So lief das Spiel:

Von Beginn an lief alles für den FC Liverpool. Mit enormem Druck begann Jürgen Klopps Team das Spiel und wurde schnell mit dem 1:0 belohnt.

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Eigentlich unmöglich, dass Barcelona in so einem Spiel trotz der deutlichen Hinspielführung noch nicht wach war. Jordi Alba köpfte einen Ball Richtung eigenes Tor direkt in den Lauf von Sadio Mané. Der bediente Jordan Henderson, der Kapitän scheiterte zwar an Marc-André ter Stegen, doch den Abstauber versenkte Divock Origi zur frühen Führung (7.).

Genau das hatten die Reds benötigt. Doch nach 15 Minuten kam auch Barcelona so langsam ins Spiel. Jordi Alba mit einem Pass in den Rücken der Abwehr zu Lionel Messi, aber Keeper Alisson Becker parierte glänzend. Die dicksten Möglichkeiten der ersten Halbzeit waren damit erledigt, das Tempo blieb aber weiterhin hoch.

Zur Pause musste Liverpool wechseln: Andrew Robertson musste vom Platz. Kurz zuvor hatte ihn Luis Suárez mit einem versteckten, aber vermutlich absichtlichen Foul die Stollen an die Hüfte geschlagen. Aufs Feld kam für den Verletzte Georginio Wijnaldum.

Und der machte für die Reds nach Trent Alexander-Arnolds Vorlage mit einem Flachschuss unter ter Stegen hindurch nicht nur das 2:0 (54.), sondern 122 Sekunden später per wuchtigem Kopfball in den Winkel nach einer Xherdan-Shaqiri-Hereingabe auch das 3:0 und damit den Treffer zur Egalisierung des Hinspielergebnisses.

Barcelona reagierte keinesfalls geschockt, spielte seinen Stiefel weiter und vertraute auf Messi. In der 68. Minute war er so nah dran wie nie, aber Alisson verhinderte den Einschlag aus spitzem Winkel.

Damit rückte die Verlängerung unausweichlich näher, denn bei Liverpool schwanden langsam die Kräfte. Im Kopf waren die Hausherren jedoch auch in der 79. Minute noch hellwach. Alexander-Arnold ging zur Ecke, tat dann aber so, als würde er die Aufgabe an Shaqiri abtreten. Barcelona schaltete komplett ab, der 20-Jährige marschierte zurück und brachte den Ball nach Innen. Origi stand verwaist und nagelte den Ball unter die Latte.

Weiterhin hätte den Katalanen ein Treffer gereicht, doch der fiel nicht mehr. Liverpool schafft an der Anfield Road das nächste Champions-League-Wunder und zieht ins Finale ein, Barcelona verliert im zweiten Jahr in Folge nach einem 3:0-Vorsprung aus dem Hinspiel in der K.o.-Phase.

Die Stimmen:

Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Meine Mannschaft hat schon nach dem Spiel in Barcelona das Gefühl gehabt, dass hier noch was geht, aber das braucht man nach einem 0:3 nicht nach außen zu kommunizieren. Ich habe auch an die Chance geglaubt. In der ersten Halbzeit war unser Pressing sensationell. Es war wichtig, die Mannschaft immer wieder zu beruhigen. Wir müssen nicht die ganze Zeit im Barça-Strafraum stehen, sondern nur in den richtige Momenten. Ich habe das 4:0 gar nicht selbst gesehen, das war alleine die Idee von Alexander-Arnold, 20 Jahre alt. Was für ein Kerl. Das sind Mentalitätsgiganten. Es war eine außergewöhnliche Nacht. Das haut dich um."

Divock Origi (Liverpool): "Das hier ist schwer in Worte zu fassen. Es war ein unglaublicher Abend, bei dem natürlich auch die Fans ihre Rolle gespielt haben. Von meinen Toren werde ich natürlich noch mein Leben lang träumen. Es ist einer der schönsten Momente meiner Karriere."

Das fiel auf: Der heimliche Held

Zwei Doppeltorschützen mit Origi und Wijnaldum, dazu ein bärenstarker Alexander-Arnold und ein immer vorangehender Kapitän Henderson. Alle waren an den vier Toren beteiligt, die Liverpool ins Finale hievten. Doch hätte der LFC auch nur einen Gegentreffer kassiert, wäre alles umsonst gewesen. Sehr oft war Becker im Kasten nicht gefragt, doch zwei, drei Großchancen verhinderte er und war damit ein ganz entscheidender Faktor im Spiel, den Liverpool in der Vorsaison noch fehlte.

Der Tweet des Spiels:

Emotion!

Die Statistik: 50

Auch Origi wird nach seinem Doppelpack in die Geschichte des FC Liverpool eingehen: Als der Mann, der die Reds ins Finale schoss, langfristig aber auch als der 50. Torschütze im LFC-Dress in der Champions League.

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