Champions League: Bayer Leverkusen will gegen Moskau die Bundesliga-Pleite gegen Leipzig wettmachen

Am Dienstag kann Bayer Leverkusen in der Champions League bei ZSKA Moskau theroretisch bereits den Achtelfinaleinzug perfekt machen. Nach der 2:3-Pleite in der Bundesiga gegen RB Leipzig brodelt es aber beim Werksklub. Die Stimmung ist frostig, aber die Bayer-Stars brennen auf Wiedergutmachung. Auch Trainer Roger Schmidt steht nach wie vor unter Beobachtung.

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Vor dem Abflug zum vorletzten Gruppenspiel in der Champions League bei ZSKA Moskau am Dienstag (18:00 Uhr im Liveticker) bemühten sich die Verantwortlichen, den Zündstoff aus der Partie und den nach wie umstrittenen Trainer Roger Schmidt aus der Schusslinie zu nehmen - die Brisanz des Duells im bitterkalten Moskau ist aber allen bewusst.
"Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen als beim unglücklichen 2:3 gegen Leipzig", sagte Bayer-Boss Michael Schade, der kurz vor dem Abflug aber trotz der aktuellen Achterbahnfahrt seines Teams Zuversicht ausstrahlte. "Unserem Trainer ist es immer wieder gelungen, in schwierigen Situationen die Mannschaft zu motivieren und zu mobilisieren. Deshalb bin ich sicher, dass wir in Moskau bestehen. Die Spieler wissen, um was es geht. Ein Sieg würde uns alle Türen öffnen."

Bayer Leverkusen kann vorlegen

Die "Werkself" wäre bei einem Unentschieden beim russischen Meister mindestens Gruppendritter. Sollte Tottenham Hotspur anschließend bei AS Monaco verlieren, würde ein Punkt sogar schon wegen des besseren direkten Vergleichs mit den Engländern sicher zu Platz zwei reichen.
"Nach unserem 1:0-Sieg in Wembley haben wir es selbst in der Hand und können nun einen weiteren großen Schritt machen. Dass wir vor unseren Konkurrenten spielen, kann ein Vorteil sein. Mit einem guten Ergebnis können wir sie unter Druck setzen", sagte Sportchef Rudi Völler, der erwartet, "dass wir nach dem Rückschlag gegen Leipzig wieder aufstehen".
Der 56-Jährige war zudem am Flughafen Köln/Bonn bemüht, entstandene Wogen zu glätten. "Wir sind froh, dass wir so einen Super-Torwart haben, ihm muss man auch mal einen schlechten Tag zugestehen", sagte Völler über Nationaltorwart Bernd Leno. Schmidt hatte seinen Keeper nach Niederlage gegen Leipzig wegen dessen Fehler beim 2:2 kritisiert: "So ein Tor hat er im ganzen Leben noch nicht gekriegt. Das war ein Fehler. Aus 25 Metern kann man so einen Ball schon mal halten."

Bender und Kießling fehlen

Leno ließ sich zwei Tage später von dieser Kritik aber nichts anmerken, ging ähnlich wie seine Mitspieler reaktions- und sprachlos an Bord. Nicht dabei waren Kapitän Lars Bender (Ferse) und Torjäger Stefan Kießling (Oberschenkel).
Aufseiten von Moskau fehlt Roman Eremenko, der beim Hinspiel (2:2) den Ausgleich für ZSKA erzielt hatte, anschließend positiv auf Kokain getestet und von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für zwei Jahre gesperrt worden war. Dass Leverkusen nicht nachträglich die Punkte zugesprochen wurden, ist aus Bayer-Sicht kein Problem, wie Völler betonte: "So sind die Regularien, da müssen wir uns nicht aufregen."

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Moskau: Akinfejew - Mario Fernandes, Wasili Bereschutsky, Aleksej Bereschutzky, Shchennikov - Wernbloom, Natcho - Tosic, Golowin, Ijonow - Traoré. - Trainer: Slutski
Leverkusen: Leno - Henrichs, Tah, Toprak, Wendell - Baumgartlinger, Aránguiz - Kampl, Brandt - Chicharito, Calhanoglu. - Trainer: Schmidt
Schiedsrichter: Undiano Mallenco (Spanien)
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