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Die Gründe für Barças Champions-League-Déjà-vu gegen Atlético Madrid
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Publiziert 14/04/2016 um 17:30 GMT+2 Uhr
Im Viertelfinale kam es für Barca zu einem bitteren Déjà-vu. Genau wie in der Champions-League-Saison 2013/14 als großer Favorit ins Turnier gegangen und wieder am Angstgegner gescheitert. Im Halbfinale vor zwei Jahren zerschellten die katalanischen Offensiv-Künstler am Abwehrriegel von Atlético Madrid. Trotz optischer Dominanz, Barça ist zurecht ausgeschieden. Eurosport.de nennt die Gründe.
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1. Atlético kann Barça
Die Szene war bezeichnend. In der 71. Minute rauschte Luis Suárez mit Diego Godín zusammen. Der Innenverteidiger bekam den Ellenbogen vom Barça-Stürmer ins Auge. Godín biss sich durch und gab weiterhin den Fels in der Atlético-Abwehr.
Die Taktik der "Rojiblancos" war von an Anfang an klar. Spielerisch haben die Madrilenen der feinen Klinge der "Blaugrana" wenig entgegenzusetzen, allerdings ist das ohnehin nicht das Spiel der Simeone-Elf. Die "Colchoneros" sind für ihre raue Gangart und ihr hartes Verteidigungsspiel bekannt. Das Spiel im Vicente Calderón war bezeichnend dafür. Nach der 1:0-Führung durch Antoine Griezmann (36.), verteidigten die Hauptstädter mit teilweise sechs Mann im eigenen Strafraum. Der spanische Eurosport-Experte Cristian Maxedo erklärt:
Kleine, gezielte und häufige Nadelstiche: Atlético stach Barça unentwegt ins Herz und ließ die ansonsten perfekt geölte Kombinationsmaschine nicht zur Entfaltung kommen. Bis kurz vor Schluss war für den Noch-Champion spätestens am Strafraum Schluss.
Barca-Keeper Marc-André ter Stegen musste feststellen:
2. Barça kommt nicht aus seinem Korsett
77 Prozent Ballbesitz, 681 Pässe – 595 davon erfolgreich, dazu 55 Prozent Zweikämpfe gewonnen. Klingt nach einer klarer Angelegenheit, war es auch – allerdings für die Gastgeber.
Atlético ließ Barcelona deren Spiel spielen, so lange sie es nicht zu nah am Gehäuse von Jan Oblak taten. Über die komplette Spielzeit fand das Team von Luis Enrique nicht den Dosenöffner. Die Manie, den Ball ins Tor tragen zu wollen, sprang den Zuschauern förmlich 90 Minuten lang ins Gesicht.
Im sehr defensiven 4-4-2 begegneten die "Colchoneros" den Gästen. Augusto und Gabí grätschten vor der Viererkette alles weg und ließen Rakitic und Iniesta keinen Raum zur Entfaltung. Das schmeckte Barça gar nicht. Trainer Luis Enrique hielt aber an seinem Matchplan fest.
Gefundenes Fressen für die Gastgeber: Eiskalt verwertete Antoine Griezmann die erste Torchance (36.). Gerard Piqué stand zu weit weg und Jordi Alba hatte dem Kopfball des Franzosen nichts mehr entgegenzusetzen. Der Linksverteidiger meinte nach dem Spiel:
3. Barça geht die Puste aus
In der Champions League ausgeschieden, der sicher geglaubte Meistertitel droht zu entgleiten. Dazu drei Niederlagen in den letzten vier Spielen. Die Atlético-Niederlage sowie die 1:2-Pleite im Clásico waren verheerend. Dem FC Barcelona geht ausgerechnet auf der Zielgeraden die Puste aus.
Bezeichnend ist Barcelonas Triumvirat: 68 Ligatreffer hatten Lionel Messi, Luis Suárez und Neymar nach dem 29. Spieltag auf dem Konto, seitdem ist nur einer dazugekommen. Messi wartet mittlerweile seit fünf Pflichtspielen auf einen Treffer, Neymar seit vier und Suárez' Doppelpack im Hinspiel waren die einzigen Treffer in den letzten fünf Spielen.
Es scheint, als würde der furiose Saison-Start seinen Tribut zollen.
Ganz anders zeigte sich Atlético. Kämpferisch, körperbetont und robust, schienen die "Rojiblancos" schier unendliche Kraftreserven zu haben. Das spiegelte sich auch in den Zahlen wider. 114,5 Kilometer spulten die Akteure der "Colchoneros" ab, exakt zwölf mehr als die Männer von Luis Enrique.
Der Meister muss schnell wieder in die Spur finden, ansonsten droht eine titellose Saison.
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