumen. Dann zog André Schürrle aus spitzem Winkel ab und Akinfejew bugsierte sich den Ball mit dem Arm höchst selbst ins Tor.
Schürrle, der dann auch noch ganz alleine den 2:0-Endstand besorgte (88.), gelang damit übrigens als fünftem deutschen Spieler nach Michael Ballack, Torsten Frings, Lukas Podolski und Hans-Jörg Butt für drei verschiedene Klubs in der Champions League zu treffen (Bayer Leverkusen, FC Chelsea, VfL Wolfsburg).
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