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Champions League: Real Madrid besiegt Paris Saint-Germain und zieht ins Viertelfinale ein

Ronaldo führt Real auch in Paris zum Sieg: "Geboren, um Champions League zu spielen"

06/03/2018 um 22:42Aktualisiert 07/03/2018 um 00:34

Die Königlichen von Real Madrid haben den Angriff auf ihren Thron in souveräner Manier abgewehrt. Der spanische Rekordmeister zog nach einem 3:1-Hinspielsieg durch ein 2:1 (0:0) im Topduell bei Paris St. Germain zum achten Mal in Folge ins Viertelfinale der Champions League ein und beendete mit einer beeindruckenden Vorstellung die Titelträume des französischen Starensembles.

So lief die Partie:

Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel war Paris gegen Real Madrid im Rückspiel gefordert. Zu Beginn war dies allerdings nicht zu merken. PSG entwickelte ohne den verletzten Neymar (Haarriss im Mittelfußknochen) kaum Drang nach vorne, stattdessen hatte Real durch Sergio Ramos nach einer Ecke die erste Chance. Alphonse Areola parierte allerdings stark (18.). Auffällig bei den Königlichen: Trainer Zinedine Zidane nahm die angeschlagenen Toni Kroos und Luka Modric mit, beide nahmen aber zunächst auf der Bank Platz.

Auch gegen Karim Benzema blieb Areola im Eins-gegen-Eins Sieger (38.). Erst in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs wurde Paris durch Schüsse von Angel Di Maria (41.) und Kylian Mbappé (43.) gefährlich. Sonst kam PSG nie hinter die letzte Linie der Königlichen.

Zunächst machte es den Eindruck, als wäre Paris nach der Pause besser im Spiel. Die Mannschaft von Unai Emery presste früh, und wirkte gewillt. Das Tor machte jedoch Cristiano Ronaldo. Nach einer Flanke von der linken Seite von Lucas Vazquez köpfte der Portugiese zur Führung ein (51.).

Eine Viertelstunde später flog Marco Verratti mit Gelb-Rot vom Platz. Besonders bitter: Die zweite Gelbe kassierte er wegen Meckerns.

Kurz danach glich Paris allerdings durch einen kuriosen Treffer von Edinson Cavani aus. Nach einer Eckee von der linken Seite köpfte der eingewechselte Javier Pastore erst Casemiro an, vom Brasilianer prallte die Kugel an das Schienbein von Cavani. Danach kullerte der Ball ins Tor (70.).

Zehn Minuten später sorgt Casemiro mit einem abgefälschten Schuss für die Entscheidung.

Real gewinnt am Ende verdient 2:1 und steht damit im Viertelfinale, das am 16. März in Nyon ausgelost wird.

Die Stimmen:

Nasser Al-Khelaifi (Präsident Paris Saint-Germain): "Wir sind sehr enttäuscht über das Resultat. Wir haben die erste Hälfte dominiert. Nach dem Gegentor und dem Platzverweis war es sehr schwer für uns. Wir haben nicht das gemacht, was wir hätten machen müssen. Ich will unsere Spieler nicht kritisieren, wir werden mit ihnen reden. Wir werden definitiv nicht heute darauf reagieren, aber wir sind genervt. Und wir werden darüber nachdenken, was wir in Zukunft machen wollen."

Adrien Rabiot (Paris Saint-Germain): "Wir müssen uns definitiv über das Hinspiel aufregen. Heute haben wir gut gespielt, aber uns hat das 1:0 gefehlt, damit Real vielleicht anfängt zu wackeln. Mit zehn gegen elf ist es am Ende unmöglich. Wir haben das Weiterkommen im Hinspiel verspielt."

Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "Ich muss die Spieler beglückwünschen. Wir haben eine sehr gute Partie gezeigt, es war wichtig, eine gute Partie zu spielen. Es ist zurzeit schwer, eine Startelf zu nominieren, weil wir große Spieler haben. Heute habe ich mich für diese Elf entschieden und es ging alles gut. Der Erfolg gehört allen und so können wir nach vorne gucken."

Mateo Kovacic (Real Madrid): "Es war ein sehr schweres Spiel. Paris hatte in der ersten Hälfte mehr den Ball, aber wir sind hinten gut gestanden und haben auf unsere Chance gewartet und dann das 1:0 gemacht. Ich bin jetzt drei Jahre hier und es ist unglaublich, wie dieses Team in der Champions League spielt. Real Madrid ist geboren, um in der Champions League zu spielen."

Sergio Ramos (Real Madrid): "Wir sind glücklich, dass wir weiter sind. Wir hatten eine gute Ausgangslage nach dem Hinspiel, aber wir haben auch gut gespielt. Ich würde sagen, Madrid ist zurück, aber wir haben noch keinen Titel gewonnen. Zidane ist der, der die Entscheidungen trifft und im Alltag bei uns ist und weiß, was das Beste für uns in jeder Partie ist."

Marco Asensio (Real Madrid): "Wir haben heute die Partie von Beginn bis Ende kontrolliert. Wir haben heute gut gespielt und unser Plan ist voll aufgegangen. Wir sind glücklich, dass wir weiter sind. Zidane hat mir heute die Gelegenheit gegeben zu starten und sind glücklich über den Sieg."

Das fiel auf: Auf Ronaldo ist Verlass

In der gesamten ersten Hälfte blieb Cristiano Ronaldo blass, konnte kaum Akzente setzen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs war er dann jedoch zur Stelle, schoss sein zwölftes Tor im achten Champions-League-Spiel in dieser Saison. Der Portugiese traf damit in bislang jedem Spiel der Königsklasse in dieser Spielzeit und ist Reals Lebensversicherung.

Der Tweet des Spiels:

Die Fans in Paris waren Champions League reif! Vor dem Anpfiff zeigten die PSG-Anhänger eine Choreographie über das gesamte Stadion. Unterschiedliche Schriftzüge wurden gezeigt. Unter anderem: "Hier ist Paris", oder "Lasst Paris träumen". Damit wurde es letztlich nichts.

Die Statistik: 116

Am 06.03.1902 wurde Real Madrid gegründet, 116 Jahre später ist Real einer der größten Klubs der Welt und zugleich einer der erfolgreichsten im Profi-Fußball und steht nun im Viertelfinale der Champions League, deren Paarungen am 16. März in Nyon ausgelost werden.

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