Champions League: FC Barcelona gewinnt souverän gegen AS Rom

Der FC Barcelona hat das Viertelfinal-Hinspiel gegen AS Rom mit 4:1 (1:0) gewonnen. Dabei profitierten die Katalanen von zwei Eigentoren der Gäste. Daniele de Rossi (38.) und Kostas Manolas (55.) waren die Pechvögel. Gerard Piqué machte das 3:0 (80.). Edin Dzeko verkürzte danach (80.), bevor Luis Suárez kurz vor Schluss seine Torflaute in der Königsklasse beendete und auf 4:1 (87.) erhöhte.

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So lief das Spiel:

Der Roma gelang ein mutiger Start. Mit überraschend frühem Pressing brachten die Gäste den FC Barcelona durchaus in einige Verlegenheiten, ohne dass dabei große Torchancen heraussprangen.
Doch auch die Katalanen brachten kaum Torgefahr zustande. Etwas pomadig und teilweise überheblich wurde das Spiel immer wieder verschleppt. Lionel Messi fand kaum statt und so war ein Schlenzer von Ivan Rakitic vom linken Strafraumeck an den rechten Pfosten die gefährlichste Aktion für lange Zeit (18.).
Zudem hatte Barcelona Glück, dass nach einem Laufduell von Nelson Semedo gegen Edin Dzeko (9.) von Schiedsrichter Danny Makkelie aus den Niederlanden nicht auf Strafstoß entschieden wurde. In der 41. Minute pfiff Makkelie dann, verlagerte das Foul von Samuel Umtiti gegen Alessandro Florenzi allerdings um Millimeter vor den Strafraum – eine ganz knifflige aber wohl falsche Entscheidung.
Zu allem Überfluss war es dann ausgerechnet Routinier Daniele de Rossi, der einen Doppelpass von Andrès Iniesta und Messi mit einer Grätsche zwar unterbinden konnte, dabei aber unglücklich aus 15 Metern die Kugel im eigenen Tor versenkte (38.). So ging es mit einem 1:0 für Barcelona in die Katakomben.
Nach dem Seitenwechsel erinnerte das Spiel immer mehr an den Auftritt des FC Bayern in Sevilla, denn auch hier fiel das zweite Tor erneut durch ein Eigentor. Messi nahm Ivan Rakitic auf rechts mit. Dieser flankte hart vor das Tor. Umtiti traf den rechten Pfosten und von dort sprang der Ball an das Knie Konstantinos Manolas und von dort wiederum ins Tor (55.).
Nun hatte Barca seine stärkste Phase und spielte die Gäste teilweise schwindelig. Messi initiierte einen Konter und spielte dann im perfekten Moment auf Luis Suárez. Dieser nahm aus 13 Metern in halblinker Position Maß. Alisson konnte nur abklatschen und der mit aufgerückte Gerard Piqué schloss völlig problemlos zum 3:0 ab (59.).
Nach dem Anschlusstreffer durch den sichtlich bemühten Dzeko erhielt die italienische Hoffnung auf ein Wunder im Rückspiel neue Nahrung (80.), doch durch das 4:1 von Suárez, der nach Vorarbeit von Namensvetter Denis den Endstand erzielte, dürfte der FC Barcelona bereits mit einem Bein im Halbfinale stehen.
Marc-André ter Stegen erlebte über weite Strecken einen ruhigen Abend, machte es dann aber kurzzeitig selbst spannend, als er den Ball im eigenen Strafraum nachlässig herschenkte, nur Sekunden später gegen den eingewechselten Gregoire Defrel allerdings mit einem sensationellen Reflex seinen Patzer wieder ausbügelte und von den Fans im Camp Nou mit Sprechchören gefeiert wurde.

Tweet zum Spiel:

Nach gut 20 Minuten musste die Partie kurz unterbrochen werden, da zig gelbe Luftballons ihren Weg auf den Rasen fanden. Die Aktion war Teil eines Protestes gegen die Inhaftierung des katalanischen Politikers Carles Puigdemont, der derzeit in Deutschland inhaftiert ist.

Das fiel auf: De Rossi verteilt Backpfeifen

Vor dem Spiel versuchte Routinier Daniele De Rossi seine Mannschaftskollegen mit freundlich gemeinten Motivations-Backpfeifen auf die Partie einzustimmen. Das gelang auch, bis die Roma-Legende ausgerechnet selbst mit einem Eigentor die Niederlage seiner Elf auf den Weg brachte.

Die Statistik: 13

Zwei Eigentore in einer Partie sind etwas Besonderes. Mit den beiden Treffern profitierte der FC Barcelona seit Einführung der Champions League bereits 13 Mal von Missgeschicken dieser Art bei den Kontrahenten.
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