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Champions League: Bayer 04 Leverkusen trifft auf Atlético Madrid - Flirtet Kevin Kampl fremd?
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Publiziert 15/03/2017 um 11:24 GMT+1 Uhr
Kevin Kampl ist das Thema sichtlich unangenehm. "Das regelt mein Berater", sagt der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen zum angeblichen Angebot von Atlético Madrid. Ausgerechnet der Achtelfinal-Gegner der Werkself in der Champions League buhlt seit einigen Monaten um den slowenischen Fußball-Nationalspieler.
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Bereits im Januar 2016 war der zweimalige Champions-League-Finalist bei Kampl-Berater Michael Ruhnau vorstellig geworden. Nun soll der zehnmalige spanischen Meister vor Kurzem erneut angeklopft haben.
"Ich kommentiere das nicht", sagte Kampls Manager vielsagend dem Fachmagazin "kicker". 14 Monate zuvor hatte Ruhnau noch betont, dass die Atletico-Anfrage "eine große Wertschätzung" für die Leistungen seines Schützling sei. Er selbst habe die Spanier aber gleich an Bayer-Sportchef Rudi Völler verwiesen.
Kampl, der 2015 für elf Millionen Euro vom Ligarivalen Borussia Dortmund unter das Bayer-Kreuz zurückgekehrt war, steht in Leverkusen noch bis 2020 unter Vertrag. Abzuwarten bleibt aber, ob der Mittelfeldstratege unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut ebenso gesetzt ist wie unter dessen Vorgänger Roger Schmidt.
Der ehemalige Bayer-Coach, der am 5. März seine Sachen packen musste, hatte in dem exzentrischen Kampl einen seiner wenigen Fürsprecher in der Mannschaft. Der 26-Jährige verteidigte seinen Ex-Coach bei jeder Gelegenheit und revanchierte sich damit offensichtlich auch für einige Dinge, über die Schmidt geflissentlich hinweggesehen hatte.
Als Kampl trotz seiner Fußverletzung mit einem Spezialschuh in einer Düsseldorfer Disco auf der Tanzfläche erwischt wurde, hielten sich die Konsequenzen in Grenzen. "Er hat einen Fehler gemacht, das wollen wir auch nicht weiter dramatisieren. Er hat eine kleine Strafe bekommen", sagte Völler und ließ ebenso wie sein damaliger Coach Milde walten.
Völler hält sich bedeckt
Zu den aktuellen Wechselgerüchten um den Mittelfeldantreiber, der bislang in dieser Saison eigentlich nur in der Gruppenphase der Königsklasse vollauf überzeugen konnte, hat sich Völler noch nicht konkret geäußert. "Wir müssen hier keinen Spieler verkaufen, nur weil wir vielleicht mal ein Jahr nicht international spielen", hatte er lediglich vor dem Hintergrund der aktuellen sportlichen Situation gesagt.
Fest steht bislang lediglich, dass Abwehrchef Ömer Toprak Bayer nach der Saison Richtung Borussia Dortmund verlässt. Zudem scheint die Zukunft von Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu, der schon selbst mit einem Wechsel kokettiert hat, sowie von Nationalspieler Julian Brandt und Torjäger Javier Chicharito Hernandez offen, wenn Bayer das internationale Geschäft verpassen sollte.
Für Kampl, der keine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag besitzt, lag Bayer bis zur Abreise nach Madrid noch kein offizielles Angebot von Atletico vor. Ob in der spanischen Hauptstadt mit den Atletico-Verantwortlichen über dieses Thema gesprochen wurde, ist nicht bekannt.
Für den gebürtigen Solinger müssten die Colchoneros, die Kampl als Ersatz für die bald 34 Jahre alte Klub-Ikone Gabi bzw. den 35-jährigen Portugiesen Tiago verpflichten wollen, mindestens 20 Millionen Euro bezahlen.
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