Juventus Turin - AS Monaco: Mario Mandzukic und Dani Alves führen Juve ins Finale
Publiziert 09/05/2017 um 22:36 GMT+2 Uhr
Juventus Turin steht nach 2015 wieder im Finale der Champions League. Im Halbfinal-Rückspiel gegen den AS Monaco trafen Mario Mandzukic und Dani Alves zum 2:1 (2:0)-Sieg. Juventus hatte schon das Hinspiel 2:0 gewonnen. Kylian Mbappé sorgte für den einzigen Treffer der Monegassen (69.) und beendete damit zumindest die gegentorlose Serie von Gianluigi Buffon nach 690 Champions-League-Minuten.
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So lief das Spiel:
Juve-Coach Massimiliano Allegri konnte im Rückspiel auf den zuvor gelb-gesperrten Sami Khedira zurückgreifen. Der Nationalspieler rückte für Claudio Marchisio in die Startelf, musste allerdings nach nur zehn Minuten mit Oberschenkelproblemen wieder ausgewechselt werden.
Die Anfangsphase begann Monaco engagiert und versuchte, Juventus Turin früh unter Druck zu setzen. Torchancen konnten die Franzosen sich dabei allerdings nicht erspielen und Juve bekam nach und nach die Partie in den Griff. Monaco wies in der Hintermannschaft große Lücken auf und so kam Gonzalo Higuaín nach 22 Minuten zur ersten Großchance für die Hausherren.
Nur drei Minuten später steckte Higuaín am Sechzehner auf Mario Mandzukic durch. Seinen Schuss aus acht Metern konnte Subasic mit einem starken Reflex parieren (25.).
Nach einer Traumflanke von Dani Alves von der rechten Seite machte es Mandzukic schließlich besser. Seinen Kopfball konnte Subasic zunächst parieren, den Abpraller drückte der Stürmer dann kaltschnäuzig zur 1:0-Führung für Juventus aus kurzer Distanz über die Linie (33.).
Der AS Monaco wirkte von dem Gegentreffer geschockt, ein zweites Tor für Juve wurde aufgrund einer Abseits-Position von Higuaín abgepfiffen (36.). Dennoch blieb die Abwehr der Gäste wackelig und Monaco kassierte noch vor der Halbzeit den zweiten Treffer.
Nach einem Eckball landete der Ball bei Dani Alves, der die Kugel aus 18 Metern volley nahm und mit rechts in die rechte Ecke hämmerte (45.). Ein Traumtor, das jede Hoffnung der Monegassen zunichte machte.
In der zweiten Halbzeit zeigte sich Juve souverän, die Italiener machten nicht mehr als sie machen mussten, und beim AS Monaco schien die Zuversicht nach der ersten Halbzeit vollends verschwunden.
Knapp 20 Minuten vor Schluss reichte es zumindest zum Ehrentreffer: Eine Ecke von der linken Seite führten die Gäste kurz aus, Joao Moutinho dribbelte bis zur Grundlinie und spielte dann quer in den Fünfmeterraum, wo Shootingstar Kylian Mbappé aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinhalten musste (69.).
Nach 690 Minuten musste Juve erstmals wieder einen Gegentreffer in der Champions League hinnehmen.
Die Schlussphase der Partie wurde dann noch einmal hitzig: Erst traf Mandzukic Fabinho mit dem Ellenbogen im Gesicht, anschließend trat Kamil Glik im Zweikampf mit voller Wucht Higuaín aufs Bein (72.). Beide kamen jedoch ohne Verwarnung davon.
Bei Abpfiff feierten die Juventus-Spieler ausgelassen den zweiten Final-Einzug in drei Jahren mit ihren Anhängern, für Monaco war gegen eine starke Turiner Mannschaft nicht mehr zu holen.
Die Stimmen:
Gianluigi Buffon (Juventus Turin): "Ja, es ist wahr geworden. Es war trotz des 2:0 im Hinspiel schwer. Wir hatten die richtige Einstellung. Hätten wir nicht hundert Prozent gegeben, wäre es anders gelaufen. Wir haben das Finale erreicht - aber das ist uns nicht genug! Unser Ziel ist der Titel. Jetzt wollen wir die Gelegenheit nutzen."
Leonardo Bonucci (Juventus Turin): "Vor zwei Jahren waren wir im Finale der Außenseiter. Dieses Jahr sind wir viel selbstbewusster, gerade auch nach den Spielen gegen den FC Barcelona. Wir spielen eine Riesensaison. Der Champions-League-Titel ist jetzt für uns die Kirsche auf der Sahnetorte."
Miralem Pjanic (Juventus Turin): "Wir spielen auf jeden Fall gegen einen guten Gegner, egal ob's Real oder Atlético wird. Sie sind jahrelang im Halbfinale oder Finale gewesen. Es wird ein schweres Spiel, aber wir sind in einem guten Moment, die Mannschaft spielt mit großem Selbstvertrauen. Wir wollen jetzt den Scudetto klarmachen und dann genügend Zeit haben, uns aufs Finale vorzubereiten."
Radamel Falcao (AS Monaco): "Sie haben sehr gut gespielt und ihre Chancen genutzt. Wir waren nicht clever genug, als wir unsere Möglichkeiten hatten."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Juve bleibt zu Hause eine Macht
Juve hat es geschafft. Nach dem Hinspielsieg in Monaco, konnten sich die Italiener auf ihre Heimstärke verlassen und die eigene Serie von ungeschlagenen Heimspielen auf 51 ausweiten.
Die Statistik: 7621 Tage
So groß ist der Altersunterschied zwischen dem ätesten Spieler auf dem Platz, Gianluigi Buffon, und dem jügsten, Kylian Mbappé gewesen. Das ist der größte Altersunterschied in der K.o.-Runde in der Champions-League-Historie - und der zwischen einem Torschützen und dem von ihm bezwungenen Torwart obendrein.
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