Bayer 04 Ladehemmung gegen Römer Tormaschine: "Müssen effektiver werden"

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Mittelmaß in der Meisterschaft, mickrige acht Treffer in neun Ligaspielen und zuletzt dreimal ohne Sieg: Vor dem möglicherweise schon entscheidenden dritten Gruppenspiel in der Champions League gegen die Tormaschine AS Rom - 20 Treffer in acht Liga-Spielen - läuten bei Bayer Leverkusen bereits die Alarmglocken.

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Zumal der in der Königsklasse diese Saison noch sieglose dreimalige italienische Meister nach zuletzt zwei Siegen mit immerhin sieben Treffern in der Serie A auf Platz zwei kletterte und mit jeder Menge Selbstbewusstsein anreist.
"Wir haben auch gegen Rom eine Chance und werden uns entsprechend präsentieren", kündigte Weltmeister Christoph Kramer aber vor dem Duell am Dienstag (20:45 Uhr im Liveticker) an und verbreitete trotz der jüngsten Durststrecke Zuversicht unterm Bayer-Kreuz. Die Torflaute macht der Werkself in dieser Saison aber mehr und mehr Sorgen.
"Es ist zum Verzweifeln! Unsere Spielanlage stimmt absolut, aber es springt nicht viel dabei rum", klagte Kapitän Lars Bender, dessen Einsatz wegen einer Sprunggelenksverletzung noch auf der Kippe steht und der möglicherweise im defensiven Mittelfeld wieder vom etatmäßigen Abwehrchef Ömer Topkrak vertreten wird.

Kritik an Leverkusens Stürmer

Auch Sportchef Rudi Völler moniert vor dem Duell gegen seinen Ex-Klub: "Wir gehen wirklich zu schludrig mit unseren Chancen um. Wir müssen effektiver werden, damit am Ende auch wieder was Zählbares für uns zu Buche steht." Sein Geschäftsführer-Kollege Michael Schade schlägt in dieselbe Kerbe: "Die letzten Spiele waren sehr ernüchternd, und wir haben auch nicht sehr gut gespielt. Wir vergeben zu viele hochkarätige Chancen. Gegen Rom müssen wir es wieder besser machen."
In erster Line müssen sich die Stürmer Chicharito, Stefan Kießling und Admir Mehmedi angesprochen fühlen, die bislang weit hinter den Erwartungen zurückliegen. Trainer Roger Schmidt vermeidet es aber, seine Angreifer persönlich zu kritisieren.
"Wir sind mit acht Toren aus neun Spielen nicht zufrieden. Aber ich bin überzeugt, dass wir das ändern. Wir haben in den vergangenen vier Spielen besser gespielt, als es acht geholte Punkte aussagen. Eigentlich haben wir wie zwölf Punkte gespielt", sagte der 48-Jährige nach der jüngsten Nullnummer beim HSV und mutmaßte: "Wir sind in der Lage, in der Champions League in einen anderen Modus zu schalten. Möglicherweise fällt uns in diesem Wettbewerb das Toreschießen im Moment sogar leichter."

Spieler wissen um die Bedeutung der Partie

Gegen die Römer, die saisonübergreifend in der Champions League seit sieben Spielen auf einen Sieg warten, muss der Bundesliga-Siebte auch den Schalter umlegen, wenn er nach dem 4:1 zum Auftakt gegen BATE Borissow den zweiten Heimsieg einfahren will.
"Dieses Spiel ist für uns eine große Chance Richtung Achtelfinale - aber dafür braucht es Tore", sagte Torwart Bernd Leno, "wir wissen, dass wir es können." Selbstvertrauen kann die Werkself aus dem unglücklichen 1:2 beim Top-Favoriten FC Barcelona ziehen, wo die Sensation zum Greifen nah war.
Rom, das beim 1:1 gegen Barcelona seine Klasse ebenfalls unter Beweis stellte, steht nach dem 2:3 gegen Borissow und nur einem Punkt in der Gruppe E bereits mit dem Rücken zur Wand. "Wir wissen, dass wir gewinnen müssen, wenn wir noch Zweiter werden wollen", sagt der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger, der nach längerer Verletzungspause (Knieprobleme) wieder im Kader steht und sogar von Beginn an spielen soll.
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