Cristiano Ronaldo und Juventus Turin scheitern an Olympique Lyon

Cristiano Ronaldo hat mit Juventus Turin überraschend das Viertelfinale der Champions League verpasst. Juventus kam im Achtelfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon nur zu einem 2:1 (1:1), was nach dem 0:1 im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel nicht reichte. Ronaldos Doppelpack war nicht genug (43., Handelfmeter/60.), nachdem zuvor Memphis Depay für Lyon getroffen hatte (12./Foulelfmeter).

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So lief das Spiel:

Früher schock für Juventus Turin. Bereits nach zehn Minuten zeigte der deutsche Unparteiische Felix Zwayer nach Foul von Federico Bernardeschi an Houssem Aouar auf den Punkt – eine ganz knifflige Situation, der Kontakt nur schwer zu erkennen.
Memphis Depay zeigte sich unbeeindruckt und chippte das Leder frech in die Mitte (12.). Juventus brauchte, um sich vom früher Schock zu erholen, einzig Bernardeschi tauchte nach einer schönen Einzelaktion gefährlich vor dem Tor der Gäste auf – Marcelo klärte in höchster Not auf der Linie (19.).
In der Schlussphase der ersten Hälfte sorgte die Alte Dame dann durch den ein oder anderen Freistoß für etwas Gefahr und kam in Folge eines solchen zu seinem Elfmeter. Depay klärte einen direkten Versuch von Pijanic mit der Hand. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Cristiano Ronaldo gewohnt souverän zum 1:1-Ausgleich (43.).
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Juve zunehmend den Druck und wurde nach exakt einer Stunde belohnt: Erneut war es Ronaldo, der aus der Distanz abzog und nicht ganz unhaltbar zum 2:1 für Turin traf.
Nur drei Minuten später hatte Leonardo Bonucci nach einem Eckball die beste Chance auf das 3:1, sein Kopfball verfehlte den Pfosten jedoch denkbar knapp (63.). In der Schlussphase fehlte es dem italienischen Meister an Durchschlagskraft. Einen letzten Freistoß schoss Ronaldo in der Nachspielzeit in die Mauer.
Am Ende kämpfte Lyon das 1:2 über die Zeit und nimmt am finalen Turnier der Champions League teil, wo die Franzosen auf Manchester City treffen. Juventus Turin bleibt damit mindestens 25 Jahre ohne Titel in der Königsklasse.

Die Stimmen zum Spiel:

Matthijs de Ligt (Juventus Turin): "Wir sind sehr enttäuscht. Wir haben 2:1 gewonnen und es war nicht genug. Wir hatten einige Chancen auf das 3:1 und haben diese nicht genutzt, daran sind wir selbst schuld. Wir sind zu früh ausgeschieden, wir können es besser."
Leo Dubois (Olympique Lyon): "Wir sind super glücklich. Wir haben uns im Hinspiel in eine gute Ausgangslage gebracht. Wir halten alle zusammen, an einen solchen Abend muss man sich erinnern. Es ist eine Schande, dass wir diesen Sieg nicht gemeinsam mit unseren Fans feiern können, aber wir denken an sie. Wir fahren nach Lissabon, um so weit wie möglich zu kommen."
Anthony Lopes (Olympique Lyon): "Wir wussten, dass wir das Potential haben, um weiter zu kommen. Wir haben füreinander gekämpft. Heute sind wir für den Einsatz belohnt worden, den wir seit der Rückkehr jeden Tag im Training geben. Wir müssen weiter alles geben, um im Turnier weiterzukommen. Viele werden uns unterschätzen, aber wir sind der Überzeugung, dass wir es weit schaffen können."
Rudi Garcia (Trainer Olympique Lyon): "Das erste Tor hat uns gutgetan. Juve kehrte in der zweiten Halbzeit mit einer anderen Intensität zurück, aber wir sind nicht in Panik geraten. Meine Spieler haben toll gekämpft. Ich bin sehr stolz, mit dieser Mannschaft im Viertelfinale zu stehen. Wir werden uns gut auf die Reise nach Lissabon vorbereiten. Wir gehören zu den besten acht Mannschaften Europas."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Schweres Spiel für Zwayer

Das Spiel begann denkbar kompliziert für den deutschen Unparteiischen. Bereits nach zehn Minuten zeigte er auf den Punkt, eine Entscheidung, die falsch zu seien schien - erst nach mehreren Zeitlupen war der Kontakt Bernardeschis an Aouar zu erkennen. Nach Rücksprache mit dem VAR blieb Zwayer folgerichtig bei seiner Entscheidung. Auch das 1:1 fiel nach einem Elfmeter, diesmal nach Handspiel. Auch hier war das Vergehen zunächst nicht zweifelsfrei zu erkennen, nach der neuen Regelauslegung aber auch vertretbar entschieden. Doch nicht nur Elfmeter bedeuteten Arbeit für Zwayer und sein Gespann. Insgesamt wurden acht Spieler sowie Juventus-Trainer Maurizio Sarri verwarnt. Zudem standen beide Mannschaften neunmal im Abseits und leisteten sich 19 Foulspiele. Ein ereignisreicher Abend für den deutschen Unparteiischen und sein Team, die sich dennoch keine Blöße gaben.

Die Statistik: 1

Olympique Lyon ist der erste französische Verein, der Juventus Turin aus einem europäischen Wettbewerb wirft.
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