Cristiano Ronaldo soll Juventus Turin zum Champions-League-Titel führen

Wenn am Dienstagabend (21:00 Uhr) Bayer Leverkusen gegen Juventus Turin spielt, wird wie so oft Superstar Cristiano Ronaldo im Mittelpunkt stehen. Der Portugiese, der dann sein 172. Europapokalspiel bestreitet, steht bei Juve gehörig unter Druck: Ronaldo soll die Italiener zum ersten Champions-League-Titel seit 1996 führen. Doch kann der Hoffnungsträger die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllen?

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Schon bei seinem Amtsantritt Ende Juni gab Juves neuer Coach Maurizio Sarri als großen Wunsch den Champions-League-Titel aus. Dies zu erreichen sei zwar "extrem hart, aber das klare Ziel". Vor allem auf einen Spieler baut der 60-Jährige dabei: Cristiano Ronaldo.
Der 34-Jährige trägt die Last der erdrückend hohen Erwartungen tausender Fans sowie der Vereinsführung und Mannschaft auf seinen Schultern. Die Verpflichtung Ronaldos im Sommer 2018 konnte als klare Ankündigung verstanden werden, den Titel in der Königsklasse angreifen zu wollen. In der letzten Saison war für Juve trotz sechs Ronaldo-Toren noch im Viertelfinale gegen Ajax Amsterdam Endstation.

Ronaldo soll entscheidenden Impuls geben

Nun soll es weiter gehen und bestenfalls am Ende sogar der Titel herausspringen. Denn nach acht Serie-A-Titeln in Folge und vier Pokalsiegen in den letzten fünf Jahren sehnt man sich bei der "Alten Dame" nach dem Gewinn des Henkelpotts.
Der fünfmalige Weltfußballer soll dabei die Mannschaft anführen. Immerhin gewann Ronaldo alleine in seiner Zeit bei Real Madrid vier Mal die Champions League – zwischen 2016 und 2018 sogar drei Mal in Folge. Zudem holte er den Titel schon 2008 mit Manchester United.
Sarri jedenfalls schwärmte bei seiner Vorstellung von dem Superstar, der in seiner ersten Saison für die Italiener in 43 Spielen 28 Tore erzielte und zehn vorbereitete. Zugleich erhöhte der Coach den Druck:

Ronaldo nicht so treffsicher wie bei Real Madrid

Der italienische Eurosport-Redakteur Davide Bighiani ist überzeugt, dass Sarri mit dem Portugiesen einen festen Plan verfolgt: "Es ist klar, dass Maurizio Sarri die Mannschaft um Ronaldo herum aufbaut. Er ist schließlich immer noch der wichtigste Spieler bei Juventus – wer auch sonst?" Dabei läuft der Portugiese meist über Linksaußen auf und unterstützt dabei Gonzalo Higuaín oder Paulo Dybala in der Spitze.
Aktuell steht Ronaldo, wie im Vorjahr, nach sechs Spieltagen in der Serie A bei drei Treffern und einer Vorlage. Laut "Tuttosport" soll Sarri seinem Superstar allerdings ein Saisonziel von mindestens 40 Toren ausgegeben haben. Die Ausbeute aus dem vergangenen Jahr scheint vielen in Turin noch nicht zu genügen, kennen sie doch die Zahlen aus seiner Madrider Zeit.
Von 2014 bis 2018 erzielte Ronaldo in Spanien im Schnitt rund ein Tor pro Spiel (zwischen 0,9 und 1,1). Im vergangenen Jahr in Turin konnte der Portugiese im Schnitt "nur" 0,65 Tore vorweisen. Auch bei den allgemeinen Torbeteiligungen fällt Ronaldo von seinen Traumquoten in Madrid ab. Von dem Topwert in der Saison 2014/15 (1,5 Torbeteiligungen pro Spiel) war der Portugiese in seinem ersten Jahr in Italien (0,9) deutlich entfernt.

Beeindruckende Quote gegen Bundesliga-Klubs

Trotz dieser Statistiken sieht Bighiani für Juventus Chancen in der Königsklasse – vor allem wegen Ronaldo: "Cristiano ist meiner Meinung nach immer noch gut genug, um Juventus in der Champions League weit zu bringen. Es stimmt aber auch, dass sie noch die richtige Chemie unter Sarri finden müssen. Das könnte einige Zeit dauern."
Nach dem 2:2 zum Auftakt der Gruppenphase gegen Atlético Madrid, bei dem auch Ronaldo keine Akzente setzen konnte, steht Juve gegen Leverkusen unter Druck. Die Italiener dürften dabei auf Ronaldo hoffen. Gegen deutsche Teams im Europapokal erzielte der Superstar in 24 Partien schon 26 Treffer. Ein Tor gegen die Werkself fehlt Ronaldo aber noch in seiner Vita.
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