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Tottenham Hotspur - Ajax Amsterdam: Ajax überrennt Spurs im Champions-League-Halbfinale
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Publiziert 30/04/2019 um 23:59 GMT+2 Uhr
Ajax Amsterdam setzt seinen Sensationslauf fort: Das Team von Erik ten Hag besiegte Tottenham Hotspur im Halbfinal-Hinspiel der Champions League in London mit 1:0. Ajax startete frech und aggressiv in die Partie, überrumpelte die "Spurs" mit einem frühen Tor. Die Hausherren brauchten dagegen einen schmerzhaften Weckruf, um in die Partie zu finden. Drei Dinge, die uns auffielen:
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1.) Ajax überrennt lethargische "Spurs"
Erneut ging Ajax Amsterdam als Außenseiter in die Partie und erneut überraschte das Team von Erik ten Hag seinen Gegner von Beginn an. Ajax ließ Tottenham kaum ins Spiel kommen, presste früh und versuchte, die Kontrolle über das Spiel zu erlangen. Eines war deshalb nicht überraschend: das Führungstor der Niederländer nach 15 Minuten durch Donny van de Beek.
Klug mitgedacht hatte bei dieser Aktion vor allem Hakim Ziyech, der den Ball im Mittelfeld annahm und früh van de Beek in der Spitze entdeckte. Während dieser in den Strafraum lief, spielte Ziyech eiskalt den Querpass auf seinen Mitspieler, der nur noch einnetzen musste. "Ich habe auf den Pass von Hakim gewartet und dann, bis Lloris runter geht. Ein schönes Tor", erklärte der Matchwinner später.
Der vermeintliche Underdog spielte frisch, frech, aggressiv. Dabei fällt wieder einmal auf, dass es den Ajax-Profis egal ist, ob sie daheim oder auswärts spielen. Abwarten gehört nicht zur Taktik ten Hags, auch wenn seiner Mannschaft die Spielfreude in der zweiten Halbzeit etwas abhanden kam - die intensive erste Halbzeit hatte Spuren hinterlassen.
2.) Kane und Son schmerzlich vermisst
26 Minuten dauerte es, bis Fernando Llorente den ersten Torschuss für Tottenham Hotspur abgab. Bis dahin hatte Ajax vier Mal auf den Kasten von Hugo Lloris geschossen. Fast 70 Prozent Ballbesitz hatte Ajax bis zu diesem Zeitpunkt.
Vor allem in der ersten halben Stunde fehlte den Gastgebern der offensive Matchplan. Weder Christian Eriksen noch Dele Alli oder Llorente machten auf sich aufmerksam. In Halbzeit zwei drängte Tottenham auf den Ausgleich, doch die "Spurs" agierten nicht abgezockt. Stellvertretend dafür steht die missglückte Flanke von Danny Rose in der 69. Minute, nachdem Alli den Ball wunderschön durchs Mittelfeld zirkuliert hatte. Zu nervös, zu ungeduldig wirkten die "Spurs".
Top-Torjäger Harry Kane und der gelb-gesperrte Heung-Min Son wurden mit ihrem Drang zum Tor im Halbfinal-Hinspiel schmerzlich vermisst. So blieb Tottenham über 90 Minuten ohne eigenen Treffer im nagelneuen heimischen Stadion.
3. Sissokos Einwechslung Weckruf für Tottenham
Tottenhams abwartende Haltung zu Beginn des Spiels war zu erwarten gewesen. Dass das Team von Mauricio Pochettino allerdings so zurückhaltend startete, grenzt beinahe an Überheblichkeit - oder Naivität? Die "Spurs" konnten sich überhaupt nicht auf die Spielweise des Underogs einstellten und reagierten auch lange nicht adäquat auf dessen Angriffe. Daraus resultierten erschreckende 27 Prozent Ballbesitz für die Londoner.
Erst die Verletzung von Jan Vertonghen riss das Team aus dem Tiefschlaf. Der Verteidiger blieb nach einem Zusammenstoß mit Amsterdams Torhüter André Onana und Toby Alderweireld blutend auf dem Rasen liegen, wirkte benommen und musste in der 39. Minute ausgewechselt werden. Für ihn kam Moussa Sissoko, der eine überragende Saison spielt und frischen Wind in die Partie brachte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit waren die Engländer nach feinem Alli-Pass dem Ausgleich nahe.
Bemerkbar machte sich die wiedergefundene Spritzigkeit zu Beginn der zweiten Halbzeit, als Llorente zwei Gegenspieler austanzte und für Alli vorlegte. Tottenham spielte merklich offensiver, schnappte sich eher den Ball und suchte schneller den Weg zum Tor. Auf den Ausgleich wartete Pochettino allerdings vergeblich:
Für Tottenham wird es nun extrem knifflig: Nur einem der letzten 17 Teams, die mit einer Heimspiel-Niederlage ins Halbfinale starteten, gelang der Finaleinzug - und das war ausgerechnet Ajax Amsterdam im Jahr 1996...
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