Atlético Madrid kritisiert Felix Brych nach Niederlage gegen FC Barcelona

Dank Luis Suárez hat der FC Barcelona das Hinspiel im Champions League-Viertelfinale gegen Atlético Madrid nach einem 0:1-Rückstand gedreht und mit 2:1 gewonnen. Die Hauptstädter hatten den Sündenbock hinterher schnell gefunden und waren mächtig sauer auf ihn: den deutschen Schiedsrichter Felix Brych. Fernando Torres witterte eine Verschwörung.

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Mit rotem Kopf polterte Starangreifer Fernando Torres von Atlético Madrid nach dem 1:2 (1:0) beim großen FC Barcelona gegen den deutschen Schiedsrichter Felix Brych. "Auf der anderen Seite wären die Karten nicht gegeben worden", sagte Torres, der von Brych im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League nur zehn Minuten nach seinem Führungstreffer mit Gelb-Rot (36.) vom Platz gestellt wurde:
Wie Torres hatten die Madrilenen den Schuldigen für die unglückliche Pleite im Camp Nou schnell ausgemacht: WM- und EM-Referee Brych aus München, der Barcelona als Topfavorit auf den Titel angeblich geschützt hätte.
"Ich weiß nicht, was Barca-Spieler tun müssen, um vom Platz geschickt zu werden", meckerte Filipe Luis und spielte damit auf die Attacken des Doppeltorschützen Luis Suárez (63. und 74.) gegen Atléticos Abwehrstrategen Juanfran an. Auch Klubchef Gil Marin deutete eine vermeintliche Bevorzugung des Titelverteidigers durch die Schiedsrichter an: "Fußball kann keine Diktatur der Größten sein."

Simeone verspricht Kampf

Allerdings hatte sich Torres bei seinen Fouls auch reichlich ungeschickt angestellt. Nach seinem Tor, bei dem er Barca-Keeper Marc-André ter Stegen tunnelte und nicht gut aussehen ließ, holte sich der 32-Jährige erst Gelb gegen Superstar Neymar ab (29.), dann holte er nur wenige Augenblicke später an der Mittellinie Busquets unnötig von den Beinen. Auf die Frage, ob er Torres oder Brych die Schuld an dem Platzverweis gebe, sagte Atlético Trainer Diego Simeone nur: "Ich kann nicht sagen, was ich denke. Aber ich bin sicher nicht wütend auf Fernando."
Auf der anderen Seite fiel die Einschätzung von Brychs Leistung natürlich etwas anders aus. "Beide Gelbe Karten waren berechtigt", sagte Barca-Trainer Luis Enrique sichtlich erleichtert, nachdem sein Starensemble die Partie noch gedreht hatte. Dabei taten sich Superstar Lionel Messi und Co. auch in Überzahl zunächst schwer, der spielerischen Überlegenheit auch zwingende Torchancen folgen zu lassen.
Doch im zweiten Durchgang nahm die Wucht der Barca-Angriffe immer mehr zu. "Wir haben mit Begeisterung gespielt, aber auch mit einem kühlen Kopf - wenn man nur mit dem Herzen spielt, ist es gefährlich", sagte Enrique, der die Pflichtspieltore 43 und 44 von Suarez in der laufenden Saison sah.
Barcelona hat damit beste Chancen, sich für das Viertelfinal-Aus gegen Atlético von 2014 zu revanchieren. Doch im Frust über Schiedsrichter Brych sagten die "Colchoneros" dem Rivalen schon einmal einen hitzigen Showdown voraus. "Wir waren dezimiert. Aber ich bin stolz, eine Mannschaft zu trainieren, die lebt", sagte Simeone: "Nächste Woche erwartet Barcelona ein noch härterer Kampf." Der Unparteiische wird sicherlich viel zu tun bekommen.
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