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FC Liverpool zu stark für den FC Salzburg
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Publiziert 10/12/2019 um 20:42 GMT+1 Uhr
Der FC Liverpool hat sein "Endspiel" in der Gruppenphase der Champions League beim FC Salzburg mit 2:0 (0:0) gewonnen und steht damit als Erster der Gruppe E im Achtelfinale. Naby Keita (57.) und Mohamed Salah (58.) entschieden die chancenreiche Partie mit einem Doppelschlag. Salzburg hatte im ersten Durchgang gut mitgehalten - dann schaltete das Team von Trainer Jürgen Klopp einen Gang höher.
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So lief das Spiel:
Die Salzburger hatten angekündigt, sich nicht zu verstecken und das war von Beginn an zu sehen. Die erste große Chance hatte jedoch Liverpool. Mohamed Salah wurde steil geschickt und profitierte von einem Stellungsfehler von Maximilian Wöber. So ging er halblinks alleine auf Cican Stankovic zu, doch der Torhüter blieb lange stehen und verhindert mit seiner Parade den frühen Rückstand (5.).
Die Gastgeber antworteten promt: Hee-chan Hwang dribbelte sich in den Sechzehner und scheiterte erst am klasse reagierenden Reds-Keeper Alisson. Den Abpraller erkämpft sich Minamino, dessen Versuch von der Liverpool Abwehr abgeblockt (7.) wurde.
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Anschließend schlug die Stunde des ehemaligen Salzburgers Sadio Mané: Erst verfehlte der Angreifer aus 20 Metern nur knapp das rechte Eck (8.), dann scheiterte der Senegalese mit einem Schlenzer an Stankovic (20.).
Auf der anderen Seite wurde Erling Haaland schön in der Spitze von Hwang bedient - der Norweger behauptete den Ball und zog links im Strafraum ab. Der Schuss war durchaus wuchtig, aber aus einem derart spitzen Winkel, dass Alisson noch die Füße zusammenbekam (24.). Die erste Hälfte war ein offener Schlagabtausch und so ließ die nächste Großchance nicht lange auf sich warten.
Naby Keita wurde zentral in die Spitze geschickt und zog Wöber und Andreas Ulmer auf sich. Dadurch war Salah rechts völlig frei, was Keita auch wahrnahm. Er bediente seinen völlig blanken Teamkollgen, der jedoch den Ball nicht richtig traf und so kläglich vor Stankovic vergab (29.).
Nach dieser Möglichkeit beruhigte sich das Spiel etwas, aber eine Möglichkeit gab es noch vor dem Seitenwechsel. Salah drang von rechts in den Strafraum ein und nahm den hinterlaufenden Keita mit. Der ging aus spitzem Winkel alleine auf Stankovic zu, scheiterte jedoch abermals (45.+1).
Die zweite Halbzeit begann wieder mit Salah: Der ägyptische Topstürmer taucht gleich zweimal alleine vor Stankovic auf. Beim ersten Versuch setzte Salah den Ball aufs Tor (48.), beim zweiten klaute Stankovic ihm den Ball vom Fuß (50.).
Liverpool erhöhte immer mehr den Druck und wurde dafür belohnt. Mané dribbelte rechts in den Strafraum und hob den Ball über den herrausstürmenden Stankovic in die Mitte. Dort köpfte Keita ins verwaiste Tor zum 1:0 ein (58.). Salzburg versuchte zurückzuschlagen und wurde eiskalt erwischt. Liverpool spielte einen langen Ball auf den an der Mittellinie lauernden Salah. Jérôme Onguéné hatte eigentlich die besser Position, aber seine Kopfballrückgabe war zu kurz. Salah spritzte dazwischen und ging so auch an Stankovic vorbei. Der Winkel wurde sehr spitz, trotzdem brachte der Ägypter den Ball im Tor unter (59.).
Die Salzburger Gegenwehr war durch diesen Doppelschlag gebrochen, die Gastgeber versuchten es zwar noch, gelingen wollte jedoch kaum etwas. Liverpool vergab in der Schlussphase durch Salah und Mané noch mehrfach das dritte Tor, aber in Bedrängnis kamen sie nicht mehr.
Die Stimmen:
Jesse March (Trainer Red Bull Salzburg): “Wir sind sehr enttäuscht. Bis zum Gegentor hätten wir wahrscheinlich nicht besser spielen können. In ein, zwei Tagen überwiegt vielleicht der Stolz. Ich liebe unsere Spieler. Sie geben alles füreinander. Die Entwicklung dieser Mannschaft in den letzten fünf Monaten ist der Wahnsinn. In der ersten Halbzeit waren wir über weite Teile die bessere Mannschaft.”
Jürgen Klopp (Trainer FC Liverpool): "Ich könnte keinen größeren Respekt vor dem haben, was Salzburg leistet. Wenn man sieht, wie gut sie im Hinspiel, gegen Napoli und gegen Genk waren. Wir hätten hier als Titelverteidiger herkommen können und die Situation unterschätzen, aber ich liebe es wie clever wir waren."
Zlatko Junuzovic (Red Bull Salzburg): "Es war von der ersten Minute an ein unglaublich intensives Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten. Ich denke, wir haben eine wirklich erstklassiges Champions League Partie abgeliefert, in der alles möglich war. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt, aber Liverpool hat auch einiges liegengelassen. Am Ende waren sie in den entscheidenden Momenten clevere und haben den Sieg verdient."
Jordan Henderson (Kapitän FC Liverpool): "Es war ein sehr schwieriges Spiel, aber das haben wir so erwartet, denn Salzburg ist zuhause immer stark. Es war zu Beginn sehr schnell, aber wir haben in der ersten Halbzeit gut verteidigt. Mit zunehmender Spielzeit haben wir die Partie immer mehr dominiert, uns Chancen herausgespielt und hätten am Ende auch höher gewinnen können."
Virgil van Dijk (FC Liverpool): "Wir sind sehr glücklich. Das war ein wirklich harter Gegner, mit einem klaren Matchplan und direktem Spiel. Eigentlich eine Kopie von dem, wie wir spielen wollen. Gerade zu Beginn mussten wir da sein, das wussten wir. Aber wir haben das sehr clever gespielt und in der zweiten Halbzeit die Tore gemacht. Dazu haben wir noch die Null gehalten. Und jetzt sind wir in der nächsten Runde."
Erling Haaland (Red Bull Salzburg): "Natürlich können wir auf unsere Leistung in der Champions League stolz sein. Für Salzburg war es das erste Mal und eine richtig tolle Sache für den ganzen Verein. Gegen Liverpool haben wir eine klasse erste Halbzeit gespielt. Aber das ist gegen solche Gegner der Unterschied: Man muss nicht nur eine Halbzeit lang da sein, sondern zwei."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Salzburgs Spielstil
Die Salzburger hatten angekündigt, ihren von mutigem Gegenpressing und Offensivfußball geprägten Spielstil, auch gegen den großen Favoriten aus Liverpool nicht zu ändern und hielten Wort. Die Gastgeber gingen früh drauf und suchten ihr Heil in der Offensive. Jedoch konnten sie das hohe Tempo der erste Halbzeit nicht halten und hatten im zweiten Abschnitt nicht mehr viel entgegenzusetzen.
Die Statistik: 27
Mohamed Salah war seit seinem Wechsel zum FC Liverpool an 27 Champions League Toren (19 Tore und 8 Assists) direkt beteiligt. Im selben Zeitraum war einzig und allein Lionel Messi mit 28 an mehr Treffern beteiligt.
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