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FC Liverpool: Jürgen Klopp holt nach dem CL-Aus gegen Atlético Madrid zum Rundumschlag aus
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Publiziert 12/03/2020 um 01:55 GMT+1 Uhr
Titelverteidiger FC Liverpool muss bereits nach dem Achtelfinale die Segel in der Champions League streichen. Die Reds unterlagen an der heimischen Anfield Road Atlético Madrid dramatisch mit 2:3 (1:0) nach Verlängerung. Nach dem vorzeitigen Aus in der Königsklasse wütete Jürgen Klopp nicht nur gegen Gegner Atlético, sondern auch Schiedsrichter Danny Makkelie bekam sein Fett weg. Die Stimmen.
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Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool) bei "DAZN" über ...
... das Spiel: "Diese Niederlage schmerzt sehr, weil wir ein super Spiel gemacht haben. Wir haben bis zum Gegentor so gut gespielt gegen eine Mannschaft, die mit Weltklassespielern gespickt ist, sich aber dazu entscheidet zu spielen wie jemand, der um den Klassenerhalt kämpft. Wir haben - außer dass wir den Ball nicht oft genug reingeschossen haben - alles richtig gemacht. Wir haben in den Räumen gespielt, in denen Atlético uns nicht packen kann. Wie aggressiv wir in den Halbräumen und auf den Flügeln waren, gerade auf der rechten Seite, wie wir das angelaufen sind und uns positioniert haben: Das war so richtig gut.“
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... die entscheidenden Fehler: "Wir schießen nur ein Tor, aber macht ja erstmal nichts. Unser größter Fehler war es, dass wir das zweite Tor fünf Minuten zu spät geschossen haben, also erst in der Verlängerung. Und dann passiert, was passiert: Adrian spielt den Ball so hinten raus und wir müssen jetzt gar nicht rumdiskutieren, das weiß er natürlich auch. Er hat dann eine falsche Position und steht relativ weit weg, als der Ball ins Tor einschlägt. Aber so ist das. Wenn man Spiele verliert, verliert man die meisten aus einem guten Grund: Man macht Fehler. Und dieses Tor hat richtig reingehauen. Eigentlich war das kein Problem, weil noch lange genug Zeit war, noch eins zu schießen. Aber das Momentum ist komplett gewechselt, von unserer Seite auf deren Seite. Aber man muss das akzeptieren. Du musst die Bälle reinschießen. Ich habe super, überragende individuelle Leistungen gesehen, wo man denkt: ‚Wow!‘ Deswegen bin ich komplett zufrieden und super stolz. Aber es fühlt sich halt unterdurchschnittlich an."
... Atlético Mauertaktik: "Fußball ist gerecht, wir haben zwei geschossen, die drei. Sie haben zu Hause 1:0 gewonnen und sind verdient weitergekommen. Aber ehrlich gesagt fühlt es sich trotzdem nicht richtig an. Ich merke einfach, was für ein beschissener Verlierer ich bin. Ich könnte die ganze Zeit darüber reden, wie man mit so einer Mannschaft so einen Fußball spielen kann? Das verstehe ich nicht. Auch wenn sie gewonnen haben. In den letzten Wochen wurde immer gesagt, dass wir keine tollen Fußball mehr gespielt hätten. Aber das heute war überragend, gegen den schwierigsten Gegner für diesen Moment. Wir wollten es mit Fußball angehen, ich glaube, das hat jeder gesehen. Und sind gegen eine Mannschaft ausgeschieden, die es mit anderen Mitteln versucht hat."
... den Schiedsrichter: "Es tut mir ein bisschen weh, dass ein Schiedsrichter für so ein Spiel kein Gefühl entwickelt. Die eine Mannschaft versucht, etwas machen, zu kreieren, also Fußball. Und die andere halt nicht. Und trotzdem werden beide gleich behandelt. Das verstehe ich nicht. Aber wie gesagt: Ich bin ein scheiß Verlierer und das fühlt sich im Moment so an."
... Liverpools Erfolge in der Königsklasse: "Wir haben zweieinhalb Jahre in der Champions League eine Reise gehabt, die war Wahnsinn. Und was die Leute heute in dieser schwierigen Situation in der Welt noch einmal auf die Beine gestellt haben, war außergewöhnlich. Es macht so viel Spaß, für diese Leute zu spielen. Sie helfen den Jungs so sehr. Aber jetzt ist erstmal Feierabend in der Champions League. Das muss man akzeptieren - aber wir kommen ja wieder.“
... die generell unsichere Lage: "Jetzt müssen wir Meister werden. Wir haben noch ein paar Spiele zu spielen und kennen unsere Gegner. Aber wir müssen die Gesamtsituation abwarten, wie es weitergeht.“
Jordan Henderson (FC Liverpool) bei "BT Sport" über...
... das Spiel: "Natürlich sind wir sehr enttäuscht. Ich denke, wir haben alles in allem eine gute Leistung gebracht. Unsere Intensität war hoch, genauso, wie wir es vor dem Spiel besprochen hatten. Wir haben alles hineingelegt, deshalb sind wir auch so bitter enttäuscht, vor allem wegen der Tore, die wir kassiert haben. Wir haben solche Situationen in den letzten Jahren immer wieder erlebt und wissen, wie wichtig es ist, bis zum Ende fokussiert zu bleiben und dass das Nachlassen der Konzentration kosten kann. Wir hätten es verdient gehabt, weiterzukommen."
... die vergebenen Chancen: "Jan Oblak hat ein fantastisches Spiel gemacht. Wir haben uns so viele Chance rausgespielt, aber wir haben sie einfach nicht reingemacht. Wir haben es verpasst, ihnen mit dem dritten Treffer den Stecker zu ziehen. Wir haben alles auf dem Feld gelassen und das ist es, was zählt."
Kieran Trippier (Atlético Madrid) bei "BT Sport" über ...
... das Spiel: "Wir wussten, dass es heute sehr schwer werden würde. Wir mussten defensiv stabil bleiben, um Liverpool so gut es geht zu frustrieren. Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen, wenn wir uns gegen das Pressing von Firmino, Salah und Mané wehren."
... Diego Simeone: "So wie wir spielen, trainieren wir auch. Er (Diego Simeone, Anm. d. Red.) ist genauso an der Seitenlinie im Training. Es ist eine Freude, jeden Tag mit ihm zu verarbeiten und von ihm zu lernen."
Marcos Llorente (Atlético Madrid) bei "BT Sport" über ...
.. .das Spiel: "Es gibt keine Grenze dafür, wie viel wir leiden können. Was wir durchmachen können. Wir haben heute mit unserem Leben verteidigt und wenn alle dasselbe wollen, dann sind solche Dinge wie heute möglich."
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