PSG - Real Madrid: Julian Draxler total sauer auf Coach Emery

Julian Draxler schmort im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Real Madrid (1:2) lange auf der Bank und lässt danach kein gutes Haar an Trainer Unai Emery und seinen Teamkollegen. Im "ZDF" kritisiert der 24-Jährige Einstellung und Taktik sowie die Tatsache, dass seine Einwechslung im Spiel nach hinten verschoben wurde.

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Fotocredit: Eurosport

75 Minuten musste Julian Draxler im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Paris Saint-Germain und Real Madrid (1:2) tatenlos zusehen. In Unterzahl konnte der deutsche Nationalspieler, dem bei PSG Ángel Di María als Neymar-Ersatz vorgezogen wurde, dann auch nicht mehr entscheidend eingreifen.
Maßlos enttäuscht, aber auch sauer auf seine Teamkollegen und Trainer Unai Emery äußerte sich Draxler nach der Partie beim "ZDF".
"Ich habe sehr gelitten. Es war viel zu wenig von uns. Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir so sang- und klanglos ausgeschieden sind, weil wir uns sehr viel vorgenommen hatten", sagte der 24-Jährige:

Draxler wird erst Di María und dann Pastore vorgezogen

Dass er so lange auf eine Einwechslung warten musste, schmeckte Draxler dabei überhaupt nicht. Zunächst wurde ihm Javier Pastore vorgezogen (59.). Dann holte Emery den Offensivspieler zum Wechsel, entschied sich in der Phase mit der Gelb-Roten Karte für Marco Verratti (66.) aber nochmal um und brachte Draxler erst eine Viertelstunde vor Schluss in die Partie.
"Unsensibel" sei das gewesen, sagte Draxler klar:
"Das 1:1 ist gefallen, aber ein 1:1 hat uns mal überhaupt nichts gebracht. Ich war der Meinung, dass wir weiter auf die Tube drücken und offensiv spielen sollten", so der Nationalspieler.

Draxler analysiert das PSG-Aus schonungslos

Schonungslos analysierte Draxler auch die schwache Leistung seiner Teamkollegen. "Wir haben uns den Ball ordentlich hin und her geschoben, aber dafür kannst du dir nichts kaufen. Du musst Real Madrid unter Druck setzen, wenn du 1:3 hinten liegst, und nicht den Ball hin und her schieben und hoffen, dass ein Tor fällt", sagte er. Und weiter:
Generell habe es PSG an der Einstellung zum Spiel gemangelt. Nach der Gelb-Roten Karte sei dann endgültig die Luft raus gewesen, analysierte Draxler:

Draxler verärgert

Ein Lob von Bundestrainer Joachim Löw ("Julian ist in einer guten Form") nahm der 24-Jährige zwar dankend an, meinte aber klar: "Bei mir überwiegt der Ärger über dieses Spiel und meine Situation in diesem Spiel."
Gefragt nach Maßnahmen, die PSG ergreifen könnte, um in der Champions League vielleicht doch mal das Finale zu erreichen, meinte Draxler abschließend:
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